Roter Alarm beim OQO 02/e2?

März 19, 2008

Manche Dinge sind so frustrierend wie planbar: Verschicke ich ein Paket aus unserer Postfiliale (Shop im Shop, das “Zukunftsmodell”!) mit Sondermerkmalen, dann kann ich es auch gleich zum Empfänger tragen. So geschehen am vergangenen Samstag: Mein OQO Model 02 UMPC musste (oder durfte) einem Model e2 weichen (mit integriertem HSDPA und 64GB SSD statt Festplatte). Und wie immer wollen Spielzeuge finanziert sein, und so bezog “weichen” implizit “verkauft werden” mit ein. Da nun nicht von unerheblichem Wert war der “Zusatzservice” einer Höherversicherung nötig.

Eingeliefert am Samstag um 10:26, und statt am Montag oder Dienstag zugestellt zu werden ändert sich der Status nicht. Auch wenn ich das mittlerweile kenne, es macht es nicht besser, und gerade bei einem solchen Wert wird man unruhig… und erleichtert, als der Empfänger eine Mail schickt, aus der der Erhalt des Geräts zu lesen ist.

Weniger erleichtert allerdings, weil der Inhalt der Mail nicht ein freudiges “Ist da!”, sondern ein frustriertes “Warum geht der denn nicht an?” ist. In einem Telefonat erweist sich mein erster Gedanke (und meine Hoffnung), der Akku sei leer, als Trugschluss: die Ladeanzeige im Akku selbst weist ihn als dreiviertel voll aus.

Der entscheidende Hinweis: “Die Power-LED leuchtet rot!”… das klingt nicht gut, aber irgendwie hatte ich was im Kopf, dass das das Verhalten ist, wenn die Festplatte erschütttert wird und zur Vorsicht das System eingefroren wird. Allerdings ist das bei einem ausgeschalteten System unwahrscheinlich bzw. schwer nachvollziehbar. Eine Suche auf der OQO-Seite bestätigte den Verdacht:

“The illuminated power button turns red when your computer’s active drop detect feature is activated.”

Wie aber soll man das auflösen, wenn das Gerät aus ist? Akku raus und wieder rein brachte nichts, und so stieg der Frustfaktor. Am Ende mein letzter Ratschlag: Akku mal eine Minute draussen lassen und dann nochmal einlegen. Was war die Freude am anderen Ende der Leitung gross, als es endlich funktionierte und das Gerät hochfuhr!

… und was war die Freude an meinem Ende erst gross… :-D Zumindest weiss ich jetzt, warum die Zustellung 5 Tage gedauert hat. Wenn man erst noch ausführlich Fussball mit Paketen spielt, dann mag das sein. Danke!!! :-(


Der Fluch der modernen Technik…

März 17, 2008

Ich bin ein Technikspielkind, keine Frage. Und in meinem Umfeld (und zu dem zähle ich ich Euch anonyme Leser dieses Blogs auch) wundert das niemanden mehr. Und mehr noch: Ich spiele nicht nur mit meinen Gadgets, ich suche ihnen auch praktische Anwendungen.

Zugegeben: Das unterscheidet den ambitionierten Webseiten-Betreiber vom Feld-, Wald- und Wiesen-Kunden. Der kauft sich ein Handy zum Telefonieren. Und nicht als Spielzeug, von dem er nach Stunden feststellt, dass es auch telefonieren kann. Okay, es sei denn, er nimmt ein iPhone… :-D

Gerade geschehen mit dem Haicom HI-601VT. Das ist nämlich ein geniales kleines Stück Technik, aber auch der Alptraum eines jeden Datenschützers, oder besser: Big Brother in Reinform. Man setze es ins Auto, starte es, und kann jederzeit die aktuelle Position abfragen. Für sich alleine genommen ist das nichts neues. Wohl aber die Tatsache, dass man dafür keinen kostenpflichtigen Dienst verwenden muss, sondern es wie zu Zeiten der Akustikkoppler einfach von einem beliebigen Telefon aus anruft und dann über ein Tonsignal die Position kontinuierlich geliefert bekommt, diese mit einem kleinen Empfänger über den Hörer “auffängt”. Der Empfänger wiederum spielt Bluetooth-GPS und sendet die Postion beispielsweise an einen PDA mit einem Mobile Navigator oder TomTom Navigator. Auf dessen Display sieht man dann die jeweils aktuelle Position des Fahrzeugs.

Nun ist meine Frau gestern von Krefeld nach Passau zu ihren Eltern gefahren, und irgendwie fand ich die Idee gut,immer sehen zu können, wo sie gerade ist. Also kurz abgestimmt, dass das Ding im Auto ist, und auch die beste Ehefrau von allen (bEva) fand die Idee gut. Zumindest solange, bis folgender Dialog sich per Handy zu Autotelefon entwickelte: Den Rest des Beitrags lesen »


So ein verf$”§”es Wochenende… :-(

März 9, 2008

Sorry… ich bin ungerne fäkal. Aber was anderes fällt mir echt dazu nicht mehr ein!

Wie der eine oder andere mittlerweile weiss, mache ich ab und an mal aktiv Musik. Ein reines “Studioprojekt” zwar, aber der perfekte Ausgleich für den täglichen Stress und ein wunderbares Ventil für Frust, Emotionen und Kreativität. Leider allerdings sitzt mein “Partner in Crime” in Vechta bei Bremen, und damit liegen 250 Kilometer, die unterschiedlichsten Termine und andere Faktoren zwischen uns. Um so größer ist die Vorfreude, wenn ein Wochenende geplant, fixiert und abgestimmt ist. Meistens klappt alles prima… aber dieses Mal war nicht nur der Wurm, sondern ein ganzer Eimer drin!

Los ging es damit, dass ich am Freitag endlich die Gold-Edition von Avantasias Metal Opera Part I&II bekommen hatte… genau passend für die Fahrt über die stauträchtige A1. Einer der Meilensteine der Kollaborationen von Genregrößen des deutschen Heavy Metal, Hard- und Fantasyrock und einigen europäischen Gästen (Tobias Sammet, Michael Kiske, Kai Hansen, David DeFeis, Andre Matos, Bob Catley, Oliver Hartmann, Sharon Den Adel.

Fehlt eigentlich nur noch die Shouterhure Mietgröhle Honorarröhre err… Jorn Lande halt. Dafür ist der bei der aktuellen Avantasia “Scarecrow” dabei. Und ganz ehrlich: Für mich ist er einer der besten Shouter dieser Zeit… nur so omnipräsent, dass es schon ermüdend ist. Da ist es ja kein Wunder, dass seine Homepage ein halbes Jahr zurück ist… -)

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Der sterbende Schwan, Teil 2

März 8, 2008

Ach je… was habe ich da losgetreten? Ich habe gewagt, meinem Zweifel Ausdruck zu verleihen, dass bestimmte HP-Geräte auf den Markt kommen. Und der Sturm der Entrüstung überzeugt mich nicht: “Expansys UK hat den iPAQ 614 schon lieferbar!”

Expansys? EXPANSYS? Gerade bei Neuigkeiten habe ich kaum eine Bestellung erlebt, bei der dann auch der Liefertermin/Lagerbestand stimmte. Und bitte: UK! Expansys US aka MobilePlanet hat ihn noch gelistet, und in der PreOrder nur die UK-Version (!). Ich habe noch keinen iPAQ erlebt, der nicht in den USA seine Premiere hatte. Macht mich das alleine stutzig? Und dann die Tatsache, dass Expansys nicht, wie sonst üblich, die Geräte ausländischer Töchter auch in Deutschland anbietet?

Ich erinnere mich nur gerne an das Motorola MPx: Natürlich ist es auf den Markt gekommen…. wegen seiner technischen Designmängel in Asia/Pacific. Nicht in den USA, nicht in Europa. Mlal im Ernst: Ich persönlich möchte bei einem Gerät, das so viel Vorschuss-Essiggurken bekommen hat, die Sicherheit der Rückgabe haben… aber ich lasse mich dann gerne positiv überraschen!

/Edit: Schon spannend: Jetzt hat HP Deutschland die 600er-Serie wieder auf der Webseite… lieferbar innerhalb von 14 Tagen.


Der sterbende Schwan: HP und Windows Mobile

März 6, 2008

Man darf eigentlich nicht darüber nachdenken. Vor Urzeiten, ich meine mich zu erinnern, dass es Ende 1999 war, schickte sich eine Firma namens Compaq an, mit dem ersten iPAQ die Welt der mobilen Geräte mit Windows-Betriebssystem zu revolutionieren. Was wurden sie belächelt: Im Babel-gleichen Prozessorwirrwarr rund um SH3- und MIPS-Prozessoren und deren Anforderung an eigene Programmversionen wagte man sich, noch eine Variante, “StrongARM” genannt, auf den Markt zu werfen. Schallendes Gelächter allüberall… auch wenn dies schnell erstarb: Microsoft wählte die Konfiguration des iPAQs (Speicheraufteilung, Flash-ROM, StrongARM-Prozessor) kurzehand zum Standard für folgende Versionen des Betriebssystems und alle anderen mussten sich fügenfolgten willig.

Wer in der Historie stöbern mag: Der älteste Testbericht, den ich auf meiner World of PPC noch finden kann, ist der hier). Hach… was waren das noch Zeiten… Aufbruchstimmung, echte Innovation, Mut, gegen den Strom zu schwimmen.. wöchentlicher Kontakt mit der Hotline und Reklamationen von Hardwareausfällen … :-D

In der Folge etablierte sich Compaq als Vorreiter und Marktführer des noch jungen Pocket PC-Marktes. Geräte wie der iPAQ 5450 (das erste Gerät mit biometrischem Scanner, WLAN und Bluetooth) sind noch heute Meilensteine der Mobilität. Was wenige wissen: HTC, heutiger Quasi-Monopolist für Windows Mobile-Hardware, entstand aus den Entwicklern der ersten iPAQs, die die Zeichen der Zeit erkannten und sich selbständig machten.

Irgendwann dann der Merger mit Hewlett Packard und für den geneigten Fachbetrachter eine klare Aussage: Irgendwie war HP nie so recht gewillt, sich mit dem Thema der “ich bin so klein, doch will ich ein PC sein”-Geräte zu beschäftigen. Auch wenn weitere HP iPAQs den Markt sahen, bis auf den iPAQ hx4700 war der Innovationsfaktor nicht mehr vergleichbar mit Compaq-Zeiten. Da mag zum einen auch daran gelegen haben, dass man sich zusammenrütteln musste, und irgendwie die HP Jornada- und die Compaq iPAQ-Reihe konsolidiert bekommen wollte, auf der anderen Seite war auch die Besetzung eines dedizierten Produktmanagements lange ein Thema. Den Rest des Beitrags lesen »


Verschlüsselung sorgt für Verärgerung…

März 1, 2008

Es gibt Kollegen, die einem persönlich wie fachlich lieb und wert sind, und um so mehr freut man sich, wenn man von solchen Kollegen um Hilfe gebeten wird. Dann zu wollen, aber nicht zu können, ist bitter. Manchmal helfen eben keine kleinen, blauen Pillen… :-D

So auch heute: Der Kollege hatte seinen HTC Touch komplett zurückgesetzt und dabei auf eines nicht geachtet: Die Speicherkarte. Windows Mobile 6 hat einen ganz wunderbaren Mechanismus: Mit internen Funktionen kann eine Speicherkarte verschlüsselt werden, und das Gerätebezogen. Um auszuschliessen, dass der Benutzer seinen Verschlüsselungs-Key sorglos wählt oder vergisst und damit entweder nicht mehr an seine eigenen Daten kommt oder aber jemand anders den Schlüssel erraten kann, generiert sich das Betriebssystem seinen Schlüssel selbst und legt ihn im Gerät ab. Ist die Speicherkarte im selben Gerät, dann authentifiziert es sich automatisch und die Daten können gelesen werden. Wird die Speicherkarte in ein anderes Gerät gelegt, dann hat dieses gesprochen den Schlüssel nicht und kann zwar anzeigen, welche Daten auf der Speicherkarte sind, aber nicht drauf zugreifen (bildlich gesprochen: Es kann in den Keller schauen, aber die Weinflaschen nicht anfassen und öffnen).

Schon die alten Römer kannten die Schwäche einer solchen Lösung: Quis custodit custodes? Hat der Wächter den Schlüssel immer am Schlüsselbund und ist selbst ungeschützt, dann ist der Schlüssel schnell geklaut und der Keller schneller leer, als die erste Flasche Wein… Soll heissen: Ein mobiles Gerät mit verschlüsselter Speicherkarte, das aber selber ohne Zugangsschutz benutzt werden kann, ist ungefähr so sicher wie eines komplett ohne jeden Schutz…

Von den Unbillen dieses Windows Mobile-Grundprinzips mal ganz abgesehen lasse der geneigte Leser sich obigen “Wächter-Schlüssel-Schloss”-Sachverhalt nochmal im Zusammenhang mit einem Hardreset durch den Kopf gehen: Man entlässt quasi den Wächter mit dem Schlüssel… aber was ist dann mit dem Keller? Das Windows Mobile Team Blog kommentiert dies lakonisch: “If the device is reset and internal flash is cleared, the decryption keys are lost. If the keys were preserved, it would be easy to access the storage card of a stolen device by just cold booting the stolen device and clearing its storage, then re-inserting the stolen card.” Oder kurz zusammengefasst: Wenn ein Hardreset durchgeführt wird, dann gehen auch die Schlüssel verloren. Sonst könnte man ein gestohlenes Gerät zurücksetzen (hier wird vorausgesetzt, dass das Gerät selbst einen Zugangsschutz hat) und dann auf die Karte zugreifen. Bildlich gesprochen aber bleibt dem Anwender so nichts anders übrig, als das Schloss auszutauschen, um noch in den Keller zu kommen, denn der Wächter hat den Schlüssel quasi in den Finger implantiert.

Das stell ich mir jetzt besser nicht weiter bildlich vor… :-D In der Summe aber bleibt nur eines: Vor einem Hardreset die Speicherkarte entschlüsseln, dann den Hardreset durchführen und die Karte wieder neu verschlüsseln. Der “neue Wächter” (also das frisch aufgesetzte System) bringt dann gleich Schloss und Schlüssel selbst mit.

Somit zum fachlichen Teil. Nun hatte der Kollege den Hardreset bereits durchgeführt, ohne um die oben bechriebenen Umstände zu wissen… und nun kommt der eigentliche Problemfall: Ein Backup einer lauffähigen Konfiguration des Geräts hatte er auf die Speicherkarte gepackt. Ist ja sicher und verschlüsselt, damit kann keiner was anfangen. Klingelt´s? Richtig: Den Schlüssel des Wächters kopiert und dann unter der Kellertür durch in den Keller geschoben, da isser ja sicher. Aber wie kommt man ohne den Schlüssel für den Keller an den Schlüssel für den Keller im Keller?! :-D

Abgesehen davon: So klein der Windows Mobile-Mikrokosmos sein mag, er entspricht doch immer wieder dem wahren Leben. Haben nicht einige Firmen in den vergangenen Jahren gelernt, dass man sich, wenn man wahllos Mitarbeiter feuert, nicht unbedingt einen Gefallen tut, weil man Dinge, die nur sie konnten, nicht mehr machen kann? Siehste… :-D