Eine Woche Windows 7

Januar 17, 2009

Knapp eine Woche läuft Windows 7 im Beta-Build 7000 nun in einer virtuellen Maschine auf meinem MBA… und ich bin immer noch unentschlossen. Funktional sind einige Dinge, die ich wiklich sinnvoll finde: Die kontextsensitiven Menüs, die zu jedem Element bei Drücken der rechten Maustaste alle wichtigen Verknüpfungen und Aktionen angezeigt, auch die an die Macintosh-Dock angelehnte Tastleite unten ist knuffig.

Leider  – und das macht es im Zusammenhang mit der Tatsache, dass Windows 7 in einem Fenster in einer virtuellen Maschine unter Mac OS läuft – ist die daraus reultierende technische Restriktion ein Problem: Parallels stellt nur den Grafikspeicher natürlich nur als Shared Memory zur Verfügung, und damit sind die ganzen grafischen Effekte (auch unter W7 Aero genannt)  nicht verfügbar, so z.B. die semitransparenten Titelleisten oder das neue Durchsichtigwerden des Desktops.

Das geht ein wenig auf den Gesamteindruck, stückweise sieht es aus wie Windows 2000… :-D

In der Summe aber macht die Stabilität der Beta Hoffnung auf die Release-Version, und auch wenn der Unterschied in der GUI bei weitem nicht so gross ist wie zwischen XP und Vista, der Kommentar „Vista Things done right“ klingt schon mal gut und dürfte auch die letzten Vista-Zweifler motivieren, endlich XP Geschichte werden zu lassen.


Das grösste Kompliment für einen PDA…

Januar 17, 2009

… ist es doch, wenn an ihn sich gleich zweimal kauft, oder?

Nachdem ich der Meinung war, auf meinen Touch HD verzichten zu können, hatte ich ihn dem grossen Auktionshaus übereignet, mit erfreulich wenig Verlust zum Anschaffungspreis. Und schon nach wenigen Tagen machte sich ein seufzendes Sehnen, ein schuchzendes Verlangen in mir breit… so schön und spannend mein X1 und mein Voice Messenger auch sind.

Was soll ich sagen? Seit heute hab ich wieder einen. Und ich akzeptiere demütig jedwede Schmähung… :-D


Der Vorteil an Stresstagen…

Januar 14, 2009

… ist die Freude, dann das Glas Wein in der Hand und die Pizza im Zulauf zu haben und endlich die Beine hochzulegen. Yiiiiiehaa! :-D

Eigentliches Highlight des Tages aber: Der Moment, als eine von mir sehr geschätzte Kollegin in einem Meeting die heruntergefallenen Unterlagen gebückt aufhob und dabei (wohl eher unabsichtlich) auf Schritthöhe des daneben sitzenden Kollegen kniete… und ein Kollege sagte „Monika kniet vor den Männern…“ Mir rutschte dann nur heraus „Sag mal, hiess die Lewinsky nicht auch Monika?!“

Kurze Stille… dann prustendes Gelächter. :-D

Ja. Hätte ich gedacht, dann wäre mir der Begriff AGG auch in den Sinn gekommen. Ich kann als Rechtfertigung vorbringen, dass unser Umgangston grundsätzlich locker ist und wir nächste Woche Essen gehen… Vergeben? ;-)


Die Auswirkungen einer Tasse Kaffee

Januar 13, 2009

Ich habe es immer und immer wieder während meiner Lehrtätigkeit jedem, aber auch jedem Teilnehmer eingebläut: Getränke und Nahrungsmittel haben nichts an einem PC-Arbeitsplatz zu suchen. Viel zu schnell kippt man eine Cola um und schon ist die Flüssigkeit in der Tastatur oder gar im Rechner. Der Schaden ist kaum abzusehen. Und natürlich halte ich mich selbst als gutes Vorbild daran, ist doch klar, oder?!

Die folgende Geschichte kann also nur rein hypothetisch stattgefunden haben! :-(

Ich mache mir gerade eine Tasse Kaffee (Senseo, weil eine aufgebrühte Kanne sich nicht lohnt, der Kantinenkaffee wie ausgekochte Socken schmeckt und die Anschaffung eines Vollautomaten für´s Büro vielleicht ein wenig übertrieben ist) und stelle sie neben mich. Drehe mich kurz um, um den das Büro verlassenden Kollegen zu verabschieden und stoße dabei natürlich eben jene Tasse um. Die wiederum immer noch voll war (bin ja auch noch nicht dazu gekommen, auch nur einen Schluck zu trinken…) bzw. es natürlich danach nicht mehr war.
Nun will es Murphy, dass die Flussrichtung eines auslaufenden Getränks umgekehrt proportional zu auf dem Schreibtisch ungenutzten Bereichen ist. Oder besser: mein Handy (gerade ein nagelneuer HP iPAQ Voice Messenger)und mein Notebook (ein IBM Thinkpad T60) lagen exakt im Flussbett des Rio Mocca. Letzteres war mir gelinde gesagt eher nachgelagert wichtig, das Telefon aber schon…. Schnell mit Taschentüchern sauber gewischt, Akkuklappe ab, Akku raus, trocken gelegt. So schnell, dass gottseidank nicht viel an Flüssigkeit hineingelangen konnte.

Dann ein Paket Taschentücher erst einmal neben und unter das Notebook gelegt und gewischt, um die Flüssigkeit weg zu bekommen (wie kann es sein, dass aus einer normalen Kaffeetasse ein Liter Flüssigkeit kommen kann?!). Just in diesem Moment geht das Notebook aus… nicht in den Hibernate- oder Standby-Modus, sondern AUS. Was vom Grundsatz her nicht so schlimm wäre, ich hätte auch lieber das Grauen nicht gesehen und abgeschaltet, allerdings blieben alle Versuche am Einschalter erfolglos. Kurz das Notebook aus der Dockingstation entnommen floss schon braune Flüssigkeit unten heraus. Autsch.

Kollateralschäden zur Kenntnis genommen, Gerät erst einmal trockengelegt und wieder den wichtigen Dingen des Lebens zugewendet: Einbuchen des Handys. PIN blind getippt. PIN falsch. PIN noch mal getippt mit noch feuchter Tastatur. Abgerutscht. PIN falsch. Egal. Anderes Telefon klingelt. PIN getippt. PIN falsch. Karte gesperrt. WTF?!?!!?!?

Nun sass ich da, ich armer Thor (*) und malte mir aus, dass ohne Zugriff auf meinen damaligen PIN-Brief auch keine PUK und damit keine Freischaltung der Karte möglich wäre, ich also nicht an meine Mails käme… Der Weg über den PC war dank Notebook-Notstand auch irgendwie ein wenig versperrt. Scheisstag. Unangenehm.

Manche Dinge aber lösen sich ganz einfach. Abwarten und Kaffee Tee trinken. Vodafone anrufen und sich telefonisch die PUK mitteilen lassen, die Karte entsperren und dann frohgemut das Notebook einschalten. Was problemlos hochfährt.

Geschätzter Schaden der Aktion: Ein Paket Taschentücher, eine Tasse Kaffee und eine halbe Stunde. Geht doch….

Wie gesagt: Kann ja nur hypothetisch so gelaufen sein, ich würde ja niiiiiiieeeeeeee Kaffeetassen umwerfen. Allerdings war die bEva not amused, ein aus Kaffeeflecken bestehendes Hemd übergeben zu bekommen… :-)

(*) Jawohl. Ich weiss, dass der Narr mit ohne „h“ geschrieben wird. Den meinte ich aber nicht. Mir war in dem Moment danach, einen Hammer zu nehmen und alle in der Nähe befindlichen Geräte zu traktieren. Ging aber nicht. Ich hatte keinen. Hammer, natürlich. Und wenn jetzt irgendein Schlaumeier sich bemüssigt sieht zu sagen „Hammer? Wieso Hammer? War doch ein Donnerpfeil!“, dann konsultiere er die Wiki. Manno! :-D


Geiz ist doch nicht so geil…

Januar 13, 2009

… scheint mir bei der gerade angekommenen Mail von Amazon. Auszug:

“ Amazon.de hat sich dazu entschlossen, die Tiefpreis-Garantie für Media-Produkte nicht weiter anzubieten. [...] Zu den Media-Produkten gehören Artikel der Produktkategorien DVD, Blu-ray, Musik, PC- und Video-Games sowie Hörbücher. [...] Die Tiefpreis-Garantie für Media-Produkte wurde im Jahr 2004 eingeführt – zu einer Zeit, in der Preisvergleiche online noch schwierig waren. Da das Internet im Bereich Media heutzutage eine große Transparenz bietet, ist eine Tiefpreis-Garantie für Media-Produkte nicht mehr notwendig.“

Das verwundert nicht… hat Amazon doch in den vergangenen Monaten jeden Preisangriff von Saturn und Media nicht nur mitgemacht, sondern die Preise teilweise gar noch unterboten. Schade eigentlich… :-)


Gaza

Januar 12, 2009

Ich hatte schon mehrere Mails „ignoriert“, deren Absender sich über meine Zurückhaltung zum Thema Gaza-Konflikt wunderten. Zum einen ist dies kein politisches Blog, dann hat das Thema eine solche Vielzahl von Facetten, dass man es kaum sinnbringend kommentieren kann, ohne einer Seite Unrecht zu tun bzw. in eine Schublade gesteckt zu werden. Punkt.

Allerdings ist mir heute abend während der Tagesschau doch die Galle hochgekommen:  Man mag sich auf den Standpunkt stellen, dass der israelische Einmarsch „Berechtigung hat“ (wohl bemerkt: man mag!). Diese Sichtweise sollte man bei einem Land voraussetzen, das seine Soldaten in einen Krieg schickt.

Höre ich dann aber, dass Livni, Olmert und Barak ganz offen über persönliche Gründe sprechen, warum man den Krieg beenden oder eben nicht beenden solle, wenn ich lese, dass Tzipi Livni, die Aussenministerin Israels mit Ambitionen auf den Regierungssitz, auf der Welle der Begeisterung des israelischen Volkes für den Krieg mitschwimmt, und jetzt gar nicht mehr anders kann, weil ein Waffenstillstand als Sieg der Gegenseite verkauft werden könnte und ihre Wahlchancen damit sänken, und wenn ich dann höre, dass der wahrscheinlichste Termin für ein Ende der Kampfhandlungen der 18. Januar ist (zwei Tage vor der Amtseinführung Obamas in den USA, weil man „den Anfang der Beziehungen zu dem neuen Demokraten im Weißen Haus [...] in Israel nicht durch einen Krieg belastet sehen“ will (Quelle), dann empfinde ich das als hochgradig menschenverachtend und zynisch. Punkt.


Vom Anspruch und der Wirklichkeit, oder: Wer bin ich eigentlich?

Januar 11, 2009

Um es vorweg zu nehmen: Das ist weder ein Angriff auf den Betreffenden, noch werde ich weitere Details rauslassen. Das Ganze ist nur symptomatisch für das Anspruchsdenken, das einige Namenlose entwickeln… alleine auf der Basis, dass ich unentgeldlich eine Plattform für mobile Geräte betreibe und versuche, fremder Leute Probleme zu lösen.

Los ging es mit einer Mail, in der folgender bedeutungsschwangere Satz erschien:

Du windest Dich nur und hast keine Antwort auf die Frage, wieso
es mit vorherigen Versionen Sekunden ging und nun mit 4.5 Stunden dauert.

Was ist geschehen?

Im Forum hatte ich eine Anfrage, dass bei einem Anwender die Synchronisation von einigen tausend Terminen mit einem älteren PDA und einer älteren ActiveSync-Version relativ schnell ging, mit einem neueren PDA und ActiveSync 4.5 extrem lange dauert. Nun ist das ein „Standardproblem“, und auch wenn Ferndiagnosen immer schwer ist, darum meine erste Antwort:

Zur „Einleitung“ eine kurze Frage: Welche Firewall nutzt Du?
Von AS 4.x auf 4.5 ist der Unterschied, dass die Kommunikation auf TCP/IP umgestellt worden ist. Probleme mit dem Connect bzw. mit der Geschwindigkeit liegen oft an der Firewall… Schreib mal welche, dann sehen wir weiter!

Die Antwort war, dass er die Firewall schon abgeschaltet hätte, das hätte nichts genutzt und er wäre von Windows Mobile total enttäuscht. Okay… kann ich irgendwo verstehen, auch wenn nicht „Windows Mobile“ pauschal das Problem ist, sondern immer eine Kombination von Hardware, Betriebssystem, Programmen und deren Einstellungen und dem mobilen Gerät. Nichts desto Trotz aber ist vollkommen egal, woran es liegt, denn ein Problem in der Synchronisation schränkt die Nutzung eines mobilen Geräts signifikant ein… keine Frage.

Über mehr als drei Wochen habe ich weitere Lösungsansätze angeboten (Löschen der temporären Dateien, Grundlagen der Synchronisation etc.), zu einer Lösung sind wir nicht gekommen. Das kann nun mal passieren, zumal ich eben das gesamte System nur aus Beschreibungen beurteilen kann.

Gestern also diese Mail, plus einige weitere Schmankerl, die sich auch meine „Verantwortung als Administrator des Forums“ bezogen, kurz: Ich habe gefälligst das Problem zu lösen.  Hallo? Zusammengefasst habe ich gute zwei Stunden auf die Problemlösung verwendet, und das konstruktiv und freundlich. Ich bin der letzte, der nicht eingesteht, dass er bei der siebzehnten Frage zum selben Thema nicht ein wenig unwirsch wird (die Suchfunktion ist durchaus funktional und hilfreich, aber natürlich erfordert sie strukturiertes Formulieren des Problems in den Suchbegriffen, und das ist natürlich mehr Aufwand, als einen neuen Thread einzustellen), aber gerade in diesem Fall war das weder der Fall noch ist es aus dem Thread herauszulesen.

Was denken sich manche Leute eigentlich?! Bin ich Allgemeingut? Techniksklave? Der letzte Depp?! Wer mich in den Newsgroups, per Mail oder im Forum mit einem Problem kontaktiert (und da gibt es unzählige Beispiele), der kann bestätigen, dasss ich schnell und problemorientiert antworte… und das nicht nur einmal. Selbst wenn man sich meine Telefonnummer raussucht und mich zuhause anruft (was ich – ganz offen – für ein wenig übertrieben halte… irgendwo hört auch die öffentliche Ansprechbarkeit auf und fängt die Privatsphäre an), dann versuche ich immer noch zu helfen.

Genau da aber, wo das Verhältnis „Nach Hilfe fragen – Hilfe annehmen“ in die Richtung „Fordern“ kippt, werde ich unwillig. Ist das nicht verständlich?

Das Sahnehäubchen aber kam heute Nacht: nachdem ich mehrfach auf die Mail und die folgenden Erweiterungen geantwortet hatte, kam folgendes:

Hallo Andreas,
sorry, ich habe mein Problem tatsächlich durch
abschalten der Windows Firewall gelöst. Nun geht
es ganz normal, wie ich das erwartet hätte. Weil
ich vorher Beiträge von Usern fand, bei denen
dass nix nutzte, verwarf ich das gleich wieder.

Ohne Worte… :-(


Erster Post unter Windows 7

Januar 10, 2009

Während Villa Wenz noch lädt, wird in Villa Erle schon gesurft… :-D

Soderle, nach einigen Problemen bin ich jetzt online unter Windows 7.  Für alle Parallels-Mitleidenden: Es geht! Ladet Euch in jedem Fall den aktuellen Build von Parallels 4.0 (3810)  herunter. Mit anderen Versionen von Parallels hängt die Installation sich auf. Nach durchgeführter Installation auf jeden Fall die Parallels Tools installieren, vorher sind Soundkarte und Netzwerkkarte (bzw. deren durchgerouteten virtuellen Entsprechungen) nicht verfügbar.

Dann manuell die Auflösung einstellen, und das war´s… :-)


Wenn gute zwei Wochen…

Januar 10, 2009

D- und E-Promis und Promi-Wannabes nölig heulend durch Kakerlaken, Fischschleim und Mehlwürmer schwimmen, wenn eine rosa Schnullikugel mit seiner Missie treffend spitze Kommentare wechselt, wenn Doktor Boooooooooooooooob die fernsehtauglich gefährlichen aufgepimpten Raubtiere erklärt, wenn die sangesschwangere Quotentranse schon vor der ersten Dschungelprüfung die Fassung verliert, dann kann das nur eines bedeuten: Das RTL-Dschungelcamp geht in eine neue Runde!

Ob nun TV-Trash oder nicht, alleine wegen Dirk Bach und Sonja Zietlow, den Beavis und Butthead von RTL, lohnt sich ein Blick hinein.

Hach… jetzt müsste nur noch DSDS wieder losgehen, und mein amöbengleicher Fernsehverstand würde frohlocken. Ach… am 21.01.2009 ist das ja auch wieder so weit… :-D


Keynote der CES

Januar 9, 2009

15 lange Jahre lang hat Bill Gates die Keynote der CES, der weltweit grössten Elektronikmesse, gehalten. Dieses Jahr das erste Mal Steve Ballmer. Ich habe beide im direkten Vergleich gesehen, und Steve ist definitiv der grössere Entertainer. Alleine seine beiden Einstiegslästereien über die zeitgleich in Las Vegas stattfindende Pornomesse (oder war´s doch die Macworld… :-D ) („Bill hat mir gesagt, es sind zwei Messen, geh bloss zur richtigen!!!“) und Yahoo („Jerry Yang fragt dauernd nach, warum ich seine Facebook-Anfragen ignoriere“, Seitenhieb auf den entmachteten Yahoo-CEO, der damals das Übernahmeangebot von Microsoft ignoriert hatte) waren den Blick schon wert.

Leider allerdings hat sich für Windows Mobile nicht wirklich viel aus der Keynote ablesen lassen: Viel rund um die Errungenschaften von 2008 und die Planungen für Windows 7 in diesem Jahr, aber ausser der Erwähnung des neuen Pocket Internet Explorers, der bald auf allen mobilen Geräten vorinstalliert sein soll, gab es nicht wirklich Neues.

Naja… Im Stillen Grosses bewirken, das war schon immer die Maxime unserer Helden… in diesem Sinne warten wir ab…