Verkehrskadetten im Centro

Dezember 31, 2008

Ich gebe zu, dass ich kein erklärter Fan von ausschweifenden Einkaufsbummeln bin… zumal ich genetisch bedingt eher eindimensional bummele. Sprich: Der Elektronikgrossmarkt ist mein Freund, alles andere ist eher Beschwernis auf dem Weg dahin. Aber ich bin ja nicht so: die bEva wollte nun im Urlaub mal bummeln und als guter (harmoniebedürftiger) Ehemann entspreche ich einem solchen Wunsch natürlich. Die Rahmenbedingungen (der Grosse bei der Oma in Recklinghausen) empfahlen das Centro, Wunderwonnentempel des Kommerzes in Oberhausen, als Ziel der Kommerz-Regatta. Vor allem, weil die Parkplätze unbegrenzt und kostenlos sind und damit die Grundstimmung vor dem Einkauf nicht noch zusätzlich angeheizt wird.

Dem entgegen trat kurz nach Fahrtantritt allerdings ein Stein, der meine Scheibe massakrierte… Ein Loch Eurostückgross und mit Rissen allüberall ist ein netter Anblick, von dem kostenlosen Adrenalinstoss beim Einschlag mal ganz abgesehen. Hat mir das die Laune verhagelt? Nö… vor allem, weil ich bei der Reaktion unserer Werkstatt auf die Terminanmeldung zum Scheibentausch fast vor Lachen in die Leitplanke gefahren wäre (und ja: NATÜRLICH wurde das Gespräch mit einer Freisprecheinrichtung geführt: die bEva hat gesprochen, gehört und laut wiedergegeben! :-) ): „Schon wieder? Sie ha´m doch grade erst ´ne neue?!?!?“. „Gerade erst „war nach dem Hagel Mitte des Jahres, aber trotzdem …

Und dann kamen wir am Ziel unserer Reise an: Dem Centro in Oberhausen. Und irgendwie hatten die wohl einen Clown zum Frühstück. Oder besser: einen ganzen Zirkus. „Verkehrskadetten“ titelten sie das Schauspiel, Freiwillige, die mit kleinen, Darth Maul Ehre machenden Laserschwertern unterschiedliche schwenkend und schleudernd den Konsumwilligen in ihren blechernen Schlachtrössern den Stall zeigen wollten. Wir fahren also in Parkhaus 3, der ältere Herr mit seinem Darth Vader-Laserschwert (Hinweis meines grossen Sohnes: „Weil war rot“. Die Klinge… also der Leuchtstab… egal. :-)

Am Ende der ersten Reihe stand dann das genaue Gegenstück: Ein jüngerer Jedi-Padawan, der noch keine leuchtende Klinge (sondern eher einen Schlagstock) schleuderte, als wolle er Hammerwurf praktizieren. Diese Energie war natürlich auch notwendig, denn er sollte uns ja bedeuten, dass wie eine Etage höher sollten.

Dort wiederum gabs dann wieder ein rotes Laserschwert, allerdings gleich zwei davon (Hinweis meines grossen Sohnes: „Das war dann ein Sith… weil Doppelklinge!“ :-) ) Eines davon aber schlenkerte er wie die Rotlichtdienstleisterin das Handtäschchen.

Und so ging es weiter bis in die zweite Etage, in der wir dann parken durften. Normalerweise nervt mich Gedränge und Stau immer, diesmal waren wir noch froher, am Ziel zu sein… denn noch eine Etage mit Gestalten wie diesen hätte unser Zwerchfell nicht ausgehalten. Da war das Geschiebe und Geschubse und Generve im Centro selbst schon fast eine Erholung… :D

Und ja: Ich werde meinem Grossen noch beibringen, dass der korrekte Satzbau wichtig ist. Weil, lesen ja auch andere mit! :-D


Dokumentvorlagen in mac:office

Dezember 26, 2008

Man lernt ja… vor allem, wenn man sich als überzeugter Windows-Benutzer in die Untiefen eines GUI-verschönten Unix-Systems namens Mac OS tummelt. So war ich gerade auf der Suche, wo ich meine Word- und Powerpoint-Vorlagen denn nun ablegen musste… und suchte mir den sprichwörtlichen Wolf. Richtig ist:

/Benutzer/Benutzername/Library/Application Support/Microsoft/Office/Benutzervorlagen/Eigene Vorlagen

Um dann eine Dokumentvorlage zu verwenden, ist nicht Datei -> Neu der richtige Weg, sondern Datei ->Projektkatalog.

Muss man ja nur wissen… :-D


Der erste Blogeintrag mit dem Macbook Air

Dezember 26, 2008

Ich gebe zu, dass ich die Nacht von Heiligabend auf den ersten Feiertag wenig geschlafen habe… das lag aber vor allem daran, dass ich einen Kardinalfehler der letzten Jahre ausschliessen wollte. Heiligabend sind klassischerweise die Kinder mit ihren Geschenken und den daraus resultierenden Hilfestellungen der Eltern dran, und dann kommen die „eigenen“ Geschenke, die ja schon seit Jahren selbst gekauft sind.

Sprich: Am ersten Feiertag morgens fängt man an, mit dem (bei mir fast immer technischen) Geschenk zu spielen… bis man dann Mittags die zweite Verwandtenrunde startet. Und just dann passiert es, dass irgendwas nicht funktioniert. Und man probiert noch ein wenig, verschiebt (gegen die bitterbösen Blicke der bEva) die Abfahrt, am Ende kommt man genervt mit ungelöstem Problem bei der Verwandschaft an.

Diesmal war ich Fuchs: Da das Macbook Air als „Ersatz“ meines IBM Tablet X41 gedacht war, musste es einige Anforderungen erfüllen, die mir als Windows-Experten und Mac-Neuling Kopfschmerzen gemacht hatten, und genau die bin ich, als der Rest im Bett verschwunden war, angegangen:

1.) Zugriff auf die Shares: Vollkommen unproblematisch: Macbook ins WLAN, schon waren alle Shares sichtbar, ohne, dass ich was machen musste.

2.) Konfiguration beider Drucker: Meine beiden Drucker hängen im Netz (ein Officejet 7400 WLAN und ein Laserjet Color 2600n). Auch die waren im Handumdrehen (okay, zweimal beide Hände verknoten) angebunden. Zugegeben, es ist eine Umgewöhnung, aber intuitiv machbar.

3.) Office:mac 2008: Jetzt wird mich jeder Mac-Fetischist schlagen wollen, aber ich brauche nun mal Entourage, um vernünftig an meinen Exchange zu kommen. Und ja, ich weiss, dass das nicht das stabilste ist, sondern ich alle Updates installieren muss. Nun hatte ich die Version schon hier liegen, habe es installiert und upgedated… und da isser, mein Exchange… mit all seinen Daten. Herrlich.

4.) Letzter wichtiger Punkt, auf den vorangegangenen aufbauend: Ich muss von unterwegs per VPN in mein Netzwerk, eben um an den Exchange direkt zu kommen und nicht per Web Access gehen zu müssen. Das allerdings hat mich eine Stunde gekostet, weil die Anleitungen im Netz irgendwie Optionen zeigten, die nicht da waren. Einfacher Weg: Auf das Netzwerk-Symbol, dann „Systemeinstellung Netzwerk öffnen“, dann in der Liste auf das „+“, dann (und hier hakte es) bei Anschluss in der Auswahlliste „VPN“ auswählen, dann in er Auwahlliste des VPN-Typs auf „PPTP“, dann die Server- und Kontodaten eingeben. Das wars… :-)

In der Summe: Nach knappen drei Stunden war mein Macbook Air so eingerichtet, dass ich ohne Probleme damit in Urlaub oder auf eine Tagung gefahren wäre. Und ich bin locker und gelöst in den ersten Weihnachtstag gestartet… die bEva (deren Familie immer Ziel der Weltreise ist) hat´s mir gedankt… :-D

Nach einem weiteren Tag bin ich so glücklich damit, dass ich gerade meinen IBM X41 Tablet ebay übereignet habe. Sagt das alles? :-D


FROHE WEIHNACHTEN!!!

Dezember 24, 2008

… und geniesst die Zeit!


Besinnlichkeit vor Weihnachten, Teil 2

Dezember 23, 2008

Ich bin sowieso kein Freund des grossen Geschenkewahns, auch wenn ich der Kinder zuliebe natürlich daran teilnehme. Nun sind wir gestern wahnwitzigerweise nach Düsseldorf gefahren und haben den voweihnachtlichen Bummel absolviert. Chaos, Gedränge, Geschubse, Genervtheit, all das kennt man ja nun.  Die Diskussion aber, die sich ein paar Meter vor uns zwischen kleiner, vielleicht 5- oder 6-jähriger Enkelin und Oma entsponn, die fand ich mehr als bedenklich:

Oma: „Ja nun, willst Du das jetzt  haben … vom Christkind?!“

Enkelin: „<Grummel><Murmel>“

Oma: „Ja, was jetzt, willst Du das haben … vom Christkind!??!“

Enkelin: „Aber ich hab mir doch schon was gewünscht!“

Oma: „Ja, aber das kriegen wir jetzt nicht mehr, da musst Du Dich jetzt für was anderes entscheiden! Willst Du das jetzt haben … vom Christkind?!???!?!??!“

Enkelin: „Dann kuck ich nochmal!“

Oma (schubst die Enkelin zur nebenhergehenden Mutter und sagt): „Dann geh jetzt mit ihr weiter, ich kauf das jetzt, dann hat sie was zum auspacken!“

Puuuh… Frohe Weihnachten, wenn Schenken nur noch die Erfüllung einer lästigen Pflicht ist…  und man sich nur mit Mühe von der eigenen lästigen Pflicht gefesselt daran erinnert, dass man zumindest formell irgendwie das Cristkind noch einbinden sollte… das hinterhergesetzte „vom Christkind“ war genau so, wie ich es geschrieben habe… :(


Besinnlichkeit vor Weihnachten, Teil 1

Dezember 23, 2008

Puuuh… der Jahresendpurt war (selbstverschuldet) heftig. Mein Tipp: Niemals allen kommunizieren, dass „die letzte Woche vor Weihnachten noch frei“ ist. Die Konsequenz daraus ist, dass man den Kalender eben dieser letzten Woche getrost vergessen kann, denn der sieht mindestens so vollge…propft aus, wie der der Wochen davor.

Konsequenz daraus: das „Runterkommen“ fällt schwer. Ich habe mir die letzten Tage noch Dinge gesucht, die noch offen waren, Artikel fertig geschrieben, Tutorials beendet… aber jetzt soll Schluss sein.

Heute Abend gehe ich mit meinem Grossen erst schön Essen, dann ins Kino, während die bEva die Geschenke einpackt, und dann ist Weihnachten… :-D


Seattle 2009

Dezember 19, 2008

Düsseldorf – Rhein-Ruhr
10:50 Uhr am 28.02.2009

Amsterdam Schiphol
12:05 Uhr am 28.02.2009

 

Flugnummer: 8260 | FOKKER | Economy

Amsterdam Schiphol
13:15 Uhr am 28.02.2009

Seattle, Takoma Int.
14:30 Uhr am 28.02.2009

 

Flugnummer: 33 | AIRBUS 330-200 | Economy

 

Seattle, Takoma Int.
12:45 Uhr am 05.03.2009

Amsterdam Schiphol
07:40 Uhr am 06.03.2009

 

Flugnummer: 34 | AIRBUS 330-200 | Economy

Amsterdam Schiphol
09:20 Uhr am 06.03.200

Düsseldorf – Rhein-Ruhr
10:15 Uhr am 06.03.2009

 

 

:-D


Datenschutzpointe

Dezember 18, 2008

Es ist schwierig… Datenschutz ist wichtig, das weiss seit Telekom und LBB jeder. Und das unterstützt man ja gerne. Vor allem, wenn man es ohne Einschränkungen kann! Gerade in einem Gespräch zwischen einem Datenschutzbeauftragten und einem Entwickler eines befreundeten Unternehmens belauscht:

DSB: „Wir müssen den Namen der Kunden anonymisieren. Einfacher Weg: Alle Kunden heissen Peter Petersen miteiner laufenden Nummer hintendran.“

Entwickler: „Hmmh… können wir nicht die Buchstaben umordnen?“

DSB: „?!?! Warum das? Dann kannste doch den Namen nicht mehr sinnvoll lesen? Geht doch darum, dass Du über einen Testkunden und das Systemverhalten reden kannst?“

Entwickler: „Kann ich dann ja wieder zurückordnen!“

Aaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaargh… :-D


Sorry, 1&1… das war nix!

Dezember 17, 2008

Es tut mir ja sooooo leid… da ruft mich der 1&1 Kundenservice an, um mich als „langjährigen, guten Hosting-Kunden“ zu lobhudeln. Und ich hab´s nicht gewürdigt. Das Gespräch in Rohform:

1&1: „Herr Erle, sie sind ja schon lange bei uns Kunde der Hosting-Produkte….“

Ich: „… wenn ich unterbrechen darf: nicht mehr lange.“

1&1: „[Pause] Emm… warum?“

Ich: „Weil ich seit Monaten darauf warte, dass Sie bei meinem Microsoft-Hostingpaket endlich auf .net 3.5 umstellen… nicht mal das letzte Patch für .net 2 ist eingespielt.“

1&1: „Da kann ich jetzt nichts zu sagen!“

Ich: „<Ach wirklich. Wundert mich nicht. zu dem Thema habe ich noch nie eine Aussage bekommen.> Dann geben Sie´s einfach mal weiter. Aber sorry, Sie wollten mir was Gutes tun, sonst hätten Sie nicht angerufen?“

1&1: „Ja, Ihnen als treuem Hosting-Kunden wollten wir einen Monat kostenlos unsere Hosted Exchange-Lösung …“

Ich: „… wenn ich unterbrechen darf: Ich habe einen eigenen Exchange-Server im Keller!“

1&1: „[Pause] Emm… dann einen schönen Abend!“

Irgendwie tat er mir leid… :-D


Unterschiedliche Massstäbe: iPhone und Windows Mobile

Dezember 17, 2008

In mir gärt es schon ein wenig länger… und der Chat vor einigen Tagen war nur ein Tropfen auf dem heissen Stein:

Wie kann es eigentlich sein, dass der Markt so unterschiedliche Masstäbe an mobile Geräte ansetzt? Es gibt schier endlose Listen an Kritik an Features, die das iPhone einfach nicht liefert: Von der Akkulaufzeit, den fehlenden Benachrichtigungen über Nachrichten und Anrufe in der „Titelleiste“ über freie Vergabe von Klingeltönen,  das fehlende A2DP-Profil oder das GPS, für das es keine echte Navigationsanwendung gibt.

Ich gebe gerne zu, dass der Coolness-Faktor des kleinen Schwarzen mit dem Apfel hintendrauf nicht wegzureden ist, die Oberfläche zum Erscheinungszeitpunkt ohne echte Entsprechung auf anderen Plattformen war. Nur: Mittlerweile sind wir auch bei Windows Mobile einen Riesenschritt vorangekommen und haben dank TouchFLO 3D, Glider, Spb Shell und anderen Alternativen, die die Fingerbedienbarkeit sicherstellen, gut aussehen und diverse  Funktionen konsolidiert zugreifbar machen.

Funktional, und da sind selbst iPhone-Fans schnell mit konkreten Beispielen ausgekontert, ist Windows Mobile schon out of the box überlegen, noch dazu einfacher und vielfältiger erweiterbar.  Diese Mängel aber, und da wird´s für mich arg unlogisch, diskutiert man weg:

Akkulaufzeit? „Hält bei mir über den Tag, das reicht doch“. Standardkommentar zu Windows Mobile: „Das hält maximal zwei Tage, das ist doch Mist. Mein <setze ein beliebiges Nokia, Sony Ericsson, ..> hält eine Woche!“

Benachrichtigungen: „Naja, kann man doch wunderbar customizen. Da lädt man sich ein Thema runter und spielt ein wenig an den XMLs rum!“  Standardkommentar zu Windows Mobile: „Ich will doch nicht noch an den Eingeweiden des Systems rumspielen, das Gerät soll die wichtigen Features sofort haben!“

A2DP: „Das entwickelt schon noch jemand. Und abgesehen davon: Ich hab meinen Kopfhörer eh´immer dabei.“ Standardkommentar zu Windows Mobile: „Warum haben Geräte Bluetooth für ein Headset, aber kein A2DP? Da hat man wieder am falschen Ende gespart!“ (wobei mittlerweile kein neues Gerät mehr ohne A2DP auf den Markt kommt).

Navigation: „Ist doch Google Maps drauf, da sehe ich wo ich bin. Für echte Navigation habe ich ein Navi.“ Standardkommentar zu Windows Mobile: „HTC legt mittlerweile nicht mal mehr ein Navi dabei!“ (richtig, kann man aber zumindest kaufen).

So könnte man noch viele weitere Beispiele bringen.  Viele dieser Themen liegen gar nicht mal am iPhone als Hardwareplattform, sondern am restriktiven Umganz von Apple mit der Plattform und der vermeintlichen Gefahr, die durch deren Öffnung ausgeht.  A2DP? Da könnte man ja quasi DRM-geschützte Stücke „auslesen“. Navigation? Hier kann ich nur mutmassen, warum TomTom nach vollmundiger Ankündigung einer eigenen Navigator-Version für das iPhone nichts mehr davon wissen will… und so weiter, und so fort.

Ich bin beileibe kein kritikloser Anwender von Windows Mobile, aber wir schwillt der sprichwörtliche Kamm, wenn ich diese Ungleichbehandlung sehe: Apple darf sich alles leisten, und es wird als „nicht so schlimm“ erachtet, bei Microsoft wird jeder noch so kleine Mangel zum plattformtypischen Problem hochgeredet… wobei dabei gerne vergessen wird, dass Microsoft nur das Basis-System liefert, die OEMs/Carrier dann die Anpassungen auf die Geräte und die Brandings vornehmen, aAplikationen hinzufügen oder sperren etc.