Windows 7 per USB-Stick installieren

Oktober 28, 2009

Da steht man nun schnell da und freut sich, dass das Netbook auf Grund der deutlich optimierten Windows 7-Systemanforderungen leicht updatebar sein sollte… und dann hat man kein CD- bzw. DVD-Laufwerk zur Verfügung. Kein Problem… über einen USB-Stick geht es eh viel schneller… :-D

Wer ein ISO-Image (beispielsweise aus einem MSDN-Abo) hat, der muss vorher noch einen kleinen Zwischenschritt einlegen, denn das Image nützt im ersten Schritt noch nichts. Um an die Dateien im Image zu kommen, einfach 7-Zip herunterladen, das Programm entpackt alle Dateien des ISOs in ein Verzeichnis. Nachdem der USB-Stick eingesteckt und erkannt wurde, sind folgende Schritte durchzuführen:

1.) Aus der Konsole (Start-> Ausführen oder Start, Programme, Zubehör, Eingabeaufforderung) diskpart starten (diskpart eingeben, dann Eingabetaste drücken). Diskpart ist ein kleines, konsolenbasiertes Utility, was bei Windows XP und Vista automatisch mit an Bord ist.

2.) List Disk eintippen, Eingabetaste. Dies bringt eine Liste der Laufwerke auf den Bildschirm. Nummer des USB-Sticks (<usb>) merken.

3.) Select disk <usb> eintippen, Eingabetaste (<usb> ist die Nummer des USB-Sticks aus Schritt 2).

4.) clean eintippen, Eingabetaste, damit wird der Stick gelöscht.

5.) create partition primary eintippen, Eingabetaste, damit wird eine primäre Partition auf dem Stick angelegt.

6.) active eintippen, Eingabetaste, damit wird diese Partition aktiviert.

7. ) format fs=fat32 quick eintippen, Eingabetaste, dies führt eine Formatierung der Partition durch.

8. ) assign eintippen, Eingabetaste, damit bekommt der Stick einen Laufwerksbuchstaben.

Kopiert man jetzt alle Dateien des Windows 7-Datenträgers (bzw. der extrahierten Dateien aus dem ISO-Image) auf den USB-Stick und startet die Installation davon, dann ist Windows 7 im Handumdrehen auch von einem USB-Stick installiert. Bei meinem Sony Vaio P11Z waren es knappe 20 Minuten (bei einem Clean Install, ein Update dauert signifikant länger).


A Mobile World: Musikalischer Blick auf Windows Mobile 6.5

Oktober 25, 2009

Ich hab die Nase voll von der teilweise vollkommen unreflektierten Kritik, die Windows Mobile abbekommt. Natürlich hat es Schwächen, wie jede andere Plattform auch. Und darum habe ich das Ganze einmal thematisiert… Viel Spass… :-D


Windows Mobile 6.5: Langsamer Start

Oktober 22, 2009

Zwei Wochen Windows Mobile 6.5, und nach den ersten Tagen, in denen sich die News überschlugen und dem geplagten Rezensenten kaum Atem liessen, ist momentan die Luft ein wenig raus. Woran liegt das?

Microsoft hat eine Menge Aufwand getrieben, um der Welt klarzumachen, dass es eine neue Version von Windows Mobile gibt, neue Services wie My Phone und den Windows Marketplace for Mobile eingeführt, Hersteller wie HTC und Toshiba haben Updates für ältere Geräte angekündigt, mit dem HTC Touch2 und dem Samsung Omnia II sind neue Geräte auf den Markt gekommen, all das innerhalb der ersten Woche.

Und dann, so schien es,  geschah nichts mehr.  HTC hat Updates für den HTC Snap (also das am wenigsten relevante der drei angekündigten Geräte) herausgebracht, Touch Diamond 2 und Touch Pro2 warten immer noch auf ihre Updates. Hier scheint es, dass HTC diesmal die Carrier bevorzugt: sowohl vodafone als auch T-Mobile haben bereits für deren Version des Touch Pro2, vodafone auch schon für deren Version des Diamond2 Updates bereitgestellt (die ja nun auch von HTC selbst kommen). Der HTC-Direktkunde (der meist deutlich mehr für sein Gerät bezahlt hat, weil er keine Netzbetreiber-Subvention kassiert hat) schaut momentan noch dumm aus der Wäsche.

Neue Geräte (wie der HTC Touch HD2) sind am Horizont, aber eben auch noch nicht in Sichtweite, und so bleibt nichts weiter als Warten auf die Dinge, die da in den kommenden Wochen noch kommen mögen. Und ich hasse Warten… :-)


Test des Palm Pre

Oktober 21, 2009

Auch wenn ich mittlerweile arg angesickt bin, wenn es um einen bestimmten O2-Shop in Krefeld geht (mehr dazu später), so habe ich doch eine gewisse Begeisterung für den Palm Pre als Gerät aufgebaut, seitdem ich ihn Anfang vergangener Woche bekommen habe. Zeit genug also, einen ausführlichen Test zu veröffentlichen. Bitteschööööön:-)


Pawlow lässt grüssen

Oktober 19, 2009

Kleine Episode aus dem Urlaub: Der Große sicher verwahrt bei den Großeltern in Passau, der Kleine auf dem Weg mit mir zu seinen anderen Großeltern in Recklinghausen. „Früh am Morgen“, sprich um 09:30. Papa denkt sich „Ein Kaffee während der Fahrt kann nicht schaden“ und macht sich einen Thermobecher fertig. Folgender Dialog beim Verlassen des Hauses:

„Papa? Nicht ins Büro fahren!“

„?!?“

„Du hast einen Kaffee in der Hand…!

(… wie jeden Morgen, wenn ich aus dem Haus gehe…). Herrlich! :-D


Palm Pre und Exchange zum Laufen bekommen

Oktober 13, 2009

Wer dieses Blog schon eine Zeit liest, der kennt meine grundsätzlichen Probleme rund um „mal eben“. Wann immer ich in engem Zeitkorsett entscheide, dass ich irgendetwas „mal eben“ machen kann, geht es in die Hose. So auch heute.

Vollkommen unvorbereitet betrete ich einen O2-Shop, sehe ein Ausstellungsstück des Palm Pre, nehme es in die Hand… und bin wider meiner Vorsätze gebannt. Wahrscheinlich hätte ich mich ja noch beherrscht, aber nachdem der Shopinhaber meinte „Kann ich erst ab morgen verkaufen“ (zeigt auf das O2-Werbeplakat mit dem Aufdruck „Ab 13.10.2009 exklusiv bei O2″) war mein Jagdtrieb geweckt. 5 Minuten später waren wird uns mit „Bar zahlen, Rechnung schick ich nach, dann kann ich ihn erst morgen buchen“ einig… :-)

Das „male eben“ war dann der Versuch der Einrichtung des Exchange-Zugangs. WebOS ist … sagen wir mal … gewöhnungsbedürftig, egal, ob man vorher ein Windows Mobile-Gerät, ein iPhone oder eine Symbian-Telefonzelle hatte. Grundsätzlich war das Postfach schnell eingerichtet, grundsätzlich der Frustfaktor aber auch schnell hoch: „Das Zertifikat ist ungültig oder Datum und Uhrzeit stimmen nicht“ war die Meldung des Tages… und auch nach einer Stunde Wühlen durch die englischen Foren der Mitleidenden in den USA (die seit einigen Monaten bereits in den Genuß des Palm Pre kommen) war mir klar, dass es am Zertifikat liegt, was bei meinem Server ein selbst generiertes ist. Nach einigem weiteren Suchen und Ausprobieren hier meine Lösung, um den Exchange ActiveSync (EAS) zum Laufen zu bekommen:

1.) Bereitstellen des Root-Zertifikats
Der Pre besteht darauf, das Root-Zertifikat des Servers (und nicht des Exchange) zu haben. Gut gelaufen, wenn der Admin direkt das Root-Zertifikat exportiert hat (das dann natürlich auch für den Exchange gilt), schlecht, wenn nicht. Hier ist ggf. eine Abstimmung mit dem Serveradministrator von Nöten, der das Zertifikt als Datei erstellen muss.

2.) OWA funktioniert nicht zur Zertifikatsinstallation
Klassischer, aber (zumindest bei mir) wenig hilfreicher Tipp: Den Server im Outlook Web Access (OWA) ansurfen und dort das Zertifikat bei der Zertifikatswarnung akzeptieren. OWA funktioniert, EAS aber immer noch nicht.

3.) Mailen des Zertifikats
Hat man einmal das Zertifikat (in Form einer Datei der Endung „.cer“), dann muss es auf den Pre gelangen. Auch hier wieder ein für mich erfolgloser, aber oft gelesener Weg: In das Hauptverzeichnis des Wechseldatenträgers (aka Speicher des Pre) legen und neu starten.

Der funktionierende Weg ist gar noch einfacher: Einfach eine Mail mit der Zertifikatsdatei als Anhang senden, am besten an ein Freemail-Postfach (bei mir Yahoo), denn der Exchange bzw. OWA verweigert eine solche Datei als „unsichere Anlage“. Ist aber das Freemail-Postfach auf dem Pre konfiguriert, dann kann es abgerufen werden, dann der Anhang geöffnet werden. Es öffnet sich automatisch der Zertfikatsmanager des Pre, dort das Zertifikat akzeptieren, einmal neu starten, EAS neu einrichten und freuen… :-D


Windows Mobile 6.5 und die Reaktionen

Oktober 8, 2009

Der 6. Oktober wird sicherlich nicht als Meilenstein in der Geschichte der mobilen Betriebssysteme eingehen… und das liegt nicht daran, dass das an diesem Termin vorgestellte Windows Mobile 6.5 schlecht ist. Einen ausführlichen Überblick aus meiner Sicht findet man hier.

Es liegt vor allem daran, dass die Presse gefühlt noch mehr als sonst die große Microsoft-Keule herausholt und unreflektiert auf etwas einprügelt, was sie nicht einml wirklich verstehen.

Das beste Beispiel dafür: Spiegel Online mit der wohl dümmsten aller Schlagzeilen: „Microsoft floppt mit iPhone Killer“.

Aua… liebe SPON-Redaktion. Wer denn bitte hat etwas davon gesagt, dass Microsoft einen iPhone-Killer auf den Markt bringen wollte? Und bitte: Microsoft und Windows Mobile = mobile Plattform. iPhone = Plattform und Gerät.

Seien wir fair: WM65 ist sicherlich nicht ein komplett neues Windows Mobile (was aber auch die Versionsnummer schon anzeigt), aber wohl ein konsequenter Schritt, die vorhandene Porfessionalität des Systems beizbehalten und zu verbessern, aber gleichzeitig dem Trend des „mobilen, fingerbedienbaren Betriebssystem für mobile Geräte“ einen deutlichen Schritt näher zu kommen.


Muahahahahaa… Überraschung!

Oktober 2, 2009

Mensch, Mensch, Mensch.  Ich habe hellseherische Fähigkeiten, das ahne ich schon länger. Da schaue ich gerade in die Liste meiner Entwürfe und finde einen vom April diesen Jahres, der sich mit der Abwrackprämie beschäftigt. Abwrackprämie? Genau, die Pleitesubvention für Autohändler der großen Koalition…

Fassen wir´s nochmal zusammen: Wer eine olle Rostmöhre schon ein wenig besitzt, der kann die dem Schrott übereignen und bekommt dafür beim Kauf eines Neuwagens mehr, als der Wagen vor drei Jahren noch wert war. Der Schotthändler gluckst und kichert, weil er unter der Hand einen steten Fluss fahrbereiter Rostlauben Richtung Holland und Osteuropa schieben kann, der ehemalige Besitzer ebenfalls, weil er einen Neuwagen mitfinanziert bekommt. Und natürlich gluckst und kichert auch der Autohändler, weil er krass heftig viele Kunden bekommt.

So das kommunizierte Bild… wenn aber letzterer Glucks-und-Kicher-Anfall tatsächlich so stattgefunden hat, dann unterstelle ich der Branche der Autohändler mindestens Grenzdebilität, wenn nicht gar ein signifikantes Denkvakuum. Wie war das nochmal mit der Marktwirtschaft? Angebot und Nachfrage? Die Autohändelr waren schon vorab von der Wirtschaftskrise betroffen (=> Nachfrage klein) und entsprechend auf Kunden aus (=> Angebot groß).

Nun subventioniert der greise Vater Staat von seiner kärglichen Rente einen Zuschuss, und der wird gerne genommen (=> Nachfrage größer, Angebot immer noch groß). Also unterbieten sich alle Anbieter im Preis (oder überbieten sich mit Nachlässen), um noch mehr Käufer zu animieren. Das klappt auch… und daraus schliesst man dann, dass die „Abwrackprämie ein Riesenerfolg“ sei.

Die Händler (grenzdebil?) frohlocken, haben sie doch um den Dreh den oder gar einen leicht höheren Gewinn wie in guten Jahren gemacht. Klingt doch gut, oder? Echt? Grenzdebil, oder was? :-D

Pflücken wie auseinander: Umsatz und Gewinn => okay. Absatz: deutlich höher => Marktsättigung. Wenn ich heute einen Kleinwagen kaufe, dann in den kommenden Jahren garantiert nicht mehr.  Und wen wundert es dann, wenn der Absatz plötzlich massiv einbricht? Und ich prognostiziere, dass auch hier der ebay-Trend eintreten wird: Wie rabattieren mal weiter… Hauptsache verkaufen und Zielzahlen zumindest annähernd erreichen… bis die Spirale einmal mit lautem Scheppern auf dem Boden aufknallt… und das ist dann kein leichter Blechschaden mehr!

Was freu ich mich, dass ich imkommenden Jahr langsam an einen Nachfolger der A-Klasse der bEva denken kann… :-)