Test des Navigon Mobile Navigator für das Apple iPhone

Juni 11, 2009

Die Nachricht hat für Furore gesorgt: Navigon bringt noch im Juni 2009 den Mobile Navigator auf das Apple iPhone und scheint damit das Rennen um die erste echte Navigations-Applikation für Apple´s  Smartphone gewonnen zu haben. Meine Meinung: Genial! Navigon hat es geschafft, den Look and Feel des MN in die iPhone-Erlebniswelt zu integrieren, und schafft damit eine deutliche Produktivitätssteigerung des iPhones. 

Meinen ausführlichen Blick auf die Version lest Ihr mit vielen Bildern hier.


Autobahnwürgegriff

Mai 28, 2009

Da beschwere sich nochmal jemand über die Qualität von mobilen Navigationssystemen: Da wollte ich gestern von der Arbeit aus zu meinen Eltern nach Recklinghausen fahren… von Düsseldorf mitten ins Ruhrgebiet, und das im Haupt-Feierabendverkehr… eine bedingt gute Idee der Erfahrung nach. Ich habe mich daran gewöhnt, mit einem Navi zu fahren, auch wenn ich die strecke aus dem FF kenne: Stauumfahrungen sind nicht meine Stärke, wenn man mich nicht dabei unterstützt (und damit meine ich nicht das „OchMann ich hab doch gesagt nicht über die A40″ der bEva… :-) ).

Gestern aber war das absolute Highlight meiner sicherlich gut über 100.000km unter Navigation: Für 90 Kilometer 7 Autobahnen… von der A52 auf die A3 auf die A40 auf die A59 auf die A42 auf die A3 auf die A43… und nein, es lag nicht an meiner Navigationsunfähigkeit, sondern an der Verkehrssituation. Und ja: Der Schleif über A3 und A3 war tatsächich so… :-D

Das Faszinierende: errechnete Ankunftszeit am Anfang (ohne Verkehrsinfos, über A52, A40, A43): 18:31. Tatsächliche Ankunftszeit über obigen Knoten: 18:29. :-)


MagicMaps Update für Geräte mit TouchFLO

November 22, 2008

Wer nicht nur mit einem Navigationssystem auf Strassen unterwegs sein will, sondern auch in unwegsamem Gelände wissen will, wo der Weg hingeht, der kommt als Software nicht an MagicMaps vorbei.

Bitter aber für die Nutzer eines HTC Touch mit der TouchFLO-Oberfläche aller Versionen, dass gerade dieses Programm plötzlich den Dienst versagt: Eine kryptische Fehlermeldung kommt auf den Bildschirm, und schon steht man sprichwörtlich allein auf weiter Flur.

Zwei Alternativen gibt es dazu: Entweder deaktiviert man unter Start, Einstellungen, Heute, Elemente TouchFLO als Heute-Plugin, dann startet und läuft MagicMaps wieder problemlos. Alternativ daze gibt es ein Update auf der MagicMaps-Seite, dass das Problem aber scheinbar nicht bei allen Geräten beseitigt.


Kein MN7 PDA für Samsung Omnia und HTC Touch HD/Sony Ericsson XPERIA X1

November 9, 2008

Schade wars… Der eine oder andere weiss, dass ich seit Jahren aktiv an der Verbesserung und Qualitätssicherung der Navigon-Produkte mitwirke. Bevor der Einwand kommt „… aber nicht sehr erfolgreich …“: Der Einfluss von uns Betatestern ist natürlich beschränkt: Oft stehen alle möglichen Faktoren dem Hinzufügen eines Features oder dem Ausmerzen eines spezifischen Bugs im Weg!

Im Rahmen des Betatests des kommenden Servicereleases der PDA-Version war dann meine Frage, wie sich Navigon eine Unterstützung der neuen Geräte mit „unnormalen“ Auflösungen (HTC Touch HD und Sony Ericsson XPERIA X1 mit 800*480, Samsung Omnia SGH-i900 mit 400*240, Palm Treo Pro mit 320*320) vorstellt: Aktuell startet der MN einfach nicht.

Die frustrierende (und nochmal rückversichert auch offizielle) Antwort von Navigon: „Geräte mit XVGA- XQVGA- und anderen vom Seitenverhältnis her ´speziellen´ Auflösungen werden frühestens im ersten Quartal 2009 unterstützt.“

Das heisst konkret: Im kommenden Service Release definitiv nicht… und ob sie tatsächlich in der Zukunft unterstützt werden, ist fraglich.

Aus meiner Sicht bitter: Route 66 beispielsweise hat keinerlei Probleme mit den beschriebenen Auflösungen, und daher ist es wenig nachvollziehbar, dass sich Navigon den Weg auf die aktuellen und kommenden High End PDAs selber verbaut…


Navigon Mobile Navigator / PDA am HTC Touch Diamond zum Laufen bekommen

Oktober 17, 2008

Wohooo…! Endlich! Eine Lösung für das Problem, dass der HTC Touch Diamond nicht vernünftig mit dem Navigon Mobile Navigator 7 PDA funktiert, gefällig? Bitteschön

Hintergrund: Offensichtlich schafft der MN7 PDA es nicht, das GPS so anzusprechen, dass Windows Mobile es merkt. Damit schaltet das System das GPS einfach wieder ab… und damit muss es neu gekoppelt werden bzw. ist nicht stabil verfügbar. Die Lösung: ein Zustztool installieren, dass den Datenstrom konsequent abfragt und auf einen anderen, virtuellen Port weiterleitet.

Ich habe es so zusammengeschrieben, dass auch ein Einsteiger es ohne Probleme umsetzen kann. Wenn nicht, einfach eine Mail schicken oder im Forum meiner World of PPC stellen.


Manche Sachen müssen reifen II (Mobile Navigator 7 PDA)

Oktober 13, 2008

… auch wenn der Ausgangsgrad der Reife sich zwischen dem Omnia und dem MN7 PDA signifikant unterscheidet… :-)

Folgende Antwort bekam ein Leser meiner World of PPC von Navigon auf die Nachfrage, was denn mit einer Unterstützung des Touch Diamond wäre:

…vielen Dank für Ihre E- Mail.
Ca. Anfang November werden weitere Geräte nach einen Softwareupdate in die Kompatibilitätsliste aufgenommen. Ob Ihr HTC Touch Diamond auch dabei ist, können wir Ihnen gegenwärtig nicht beantworten. Speziell werden einige Geräte mit dem Betriebsystem Windows Mobile 6.1 aufgenommen.


Mit freundlichen Grüßen
__________________________________
Ihr NAVIGON Team

 

Klar wird: Navigon ist sich der Problematik durchaus bewusst und arbeitet an der Problemlösung. Und fair betrachtet (so sehr es mich selbst wurmt, dass keines meiner drei aktuellen Geräte – Palm Treo Pro, HTC Touch Diamond und Samsung Omnia SGH-i900 – mit dem MN7 funktionieren): auf den „zugelassenen“ Geräten auf der Kompatibilitätsliste ist die Begeisterung der Anwender durchaus gross… die Software also gut.

Hoffen wir also auf November…


Navigon Mobile Navigator 7 PDA: Vorsicht angeraten!

September 29, 2008

Es tut mir in der Seele weh, und ich habe lange mit mir gerungen, diesen Post überhaupt zu schreiben. Es nutzt aber nichts.

Der eine oder andere weiss, dass ich schon seit langer Zeit ein vehementer Befürworter und Fan von Navigons Mobile Navigator bin, einfach, weil er für mich mit Abstand die beste Navigationssoftware für den PDA (und später auch für PNAs war). Der Mobile Navigator 7 war in meinem Test für die diversen PNAs auch wieder ein geniales System mit vielen Vorteilen.

Gestern ist die Version 7 nun auch für den PDA verfügbar geworden. Und meine Erfahrungen und die anderer Leidtragender des offensichtlichen Überdrucks, endlich etwas auf den Markt schmeissen bringen zu müssen, sind bitter. Navigon hat ja schon immer eine so genannte Kompatibilitätsliste gehabt, in der die PDAs, auf denen die Software nachweisbar lief, aufgeführt waren. Allerdings ist es diesmal unabdingbar, akribisch genau zu kontrollieren, ob der eigene PDA darauf steht und ob er auch mit dem richtigen Betriebssystem versehen ist. Windows Mobile 6.1? Gefährlich… So „unverbreitete“ PDAs wie der HTC Touch Diamond, der Touch Pro oder das Samsung Omnia SGH-i900? Die Software hängt sich auf bzw. das GPS wird nicht gefunden oder direkt wieder „vergessen“. Bei dem einen oder anderen PDA wird dann der Bluetooth-Betrieb ein wenig verfusselt, Systemeinstellungen werden beim Systemstart geändert und nicht wieder zurückgesetzt etc.

Dann ist das Standardfeature „Navigation aus den Kontakten“, das beim MN6 (und ganz nebenbei auch den anderen Produkten) gar nicht erwähnenswert (weil „normal“) war, herausgenommen worden, nach Angabe des Supports ist auch nicht geplant, dies wieder aufzunehmen bzw. ein Synctool, wie es bei den diversen PNAs verwendet wird, zu implementieren.

Wer die PNA-Versionen des MN7 kennt, der kennt auch die neuen Features wie beispielsweise die Reality View (Anzeige der Ausfahrten mit echten Schildern), Spacheingabe etc. (siehe meine Videos bei Youtube). Davon hat es gerade mal die Reality View ins PDA-Produkt geschafft, und dessen Umsetzung ist … sagen wir mal … umständlich: Funktionieren tut das ganze nur, wenn das Display des PDAs beim Start der Software bereits im Querformat ist. Heisst also: Bildschirm drehen, MN starten, MN beenden, Bildschirm zurückdrehen. Hmmmh…

Im Versuch, es objektiv zu sehen: Navigon hat schon eine mehr oder minder funktionsfähige Version für bestimmte PDAs auf den Markt gebracht, wer einen anderen PDA hat und trotzdem kauft, ist halt selbst schuld… dafür gibt es die Kompatibilitätsliste. Aber bitte: ein halbes Jahr, nachdem Windows Mobile 6.1 Standard geworden ist, nach über einer Million verkaufter HTC Touch Diamond beides nicht zu unterstützen ist semiprofessionell und ein Armutszeignis.

Der Mobile Navigator 7 für PDAs ist keine schlechte Software, keine Frage. Die Umsetzung allerdings auf eine Vielzahl von aktuellen Geräten bekommen andere Hersteller offensichtlich deutlich besser hin, und das ist bitter. Ich zumindest weigere mich, diese Version ernsthaft (weiter) zu testen. Mag auch daran liegen, dass meine aktuellen PDAs halt einfach nicht laufen.

Wer meine World of PPC und meine persönliche Navigon-Begeisterung kennt, der weiss die Bedeutung dieser Aussage zu nehmen. Schade.

Update vom 17.10.: Hier habe ich eine Lösung für den HTC Touch Diamond zusammengefasst…


Kreuzfahrten sind zum Ko..en

April 3, 2008

… zumindest, wenn man sie diese Ostern und auf dem Mittelmeer macht.

Aber von Anfang an: Der Kollege Samaschke bemängelt in seiner gewohnt weinerlichen Art, dass ich es wage, mich im Mittelmeer (oder besser darauf) herumzutreiben, während er in Berlin dem Schnee trotzt.  :-D Schnee? Berlin? Meint er die angehäuften drei Flockenkrümel, die man maximal aus Mitleid so nennen kann? Unsereins macht sich auf dem Weg zum Mittelmeer erst einmal Richtung Passau auf. Da liegt Schnee! Und auf dem Weg nach Savona, der schnurstracks über den Brenner führt, erst!

1:0 für mich für die Schneemenge!

Wenden wir uns vom männlich-typischen „Wer hat den längeren?“ ab und dem Eingangsthema zu: Wenn einer eine Reise tut und dann noch Erle heisst, dann dreht das Rad der Fortuna eigentlich immer eine Umdrehung mehr. Mein Weib, dem Vista-Wahn anheimgefallen, hatte zwei Wochen vorher die Minianwendungen entdeckt und sich jeden Hafen der Kreuzfahrt (Savona, Neapel, Palermo, Tunis, Mallorca, Barcelona und Marseille) als Wetter auf ihre Anwendungs-Leiste gelegt. Musste ich konsequent drüber lästern, konnte aber nicht verhindern, immer mal wieder draufzuschauen. Und bis drei Tage vor dem Start sah das alles so aus, dass die Koffer grösstenteils mit sommerlichen Sachen gefüllt waren. Kaum aber waren die Koffer (samt Frau) schonmal die halbe Strecke vorgefahren (zu meinen Schwiegereltern nach Passau), da purzelten plötzlich die Temperaturen um durchschnittliche 8 Grad.

Man könnte jetzt sagen, dass ich ob meines Strohwitwer-Daseins ja nun genug Sonne im Herzen hatte, die Wahrscheinlichkeit von Strafmassnahmen allerdings ist mir für eine Bestätigung zu hoch… :-)

Nachdem wir dann aber den Weg nach Savona mit Schnee auf den Bergen, aber nicht auf der Strasse zurückgelegt hatten, und die Wettervorhersagen sich wieder entspannten, konnte ja nix mehr schiefgehen. Ist auch nicht. Bis auf die Tatsache, dass das Mittelmeer eine Magenverstimmung hatte. Schon am zweiten Abend warnte man vor rauher See (im nachhinein kamen dann die Meldungen, das in Sizilien der komplette Fährverkehr eingestellt wurde, weil die Wellen zu hoch waren).

Naja… auf dem Rückweg vom Essen konnte man sich dann auf dem Teppich anschauen, was für Menüs es noch so gab.  Hätte ich das doch vorher gewusst, die Wahl wäre mir einfacher gefallen… :-)
Aber im Ernst: das einzige echte Problem für mich war die Tatsache, dass auf der Seite liegen im Bett blöd war: entweder kippte man auf den Bauch oder auf den Rücken… :-D

2:0 für mich für die Unbillen allgemein!

Alles in allem aber: EineKreuzfahrt, die ist lustig…!


Der Fluch der modernen Technik…

März 17, 2008

Ich bin ein Technikspielkind, keine Frage. Und in meinem Umfeld (und zu dem zähle ich ich Euch anonyme Leser dieses Blogs auch) wundert das niemanden mehr. Und mehr noch: Ich spiele nicht nur mit meinen Gadgets, ich suche ihnen auch praktische Anwendungen.

Zugegeben: Das unterscheidet den ambitionierten Webseiten-Betreiber vom Feld-, Wald- und Wiesen-Kunden. Der kauft sich ein Handy zum Telefonieren. Und nicht als Spielzeug, von dem er nach Stunden feststellt, dass es auch telefonieren kann. Okay, es sei denn, er nimmt ein iPhone… :-D

Gerade geschehen mit dem Haicom HI-601VT. Das ist nämlich ein geniales kleines Stück Technik, aber auch der Alptraum eines jeden Datenschützers, oder besser: Big Brother in Reinform. Man setze es ins Auto, starte es, und kann jederzeit die aktuelle Position abfragen. Für sich alleine genommen ist das nichts neues. Wohl aber die Tatsache, dass man dafür keinen kostenpflichtigen Dienst verwenden muss, sondern es wie zu Zeiten der Akustikkoppler einfach von einem beliebigen Telefon aus anruft und dann über ein Tonsignal die Position kontinuierlich geliefert bekommt, diese mit einem kleinen Empfänger über den Hörer „auffängt“. Der Empfänger wiederum spielt Bluetooth-GPS und sendet die Postion beispielsweise an einen PDA mit einem Mobile Navigator oder TomTom Navigator. Auf dessen Display sieht man dann die jeweils aktuelle Position des Fahrzeugs.

Nun ist meine Frau gestern von Krefeld nach Passau zu ihren Eltern gefahren, und irgendwie fand ich die Idee gut,immer sehen zu können, wo sie gerade ist. Also kurz abgestimmt, dass das Ding im Auto ist, und auch die beste Ehefrau von allen (bEva) fand die Idee gut. Zumindest solange, bis folgender Dialog sich per Handy zu Autotelefon entwickelte: Den Rest des Beitrags lesen »


Navigation und die Verkümmerung des Pfadfinder-Gens

Dezember 12, 2007

Eigentlich wollte ich nicht jeden Beitrag mit „ich kann mich noch so gut erinnern“ anfangen, aber auch beim Thema Navigation ist die Historie durchaus interessant.

Anfang des Jahres 1999 ergab sich die Möglichkeit, aus dem Firmenfahrzeug eines befreundeten Geschäftsführers für den Schnäppchenpreis von DM 1000,- ein Philips CARIN-Festeinbau-Navigationssystem zu bekommen. Die Diskussionen über Sinn und Unsinn einer solchen Investition mit der Haushaltsfinanzministerin waren ähnlich zäh wie die Abstimmgespräche der großen Koalition, allerdings effektiver: die Gelegenheit wurde nicht ausgeschlagen. Punkt.

Schon damals, lange vor dem ersten Gedanken an mobile Navigationsgeräte, stellten sich schnell zwei Dinge heraus:

Derjenige, der am lautesten schreit, weil er etwas für sinnlos erachtet, nutzt es insgeheim am häufigsten (der so genannte McDonalds-Effekt). Deutlich zu erkennen an diversen Diskussionen der Art „Schatz, heute brauch ich das große Auto!“ „Warum?“ „Ich muss doch nach <setze beliebigen Ort, bevorzugt solche, die eigentlich fast zu Fuß erreichbar sind>… und da brauche ich das Navi!“.

Ebenfalls zu beobachten: die langsam, aber stetig nachlassende Fähigkeit, sich ohne ein Navigationssystem zurecht zu finden. Zwanzig mal bin ich den Weg zu einem Freund in seine neue Wohnung bereits gefahren… sollte ihn also fast im Schlaf kennen. Beim 21. Mal führt eine intensivere Diskussion mit oben erwähnter Haushaltsfinanzministerin dazu, dass das Navigationssystem bzw. sein Gebrabbel in den Hintergrund gedrängt wird. Und nach ungefähr zwei Kilometern fällt dann auf, dass hier etwas nicht stimmen kann: Diese Umgegend ist definitiv unbekannt. Den Rest des Beitrags lesen »