Betriebskindergarten

November 19, 2009

Ach Mensch… das Leben könnte so einfach sein. Könnte. Wenn da die lieben Kollegen nicht wären, die mich gerade beim Ansatz, das Thema „Betriebskindergarten“ im Zuge des anstehenden (Firmen-) Umzuges zu betrachten, zur Antwort „Wieso? Haben wir doch schon lange!“ brachten.

Was ist passiert?

Mein Lieblingskollege (LK) samt (ebenfalls im Unternehmen arbeitender) Gattin (LKG), die bEva und ich hatten mehrfach einen Samstagabend-Termin geplant, aber immer wieder durch Krankheiten oder kurzfristige Termine verschieben müssen. Nun sitze ich in meinem Büro, eine andere Kollegin (KGX) kommt herein und sabbelt irgendwas von „LKG ist krank, und ich muss das Thema BlaBlaBla übernehmen“. Im Geiste den Termin zum vierten Mal verschiebend eile ich also ins Büro des LK und spreche ihn auf die Krankheit seiner Frau an. „Woher weißt Du das denn!?“

Möööööööööp! Falscher Fehler. Hier nicht antworten. Hinweis auf „Flurfunk“, Glaskugel oder Kaffeesatz einfügen. Alles andere ist potentiell Auslöser für Bodenstampfereien und Gezicke.

Ehrlich antworte ich „Hat KGX gerade gesagt… weil sie das Thema von ihr übernehmen musste.“ Autsch… hätte ich mal meine Klappe gehalten: in Zeitraffer bahnt sich heißes Blut und bittere Galle den Weg ins Gesicht des LK, mit Dampf aus den Ohren knarzt er: „Jetzt reichts!“. In Deckung hinter dem Besucherstuhl wage ich die vorsichtige Frage: „Was denn jetzt los?“. „DIE!!!! hat gefragt ob sie das Thema neben soll, bevor LKG krank geworden ist!!!! Und jetzt höre ich zum zweiten Mal, dass sie heult, weil sie es wegen der Krankheit übernehmen muss! Wenn ich das LKG erzähle!!!“ Mein vergeblicher Versuch, die Kette zu unterbrechen und es eben nicht zu erzählen, wurde rüde abgeschmettert.

Und so nahm das Unheil seinen Lauf. LKG erzählt´s der Gattin (trotz meiner Bitte es einfach gut sein zu lassen), die telefoniert mit der Chefin, die setzt ihr die Pistole auf die Brust, die Quelle preiszugeben und konfrontiert KGX mit der Situation (ohne die Quelle preiszugeben), die wiederum bestreitet alles und behauptet, nur mit einer anderen Kollegin (KGY) über das Thema gesprochen (aber nicht gelästert) zu haben…. Im Nachgang macht KGX dann KGY zur sprichwörtlichen Sau, was sie denn da erzählt hätte. KGY beschwert sich bei LK darüber, dass KGX sie eben zum Borstenvieh macht, und dass KGX doch nun mal diese Sachen gesagt hätte?!

An diesem Zeitpunkt hatte ich schon leichte Verspannungen vom ungläubigen Kopfschütteln… aber glaubt doch ja nicht, dass das Ränkespiel damit ein Ende gehabt hätte…

Gestern – LKG gerade aus der Krankheit zurückgekehrt – konfrontiert KGX sie mit der Situation und verlangt mich (!) dazuzuholen. Ich erkläre wahrheitsgemäss (mittlerweile mit Nackenstarre) meine Aussage… um mir im Nachgang von KGX sagen lassen zu müssen, sie habe nur mit mir (ich verweise auf den Passus mit KGY) gesprochen und ich müsse verstehen, dass sie nun nicht mehr so mit mir umgehen könne wie bisher.

WTF?! Aber sei es drum. Ich habe die Kette hier beendet. Denn

1.) Habe ich besseres zu tun, als Kindergärtner für erwachsene Menschen zu spielen
2.) Hat KGX sich mit ihrem konstruktiven Umgang mit der Wahrheit für mich so ins Abseits gesetzt, dass sich jeder Kommentar erübrigt
3.) Muss ich meinen Nacken schonen…

8-(


Physikalische Gesetzmässigkeit

November 18, 2009

Notiz an mich selbst:

Wenn mir zum dritten Mal hintereinander der Tacker von der abgerundeten Kante des Kopierers auf den Boden fällt, beweist das, dass mein pysikalisches Grundverständnis von der schiefen Ebene bestenfalls rudimentär zu nennen ist.

Aaargh!


Eure Pseudobetroffenheit ko..t mich an!

November 15, 2009

Ich bin nicht wirklich ein Freund der Sensationspresse, das habe ich schon mehrfach kommuniziert. Bedenklich aber finde ich es, wenn auch die vermeintlich „professionelle“ Presse sich in die Untiefen des sensationshungrigen, gefühlsduseligen und auflagensteigernden Betroffenheitsgeseier begibt.

Ein Selbstmord ist immer etwas Schreckliches. Für die Familie, die einen geliebten Menschen verliert, für die unfreiwillig Beteiligten wie Polizei, Notarzt und – im speziellen Fall – auch den Lokführer, der mit seinem Arbeitsgerät unschuldig und ohne Chance, es zu verhindern, den Tod verursacht hat. Und natürlich nicht zuletzt für den Betroffenen, der offensichtlich so verzweifelt war, dass er alles, aber auch alles wegwerfen wollte. Ohne jedwede Diskussion für alle eine Tragödie.

Aber bitte: In diesem Fall, der die Nation bewegt (und den ich nicht zitiere, denn durch Google und Co. mag ich nicht daran durch Clicks „verdienen“) nimmt das Ganze eine Dimension an, die mir den Mageninhalt umkehrt. Nationaltorhüter, meinethalben dadurch eine Person öffentlichen Interesses. Aber dafür Sondersendungen, Bilderserien, Expertenmeinungen, Zitate von so genannten und selbsternannten „Freunden“? Der schnelle Klickerfolg, das medienträchtige Aufnehmen eines Selbstmordes, der einer unter vielen ist… ist das Opfer dadurch ein Held, eine Person der Zeitgeschichte geworden? Nein… nur einer von viel zu vielen Menschen, die eine Krankheit haben, die für diese Gesellschaft symptomatisch ist: Depressionen.

Statt sich Gedanken zu machen, dass gerade die Oberflächlichkeit der Gesellschaft, die sich in der Thematisierung der Medien manifestiert, dafür verantwortlich ist, dass Menschen überhaupt in ein solches Loch fallen:  die Medienwelt denkt nur daran, wie man ein solches Ereignis ausschlachten kann. Und wenn ich dann die Bilderserie bei SPON sehe, in der sich eine Zoomaufnahme der Frau des Opfers findet, die mit pseudobetroffenem Gesülze ala „Die Frau des Opfers kämpft mit den Tränen“ untertitelt ist und nicht vor echtem Mitleid, sondern vor purer Euphorie ob des unbezahlbaren Motivs nur so strotzt, dann, sorry für den Ausdruck, möchte ich kotzen.


Kindermund und ausgleichende Gerechtigkeit

November 6, 2009

Hah! Der Zeitpunkt der Rache ist endlich da!

Irgendwie ist man als Papa ja immer Inhaber der Po-Karte. Um dem daheimgebliebenen Volk ein bequemes Leben zu ermöglichen schuftet man sich den Rücken krumm, und als Dank ist man bei aufgeschlagenen Knien und sonstigen alltäglichen Katastrophen eher Störfaktor als Trostspender. So richtig bitter wird´s dann, wenn die Mama mal wieder aus dem Haus muss, dann heult man sich die sensible Seele aus dem Leib, statt sich auf Papa zu freuen.

Unnötig zu sagen, dass die Frau Mama wenig Verständnis dafür aufbringt, dass das den Papa wiederum aufbringt…

Nun schuftet sich auch die Mama den Rücken schräg (was die Vorstufe zu krumm ist, man muss ja die Dramatik der eigenen Aufopferung beibehalten!) und damit hat der Papa an diversen Tagen „kleines Kind in Kindergarten“-Bringdienst. Das wiederum führt zu oben zitierter ausgleichender Gerechtigkeit:

Nicht nur, dass beim Papa mit Frohsinn im Gesicht und Freude im Herzen „Tchüss, Papa!“ gerufen und freudig am Fenster gewunken wird, während bei der Mama geheult und geklammert wird. Das Highlight vor einigen Tagen:

Von oben schallte das übliche „Will noch mehr Miiihiilch…“ nach dem Ins Bett-Gehen. Die Mama tappst nach oben, nimmt aus der ausgestreckten Hand die leere Flasche entgegen und… den entsetzen Kommentar: „Ich hab den Papa gerufen!!!!“

*Strike* :-D


A Mobile World: Musikalischer Blick auf Windows Mobile 6.5

Oktober 25, 2009

Ich hab die Nase voll von der teilweise vollkommen unreflektierten Kritik, die Windows Mobile abbekommt. Natürlich hat es Schwächen, wie jede andere Plattform auch. Und darum habe ich das Ganze einmal thematisiert… Viel Spass… :-D


Muahahahahaa… Überraschung!

Oktober 2, 2009

Mensch, Mensch, Mensch.  Ich habe hellseherische Fähigkeiten, das ahne ich schon länger. Da schaue ich gerade in die Liste meiner Entwürfe und finde einen vom April diesen Jahres, der sich mit der Abwrackprämie beschäftigt. Abwrackprämie? Genau, die Pleitesubvention für Autohändler der großen Koalition…

Fassen wir´s nochmal zusammen: Wer eine olle Rostmöhre schon ein wenig besitzt, der kann die dem Schrott übereignen und bekommt dafür beim Kauf eines Neuwagens mehr, als der Wagen vor drei Jahren noch wert war. Der Schotthändler gluckst und kichert, weil er unter der Hand einen steten Fluss fahrbereiter Rostlauben Richtung Holland und Osteuropa schieben kann, der ehemalige Besitzer ebenfalls, weil er einen Neuwagen mitfinanziert bekommt. Und natürlich gluckst und kichert auch der Autohändler, weil er krass heftig viele Kunden bekommt.

So das kommunizierte Bild… wenn aber letzterer Glucks-und-Kicher-Anfall tatsächlich so stattgefunden hat, dann unterstelle ich der Branche der Autohändler mindestens Grenzdebilität, wenn nicht gar ein signifikantes Denkvakuum. Wie war das nochmal mit der Marktwirtschaft? Angebot und Nachfrage? Die Autohändelr waren schon vorab von der Wirtschaftskrise betroffen (=> Nachfrage klein) und entsprechend auf Kunden aus (=> Angebot groß).

Nun subventioniert der greise Vater Staat von seiner kärglichen Rente einen Zuschuss, und der wird gerne genommen (=> Nachfrage größer, Angebot immer noch groß). Also unterbieten sich alle Anbieter im Preis (oder überbieten sich mit Nachlässen), um noch mehr Käufer zu animieren. Das klappt auch… und daraus schliesst man dann, dass die „Abwrackprämie ein Riesenerfolg“ sei.

Die Händler (grenzdebil?) frohlocken, haben sie doch um den Dreh den oder gar einen leicht höheren Gewinn wie in guten Jahren gemacht. Klingt doch gut, oder? Echt? Grenzdebil, oder was? :-D

Pflücken wie auseinander: Umsatz und Gewinn => okay. Absatz: deutlich höher => Marktsättigung. Wenn ich heute einen Kleinwagen kaufe, dann in den kommenden Jahren garantiert nicht mehr.  Und wen wundert es dann, wenn der Absatz plötzlich massiv einbricht? Und ich prognostiziere, dass auch hier der ebay-Trend eintreten wird: Wie rabattieren mal weiter… Hauptsache verkaufen und Zielzahlen zumindest annähernd erreichen… bis die Spirale einmal mit lautem Scheppern auf dem Boden aufknallt… und das ist dann kein leichter Blechschaden mehr!

Was freu ich mich, dass ich imkommenden Jahr langsam an einen Nachfolger der A-Klasse der bEva denken kann… :-)


Verwählt…

September 21, 2009

Ich mag solche Telefonate… und sie geben mir Hoffnung, dass die Menschheit noch nicht ganz so bierernst geworden ist, wie es manche Kommunikationsversucher befürchten lassen.

Gerade versuche ich zuhause anzurufen, tippe die Nummer blind und stutze beim Anrufbeantworter… definitiv nicht unserer. Aufgelegt, neu gewählt, dann die bEva dran. Mittendrin dann klingelt mein Blackberry (der mittlerweile durchgängig die Büronummer weitergeleitet hat). Ich breche das Gespräch mit der bEva ab und gehe dran:

„Mullermeierschulz, Krefeld. Sie hatten bei mir angerufen?“

„Ooops.. sorry, hatte mich verwählt, und nur gemerkt, dass ich nicht zuhause gelandet war, weil Ihr Anrufbeantworter so komisch redet!“

Am anderen Ende nur noch Glucksen und Prusten… :-)


Spruch des Tages…

September 20, 2009

…. beim Kauf einer Ersatzbirne für das vordere, rechte Abblendlicht und meinen dicken Backen ob des Preises:

„EUR 10,99 …  Unternehmensbeteiligung inklusive!“

Okay… rechne ich dann beim nächsten Tanken an… :-)


Schlechtwetter…

September 16, 2009

Nach den vergangenen Maulereien rund um das Gerätesterben (hatte ich übrigens erwähnt dass auch das Netzteil meiner Slingbox den Geist… ach, egal…) habe ich den Spiess einfach mal umgedreht. Wie? Indem ich ein Gerät höchstpersönlich gerichtet, vaporisiert, dem Elektronikschrott übereignet habe. Dreckstück!

Was ist passiert? In meinem üblichen Schreibmodus hatte ich gestern abend bis tief in die Nacht geschrieben, und bin da eigentlich eher unempfänglich für Ablenkungen. Irgendwann aber fiel mein Blick auf meine Ventus-Wetterstation, vor gerade mal drei Tagen eingerichtet. Der Witz dabei: Eine Software auf dem PC liest die Wettervorhersage der kommenden vier Tage und überträgt diese dann per Funk an die Station. Funktionierte auch prima… bis ich gestern Abend aus dem Augenwinkel sah, dass die Daten im Display veraltet waren. Neu gesendet, keine Änderung. Sensor an einen anderen USB-Port gehängt, keine Änderung. Irgendwann dan aufgegeben, zumal es sich um mein Vista-Notbook handelt, das links von mir steht (geschrieben wird auf einem iMac und einer virtuellen Windows 7-Maschine im erweiterten Desktop). Müde ins Bett, müde wieder hoch heute Morgen… und das Notebook steht auf „Wählen Sie das Betriebssystem aus…“. WTF?! Neustart, Bluescreen mit der allseits beliebten USB_BUG_CODE-Meldung.

Neu gestartet, nix. Alle USB-Geräte abgesteckt, neu gestartet, nix. Nach einer halben Stunde dann ab ins Büro, mit dem nachvollziehbaren gehörigen Hals. Heute abend dann der strukturierte Versuch: Abgesichert gestartet, alles prima. Und in der Systemsteuerung dann ein Gerät, das nicht funktionierte. Gut, raus mit dem Treiber. Neustart, BSOD.

In der Systemsteuerung befand sich allerdings noch ein „Microsoft TAPI Adapter“ mit einem Ausrufezeichen, auch das gelöscht… und mein Rechner startet freudig und ohne Probleme. Dass ein EINGESTECKTES USB-Gerät Probleme machen kann, sehe ich ja noch ein. Dass aber ein Gerät, das vorher lief, plötzlich nicht mehr läuft und dann auch noch das System so strubbelig macht, habe ich noch nicht erlebt.

Eines versichere ich Euch: Der süsse Klang eines 10 Kilo-Fäustels auf langsam brechenden und reissenden Plastik kann himmlisch sein… :-)


Gerätesterben im Hause Erle, Teil 126

September 13, 2009

Boah, ich brech gleich… während man ja in den vergangenen Wochen mein Gejaule rund um gestorbene Geräte deutlich vernehmen konnte, dürfte sich der eine oder andere heute mit rollenden Augen die Ohren zugehalten haben. Es kann nicht mehr sein… :-(

Unsere WMF1000, beim Frühstück noch problemlos Quelle mehrfachen frisch gebrühten Kaffeegenusses, meldet mir abstruse Fehlermeldungen, als es mich nach Nachschlag dürstet. „Brühgruppe reinigen“ (gerade passiert), „Durchflussfehler“ (Wasser läuft aber problemlos durch den Wasserauslass), „Zu feiner Mahlgrad?“ (WTF? Bohnen, nicht Pulver!).

Eine Tasse gezogen, kaum was kommt raus, Brühgruppe gereinigt, nochmal versucht, selber Ergebnis. Und dann schalte ich die Maschine aus… böser Fehler! Ein reissendes, knackendes Geräusch, das Gehäuse verbiegt sich, die Maschine qualmt wie wild… Am Ende: 5mm dickes Plastik der Brühgruppe gerissen, Gehäuse verzogen.

Ich bin gespannt… der WMF-Service (in Form von DHL als Express-Abholservice) kommt, und dann schaun´mer mal, in wieweit WMF sich auf eine Garantiesache einlässt. Die Maschine war vor einem Monat erst da, weil sie undicht war, und wurde grundgereinit/-überholt.

Ehrlich… ich hab´den Kaffee auf… :-(