Firmware 1.1.3: iPhone “navigiert”

Januar 17, 2008

Ah, ja. Apple hat vorgestern die Firmware 1.1.3 für das iPhone verfügbar gemacht. Alle freuen sich. Alle? Nicht alle, in einer kleinen, rechtsfreien Zone ertönt Gewimmer. Hat Apple es doch geschafft, die Unlock/Jailbreak der iPhones mit der neuen Firmware nicht nur zunichte zu machen, sondern gar auch bei einem Rollback auf die 1.1.2 zu unterbinden. Ich weiss schon, warum ich mir den Stress von Anfang an nicht angetan habe… :-D

Ansonsten mag der ungeneigte Rezensent durchaus zu der Meinung gelangen, Apple habe dieses Update nur aus diesem Grunde veröffentlicht. Die sonstigen Neuerungen sind nett, aber irgendwie ziehen sie nur Funktionalität nach, die eigentlich schon vorher erwartet worden wären:

  • Google Maps kann jetzt die aktuelle Position anzeigen (nein, nicht zu früh freuen: statt den seriellen Bluetooth-Dienst zu integrieren und damit ein GPS zugänglich zumachen, greift man auf Zelleninfos vom Netz und bekannte WLANs zu… die Positionsbestimmung ist ungefähr so genau wie “Dicker Finger auf 1:100000-Karte”). Und ungefähr 70% der Zeit nur verfügbar: Der Algorithmus braucht mehrere Bezugpunkte, um die Position zu mitteln. Macht also wenig Sinn, wenn man in einer einzigen Funkzelle steht…
  • Auch Verkehrsinformationen kann man sich anzeigen lassen. Ist mir zwar noch nie gelungen, aber zumindest kann man es aktivieren und sich an staufreier Fahrt freuen, wenn man im Stau steht… oder so.
  • SMS können jetzt auch an Gruppen von Empfängern gesendet werden.
  • Das Hauptmenü kann umgeordnet werden, sowohl die Anordnung der Elemente im Menü als auch die derer im Dock kann durch Verschieben beeinflusst werden. Nett animiert: Beginnt man damit, zittern alle Symbole, als wenn sie Angst hätten. Sollen sie auch :-)
  • Wirklich nett: Internet-Links können als Symbole ins Menü gelegt werden. So kann man wenigstens das Menü mal auf eine volle Seite füllen… und spart sich den Aufruf des Safari, um eine bestimmte Seite aufzurufen.
  • plus noch ein paar Kleinigkeiten, die kaum erwähnenswert sind.

Wenn jetzt noch irgendjemand über fehlende Neuerungen von Windows Mobile 5 auf 6 meckert, dann schrei ich… im Vergleich zu obiger Firmware war das ein Quantensprung! :-D


Mein iPhone und ich…

Dezember 18, 2007

… haben mittlerweile ein gestörtes Verhältnis.

Nein… das liegt nicht daran, dass es das falsche Betriebssystem hat, eigentlich mehr daran, dass das Betriebssystem, das es hat, nicht das macht, was das richtige macht… :-D

Soll heissen: Nachdem das “Uiuiuiui, so ein schickes Spielzeug” abgeklungen war, kommen mir die “Schwächen” im Vergleich zu Windows Mobile erst so richtig in den Sinn. Ich mag pervers sein, aber ich bin so daran gewöhnt, meine Mails gepushed zu bekommen, dass es mich rasend macht, dass es nur alle 15 Minuten (als kleinstes Intervall) meinen Exchange abfragt. Das führt dazu, dass ich alle 5 Minuten manuell abfrage (iPhone an, Slider betätigen, um ins Menü zu kommen, auf Mails klicken und warten…). Schebbich…

Und ansonsten: so schön der Safari ist, mittlerweile habe ich dann doch einige Seiten, auf die ich einfach nicht komme, weil ich mich anmelden muss (z.B. das Navigon Betatest-Forum). Credentials werden angenommen, aber Safari geht wieder zur Login-Seite zurück. Auf einem Windows Mobile-Gerät mit dem PIE oder dem Opera Mobile kein Problem.

Oder das Entsperren der SIM: Hat man einmal beim Start falsch geklickt und nicht “Entsperren” gewählt, dann hat man einen semihübschen roten Punkt am Telefon-Symbol. Nun denkt sich der geneigte Benutzer, er müsse einfach draufklicken und könne dann irgendwie die PIN eingeben und das Telefon aktivieren. Er denkt… aber fälschlicherweise. Ausschalten und wieder einschalten ist die Alternative.

Vom Coolness-Effekt her lässt es auch nach: Einen XDA Star herauszunehmen und ganz locker dessen Tastatur aufzuschieben führt zu deutlich glänzenderen Augen beim Gegenüber als das iPhone, das scheinbar durch seine Medienpräsenz “langweilig”geworden ist.

Und nachdem ich den iPOD Touch für meine Frau als Weihnachtsgeschenk besorgt habe und damit das unbetritten geniale Bedienkonzept in einem deutlich günstigeren Gerät (als MP3-Player, Picture Viewer, etc.) sehe, kann ich meine Entscheidung vm 9. November eigentlich nur noch anzweifeln…


Gar nicht witzig….

Dezember 4, 2007

…. finde ich diese Meldung. Da entscheidet das Hamburger Landgericht, dass der Netlock und der exklusive Vertrieb des iPhones bei T-Mobile rechtmässig sind. Wo wind wir denn? Kann es sein, dass da eine Lobby stärker war als die andere? Oder die Fischköppe die Düsseldorfer Fröhlichkeit nicht leiden konnten? Bah… auch Hamburg liegt also auf der schäl Sick… aber auf der anderen!


Telekomiker, die nächste: iPhone Unlock ad absurdum

Dezember 4, 2007

Okay… es sind nicht die Telekomiker, sondern die von T-Mobile. Die aber halten sich für mindestens ebenso komisch, ehrlich!

Ich bin nun einer der ersten Besteller des iPhones gewesen, und damit habe ich meinen T-Mobile-iPhone-Schnäppchen-Vertrag an den sprichwörtlichen Backen. Kein Problem, die Entscheidung habe ich wissentlich getroffen. Und ich weiss nicht, ob ich beim “Alternativangebot” von 999,- ohne Vertrag eher schwach geworden wäre.

Was ich allerdings schon erwarte, ist die Entsperrung meines  iPhones. Nicht, dass ich es momentan mit meiner normalen vodafone-Karte nutzen würde (wofür habe ich schliesslich Inklusivminuten und -volumen), aber ich will die Möglichkeit haben.

Ein Anruf bei der Hotline  offenbart das ganze Grauen: “…. leider erst für Kunden, die das Gerät ab dem 19.11. gekauft haben…. ” (dem Datum der einstweiligen Verfügung). Man konnte der armen Frau förmlich anhören, dass sie auf meinen Ausraster wartete… der blieb aber aus. Die Hotline kann nichts dafür, und aus formalrechtlicher Sicht kann ich es sogar verstehen: Solange die einstweilige Verfügung nur einstweilig ist, versucht T-Mobile noch zu retten, was zu retten ist. Allerdings ist der Grad der Kundenunfreundlichkeit, der sich damit offenbart, selbst für dieses Unternehmen ein Highlight.

Auf der anderen Seite: Offenbar wissen die Kollegen in Magenta nicht mal, wie man´s richtig macht: Die Berichte über Falschaussagen, trotzdem nicht funktionierende iPhones in anderen Ländern, etc. häufen sich. Business as usual also… :-D


Der grosse Lauschangriff

November 28, 2007

Die Diskussion um den “Bundestrojaner” schwelt schon Monate, in den letzten Wochen ist sie durch die Entscheidung unserer Staatsführung (aus der Historie bietet sich StaFü als Abkürzung an) nochmal angefacht worden. Nun dürfen also Verbindungsdaten, E-Mails, Telefonate “auf Verdacht” abgehört werden und Daten auf Vorrat gespeichert werden. Wie auch immer sich ein solcher Verdacht zusammensetzen mag, das steht in den Sternen….

Deutschland hat schon bei der Umsetzung der Europäischen Datenschutzrichtlinie erst dann reagiert, als die EU die ausgebliebene Umsetzung in Länderrecht mit hohen Strafen zu ahnden drohte… und daraus ein Bundesdatenschutzgesetz gebaut, das an Unlesbarkeit, Öffnungsklauseln und Unstimmigkeiten selbst im bundesdeutschen Gesetzesdschungel seinesgleichen sucht. Zwei Dinge aber hat man klar formuliert:

§3a BDSG schreibt die Datenvermeidung und Datensparsamkeit vor, postuliert also die Verpflichtung, so wenig Daten wie eben möglich zu erheben. Da passt eine Vorratsdatenspeicherung überhaupt nicht ins Konzept…

§4 BDSG definiert die Zulässigkeit der Datenerhebung von personenbezogenen Daten (und Verbindungsdaten gleich welcher Form zählen unzweifelhaft dazu), §28 die Zulässigkeit der Nutzung personenbezogener Daten inkl. deren Zweckbindung. Gerade letzterer Paragraph lässt keinen Spielraum, Verbindungdaten anders als zum definierten Zweck (nämlich der Abrechnung) zu nutzen.

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Aua! vodafone und T-Mobile auf dem Spielplatz

November 22, 2007

Hmmmh. Auch ich hab mich ja geärgert, dass T-Mobile das iPhone so eng an sich bindet und es mit Knebelverträgen und nicht aufhebbarem Netlock einschränkt. Hat sich scheinbar auch vodafone gedacht und eine einstweilige Verfügung gegen T-Mobile erwirkt. Diese stellt fest, das die Bindung rechtwidrig ist, andere Carrier also auch die Chance haben müssen, das Gerät zu verkaufen. Jetzt reagiert T-Mobile: Für schlappe EUR 999,- kann man nun laut Spiegel das Technikspielzeug erwerben, ohne Kartenvertrag… und ab dem 19.11. verkaufte iPhones müssen kostenlos entsperrt werden.

Liebe T-Mobiler: Auch wenn Ihr gegen diese entscheidung Widerspruch einlegt, habt Ihr doch sicher die Leute vergessen, die in den ersten 10 Tagen zugeschlagen haben… die sollen nicht in den Genuss des Unlocks kommen? Ich glaub es setzt aus… Ich denke, das klären wir, gell? :-D


Tellerblick und Tellerminen

November 13, 2007

Ich bin immer wieder fasziniert. Man sollte doch davon ausgehen, dass wir alle erwachsene, intelligente, Menschen mit einem breiten Horizont sind. Oder?

Scheinbar nicht…. (wobei sich diese Aussage auf „alle“ bezieht… mathematisch negiert „nicht alle“ = „mindestens einer nicht“ :-D )

Ich habe es geahnt, weil die Erfahrung meist ein guter Lehrmeister ist. Wie kann ich es wagen, ein Nicht-Windows-Mobile-Gerät überhaupt nur zu erwähnen? Schon 2003 war alleine die Erwähnung des Erwerbs eines Sony Clie UX50 (Böse! Palm-OS!) in den News

15.-16.11.2003:
Auch wenn´s mir wieder dumme Sprüche einbringt: Heute angekommen ist mein
Sony Clié UX50, ein winziger Organizer mit Tastatur, WLAN, Bluetooth, Digicam, einem hochauflösenden Display. “Manko”: Palm OS 5.2….

Quelle stetiger Freude. Von „Verräter“ über „Scheiss-Seite, ich will hier was über Pocket PCs lesen!“ bis hin zu wüsten Beschimpfungen war alles dabei. Jetzt, fast auf den Tag genau vier Jahre später, fühl ich mich gerade so ein wenig wie in einer Zeitmaschine. Wie konnte ich vergessen, dass ich mich ja nur, ausschliesslich, ausnahmslos mit Windows Mobile beschäftigen darf? Asche auf mein Haupt! Dabei habe ich doch nur erwähnt, dass ich mir das iPhone (Böse! Apple/Linux!) zugelegt habe. Die Qualität einiger Rückmeldungen (die ganz mutig von Freemail-Accounts mit kryptischen Namen verfasst sind) ist ähnlich.

Mein absoluter Liebling aber ist die Mail von Jens K. aus N., der zumindest den Mut hatte, mit seinem normalen Mailaccount zu schreiben: Den Rest des Beitrags lesen »


Harry Potter und das iPhone Teil 2: Kommando zurück

November 9, 2007

Wenn mir Harry Potter über den Weg läuft, dann mach ich ihm den Voldemort… oder so. Hatte ich hier noch stolz berichtet, dass trotz plötzlichem Disapparieren von iPhones und Warenkörben die Bestellung am 09.11. nachts recht reibungslos funktioniert hatte, so muss ich mich korrigieren. Ich gebe zu, ich bin ein skeptischer Mensch… und wenn man mir schreibt, meine Bestellung sei eingegangen und ich würde noch eine Email bekommen, die dies bestätigt, dann warte ich auch drauf. Habe ich getan. Bis heute Morgen. Geduldig (weil ich wie ein Stein geschlafen habe nach meinem mitternächtlichen Einkaufsbummel).

Nachdem dann aber immer noch nichts im Posteingang war, hab ich mal die Servicenummer angerufen. Geduldig. Der Mann war freundlich. Und dann die nächste Servicenummer. Geduldig, der Mann konnte ja nichts dafür. Dann kam seine Antwort auf meine Frage, wo denn meine Bestellbestätigung wäre. Ungeduldig, weil er die Frage scheinbar schon mindestens deutlich über 40 Male beantwortet hatte.

“Ja, äääh… wir hatten da wohl ein Problem”

(Ich weiss. Disapparierende iPhones, Warenkörbe und Kassiererinnen. Ich war dabei. Danke.)

“Geben Sie mir mal Ihre Postleitzahl. Und die Strasse.”

(Macht mich das skeptisch, wenn die Bestellnummer, die ich ja habe, nicht interessiert? Ja, das macht es!)

“Das dachte ich mir …”

(Nun sag schon… trau Dich… los!!!!!!)

“Die Bestellungen von heute Nacht sind noch nicht im System. Sollen wohl demnächst eingespielt werden.”

“Das heisst also: Derjenige, der heute morgen gemütlich nach dem Frühstück angerufen und bestellt hat, ist bereits im System, und der Depp, der heute Nacht online bestellt hat, darf sich irgendwann dahinter einreihen?”

“Das sieht so aus.”

Ich habe das Gespräch beendet. Geduldig. Kann ja niemand was für, wenn ein Zauberleerlehrling nicht nur iPhones, Warenkörbe und Kassiererinnen, sondern auch ganze Bestellungen verschwinden lässt.

Ich war grad im T-Punkt. Geduldig. War leer, die Mitarbeiterin freundlich. Und mein iPhone konstant da, ohne zu verschwinden… wie auch die Kassiererin. Einen Einkaufswagen hab ich aber vorsichtigerweise nicht genommen. Man weiss ja nie.


Harry Potter und das iPhone

November 9, 2007

Sorry. Ich muss nochmal einhaken. Manchmal habe ich das Gefühl, dass je lauter jemand trommelt, desto weniger sich hinter der Trommel befindet. Wenn das stimmt, dann ist das iPhone eine Luftblase. Konnte man sich schon als unschuldiger Kunde des US-amerikanischen Apple-Stores kaum vor euphorischen Ankündigungen zum iPhone schützen, so übernimmt T-Mobile in Deutschland die Rolle des eingeladenen Spammers (eingeladen deshalb, weil man sich fein datenschutzkonform explizit nochmal anmelden musste. Selbst schuld also).

Aber scheinbar ist es ja ein Zaubergerät: Wie einst die Harry Potters wird es pünktlich ab 0:01 Uhr am 09. November verkauft. Sowohl auf der eigens geschaffenen Webseite als auch bei ausgewählten T-Punkten in ganz Deutschland, quasi “Harry Mobile und die Heiligtümer des iPhones”.

Und so sitzt man bebend vor seiner Funkuhr und betrachtet das Schleichen der Zeiger (okay, Segmente der Digitalanzeige, aber das Bild mit den Zeigern ist einfach schöner): 21:58 … 21:59 … 22:00 … [...] … 23:59 … 00:00 … die virtuelle Schlange wird immer länger … 00:01: Und los!

Nun hätte ich mir werbewirksam vorgestellt, dass die Bestellseite uuuuuuuuunsäglich langsam wäre: “T-Mobile-Seite von iPhone-Bestellungen überflutet”, da würde doch jede Zeitung/Newsseite frohlocken (vorsichtshalber hätte ich mir schon mal einen kleinen DoS-Angriff bei einem internen Administrator bauen lassen … nur, um sicher zu gehen :-D ) Den Rest des Beitrags lesen »


Touch mich an - Der iPhone-Hype

November 4, 2007

Ich kann mich noch so gut daran erinnern… so einige Sätze heisse Ohren hat man im jugendlichen Leichtsinn kassiert, weil man wider aller Vernunft dem Reiz des weiblichen Geschlechts nachgegeben hat und forsch gewagt hat, ein wenig zu tatschen.

[Disclaimer: Die oben verwendeten Formulierungen sind in keiner Weise gedacht, den Leser in seiner (oder ihrer) sexuellen Orientierung, seinem (oder ihrem) Selbstverständnis, Selbstbestimmungs- oder Persönlichkeitsrecht zu stören. Sie sind auch kein Verstoss im Sinne von §1 bzw §7 AGG...] :-D

Kaum allerdings präsentiert ein großer Hersteller aus Cupertino ein neues Produkt, da ändern sich solche Normen schlagartig: Ob es daran liegt, dass man heutzutage aus Gründen der political correctness einen Neuanglizismus einführt und stattdessen “antouchen” sagt? Wie auch immer: Das iPhone als Flaggschiff des “Touch Phones” hat schon lange vor seiner echten Markteinführung einen Paradigmenwechsel bei vielen Herstellern hervorgerufen. Plötzlich muss ein neues Gerät einfach fingerbedienbar sein, es muss eine doppelbonbonige Oberfläche haben (man nehme die Symbole von Windows XP, betrachte sie als schwarz/weiss und koloriere sie nach) und am besten ist es dann noch ultradünn, mit unsichtbaren Knöpfen und schwarz oder weiss. Den Rest des Beitrags lesen »