So ein verf$”§”es Wochenende… :-(

Sorry… ich bin ungerne fäkal. Aber was anderes fällt mir echt dazu nicht mehr ein!

Wie der eine oder andere mittlerweile weiss, mache ich ab und an mal aktiv Musik. Ein reines “Studioprojekt” zwar, aber der perfekte Ausgleich für den täglichen Stress und ein wunderbares Ventil für Frust, Emotionen und Kreativität. Leider allerdings sitzt mein “Partner in Crime” in Vechta bei Bremen, und damit liegen 250 Kilometer, die unterschiedlichsten Termine und andere Faktoren zwischen uns. Um so größer ist die Vorfreude, wenn ein Wochenende geplant, fixiert und abgestimmt ist. Meistens klappt alles prima… aber dieses Mal war nicht nur der Wurm, sondern ein ganzer Eimer drin!

Los ging es damit, dass ich am Freitag endlich die Gold-Edition von Avantasias Metal Opera Part I&II bekommen hatte… genau passend für die Fahrt über die stauträchtige A1. Einer der Meilensteine der Kollaborationen von Genregrößen des deutschen Heavy Metal, Hard- und Fantasyrock und einigen europäischen Gästen (Tobias Sammet, Michael Kiske, Kai Hansen, David DeFeis, Andre Matos, Bob Catley, Oliver Hartmann, Sharon Den Adel.

Fehlt eigentlich nur noch die Shouterhure Mietgröhle Honorarröhre err… Jorn Lande halt. Dafür ist der bei der aktuellen Avantasia “Scarecrow” dabei. Und ganz ehrlich: Für mich ist er einer der besten Shouter dieser Zeit… nur so omnipräsent, dass es schon ermüdend ist. Da ist es ja kein Wunder, dass seine Homepage ein halbes Jahr zurück ist… -)

Auf dem Weg zum Büro am Freitag schon mit bebenden Fingern die CD eingelegt: “Check CD!” und raus aus dem Wechsler. Macht ja nix dachte ich mir. Die CDs sind glänzend golden, und mit speziellen Oberflächen hat mein CD-Player schon immer Probleme gehabt, dann rip ich sie und pack sie auf den iPOD im Auto. Zuhause, beim Einlegen ins CD-Laufwerk sehe ich dann den Grund, warum sie nicht lesbar war: Die CD hatte einen Riß vom mittleren Ring bis zur Mitte. -(

Kurz vor dem Losfahren, alles Equipment ist abgebaut und verstaut, ruft Klaus an: “Ich bin auf dem Weg zum Arzt… warte mal noch!”. Eine Stunde später die Entwarnung und für mich der Startschuss, mich auf die 250km lange Fahrt von Krefeld nach Vechta zu machen.

Die Fahrt relativ unspektakulär, gegen 20:00 Uhr können wir loslegen. Oder besser: Wir hätten theoretisch loslegen können, nur hat offensichtlich der Gott der Technik was dagegen: Der Studio-PC, seit Wochen sauber und ohne Probleme gelaufen, meint plötzlich, MIDI-Signale um einen Dreivierteltakt verzögert aufzunehmen. Weder Latenzeinstellungen noch ein MIDI-Offset waren die Ursache, und vor allem wurden keinerlei Einstellungen geändert, und so nach einer Stunde Frickeln die Entscheidung: Maschine neu aufsetzen. Gegen Mitternacht dann endlich ein frischer Rechner und - wie erwartet - alle Probleme vom Tisch. Alle? Nicht alle… wie sich noch zeigen sollte.

Manchmal erscheinen mir bei aller Microsoft-Begeisterung Windows und Programme von Fremdherstellern wie eine tote Henne und ein faules Ei: so recht kann man nicht entscheiden, was zuerst die Ursache ist, aber die Wirkung ist unabhängig davon: Es stinkt….

Am Samstag Morgen dann drei Stunden kreativer Prozess: Das erste neue Stück ist konzipiert, die Harmonien stehen, der Text ist fertig, die ersten Gesangsspuren sind aufgenommen, und das aufgenommene Gerüst lässt erahnen, dass das Stück den Aufwand des vergangenen Abends mehr als vergessen machen lässt. Da gehe ich in die Teeküche, um eine Kanne Kaffee aufzusetzen, noch mein InEar-Monitor-System am Gürtel und meine geliebten Etymotic ER6i Kopfhörer eingesteckt.

Diese verd…. Ecke am Tisch kenne ich, aber muss das Kabel daran hängenbleiben? Und muss es sich dann noch verhaken?! Und dann das Kabel noch reissen?!?!??!?!!? Lange Rede, kurzer Sinn: USD 150 für den A…luminiummülleimer. Reicht, oder? Nee, tut´s nicht.

Ich musste ja meinen Koffer aufräumen. Und warum soll ich die originalen Sennheiser-Earplugs drin lassen, wenn ich doch meine ER6i mit habe? Ich hätte heulen können. Ein InEar-System mit EUR 2,95-Kopfhörern ist wie ein iPOD im Aquarium -(-

Man kann alles irgendwie ausgleichen. Alles. Alles? Nein. Ich singe eine zweite Stimme ein, der Lautstärketest ist fein, die Aufnahme startet… und ich klinge wie ein Frosch in der Dose… oder musikalisch korrekt: als wenn ein Flanger auf der Stimme läge. Tut er aber nicht. Weder im Cubase, noch im Edirol, und schon gar nicht auf meinen Stimmbändern.

Macht aber nur die Hälfte, denn: Ich bin ein Fuchs. Oder besser: Ich habe zufällig meinen eigenen Multimediarechner mit, um den mit dem Studiorechner abzugleichen. Also: Cubase drauf, Effekt-Plugins drauf, und zumindest für den weiteren Verlauf des Wochenendes (es ist mittlerweile Samstag, 17:00 Uhr, zu diesem Zeitpunkt sind normalerweise zwei neue Stücke komplett aufgenommen und grund-abgemischt) ist Ruhe.

An diesem Punkt ist uns eines gemein: Wir beide haben die Faxen dick… aber nach dem betriebenen Aufwand wäre es sträflich, jetzt aufzugeben, oder?

Nun hat dieser mein Multimedia-PC eine Vorgeschichte: Ich bin mittlerweile seit Jahren passionierter Notebook-Nutzer, und dieser PC kam vor einem Jahr als Spiele-Maschine, stand aber meist ungenutzt im Büro. Kaum wollte ich ihn nutzen, da war die Festplatte über den Jordan. Ausgetauscht, neben Buchschreiben, Seite pflegen und Forum/Newsgroup betreuen neu installiert… und warum auch immer ist plötzlich das Installationsvolume nicht C:, sondern H:. Das hatte ich am Ende der Installation gemerkt, aber nicht für wichtig erachtet. Was war ich für ein ahnungsloser Tor….

Darf ich nochmal zurück kommen auf die tote Henne und das faule Ei? Genau. GENAU! -(

Alle Plugins (und im aufgenommenen Teil des neuen Stückes waren derer 5, unter anderem die Hammond-Orgel und das Drumkit) erfordern zwingend, dass sie auf Laufwerk C: installiert werden.

Hey! Woher soll ich das nehmen? Häh?! HÄH?!?!? Soll ich´s schnitzen? Backen? Muahahahahaha…. -(

Fazit: 500 Kilometer, 30 Stunden, ein Kopfhörer mit einem Wiederbeschaffungswert von EUR 150,- und zwei frustrierte Menschen, die einfach nur frustriert, genervt und desillusioniert sind. War es ein Fehler, dass sich der Text des neuen Stücks, lange im Vorfeld geschrieben, mit genau “Solchen Tagen” beschäftigte?

Darling would you hold it against me

That I did not stand you in line

But if I declared my true feelings

Would you be mine?

Would you be mine?

Tracks of my tears….

Love is no handshake agreement

Love is a contract in mind

But if my thoughts would meander

What would I find?

What would I find?

Tracks of my tears….

These days

When it´s rather sink than swim

These days

When it s drink to drown

These days

I follow your footsteps

And the tracks of my tears

 

When I dream and I wake up

I think I thought I saw me cry

When there´s salt on my pillow

How could I lie

Don´t ask me why

Tracks of my tears….

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