Von der Morbus Seatella oder “Warum immer dann?!”

April 19, 2008

Grrrr… immer, aber auch wirklich immer, wenn ich beim Summit bin, knappe 9000 km von meinem Server entfernt, dann passiert irgendwas:

Im ersten Jahr hatte ich gerade meinen Exchange-Server neu, und bekomme direkt am ersten Tag keine Mails mehr. Sehr offensichtlich dadurch, dass die Mailbox normalerweise platzt, wenn ich morgens aufstehe: Durch die 9 Stunden Zeitverschiebung ist der Tag in Deutschland schon fast zuende und die Haupt-Maillast versandt. Dank Remote-Desktop hatte ich dann irgendwann den PopConn-Dienst neu gestartet, das Problem gelöst und zuhause dann gaaaaaanz schnell auf GFI Mail Essentials umgestellt.

Im letzten Jahr kam ich dann plötzlich nicht mehr per VPN nach Hause, auch der Web Access zum Exchange klappte immer wieder nicht: Da hatte dann DynDNS auf Grund von DoS-Angriffen Probleme, die aktuelle IP-Adresse zu bekommen und damit hinkte die Weiterleitung immer ein paar Stunden hinterher. Und da bei mir der IP-Wechsel durch Trennung seitens des Routers um 0430 unserer Zeit stattfindet … Mailaufkommen … Zeitverschiebung … Ihr könnt es Euch denken…

Dieses Jahr dann ein Highlight: Die Bilder des Blogs hatte ich auf der WOPPC abgelegt, was auch vollkommen unproblematisch über SmartFTP funktionierte. Am letzten Abend, als ich “mal eben” (ich werde diesen Begriff nun ensgültig aus meinem Wortschatz verbannen!!!) die Bilder Party im EMP hochladen wollte, brach die Übertragung immer wieder ab. Natürlich ohne direkt sichtbare Fehlermeldung. Nachdem ich dann aber auch weder per anderem FTP-Programm noch per IE Dateien hochladen konnte, habe ich intensiver nachgeforscht: “Server replied: Your FTP quota exceeded” war die Meldung in den Logs. Eine kurze Kontrolle der 1&1-Konfigkonsole brachte das:

Cool!!! Puretec/1&1 bietet für einen lächerlich geringen Preis 2TB Webspace an… Hätte ich gerne ausgenutzt und entsprechend viele Dateien hochgeladen, aber leider ging das ja gerade nicht… :-D

Ich bin eigentlich überzeugt vom Platin-Service von 1&1 und habe mich vertrauensvoll noch in der Nacht an dorthin gewandt, als das Problem nach einigen Stunden noch nicht weg war. Genauer gesagt: Um 4 Uhr meiner Zeit (also um 13:00 deutscher Zeit). Die Reaktion war bereits nach dem Aufstehen (also zwei Stunden später) da:

Sehr geehrter Herr Erle,
wir haben ein Überprüfungstool “angestoßen”. Sobald wir weitere Infos haben, woran es “klemmt”, bekommen Sie eine weitere Rückmeldung von uns.”

Eine weitere Nachfrage drei Stunden später ergab:

Sehr geehrter Herr Erle,
der Fall ist aktuell noch zur Prüfung bei den Administratoren — wir hatten gestern mit dem HostingServer Schwierigkeiten, anscheinend hat sich hier im System ein Fehler eingeschlichen - der Fix der von mir angestossen wurde, hatte keine Besserung zur Folge.
Wir halten Sie auf jeden Fall auf dem Laufenden.”

Kommunikation: Klasse. Leider die Problemlösung nicht… als ich auf dem Weg zum Flughafen ins Forum wollte, war die ganze Seite nicht mehr verfügbar. Ein Anruf ergab, dass man mit dem Server Probleme habe und daran arbeite. Also eher schlimmer als besser geworden.

Als ich in Kopenhagen aus dem Flieger gekommen bin, war die Seite wieder da, und auch der FTP-Zugang wieder funktional. Gehört habe ich aber bisher vom Support immer noch nichts.

Problemlösung: Klasse. Leider die Kommunikation nicht… :-( Es kann nicht sein, dass ich nachfragen muss, was mit meinem Problem gerade ist. Natürlich braucht eine Analyse einer Fehlersituation Zeit, keine Frage, aber ich erwarte von einem “Platinservice” ein anderes Kommunikationsverhalten!


Diese Verlogenheit …

April 10, 2008

… widert mich an. Nein, dies ist kein politisches Blog, aber so ab und an sei mir die eine oder andere Äusserung gestattet.

Was in der vergangenen Wochen durch die Presse geht, ist unsäglich: Jeder, wirklich jeder, der sich mitteilungsbedüftig wähnt (also: jeder, wirklich, jeder) muss sich zum Thema “China, Tibet, Olympische Spiele” äussern. Da wird gemeckert und gehetzt, was das Zeug hält, die olympischen Spiele gehören boykottiert, die Staatschefs haben der Eröffnungsfeier fernzubleiben, und, und, und.

So sachlich richtig die Kritik an China aus meiner Sicht auch ist, ist es nicht jetzt ein wenig spät dafür?

  • Will man wirtschaftliche Zusammenarbeit (zum Beispiel einen Transrapid verkaufen, damit er dann kopiert wird), dann kann man China in den Arsch kriechen hofieren.
  • China tritt nicht erst seit Wochen Monaten die Menschenrechte mit Füssen, sondern seit Jahren. Ist dies ein Faktor für die Vergabe des Austragungsorts für Olympische Spiele, dann kann der Verantwortliche im IOC damals nur Amerikaner gewesen sein: Die sind in ihren historischen Kenntnissen meistens Jahrzehnte zurück.
  • Die Olympischen Spiele erst zu planen, und dann kurz vorher so in Misskredit zu bringen, ist der Gipfel der Unfairness gegenüber den Sportlern, die sich Jahre darauf vorbereiten und nichts für die Wahl des Austragungsortes, die politische Situation und das Gastgeberland können.

Den Gipfel der Dummheit habe ich gestern in einem Kommentar der Tagesschau gehört: “Kritiker werfen China Unehrlichkeit vor.” Hallo!? Wir reden von einem Land, das Demonstranten offen verprügelt und Dissidenten schon mal prophylaktisch medienwirksam in Haft nimmt, wie viel ehrlichen kann man denn noch sein?!


Preisverfall beim iPhone und Magenta-Wahn

April 9, 2008

… da hat wohl jemand seine geplanten Verkaufszahlen massiv unterschritten, was? Kein Wunder…

Wer dieser Tage in seinen Briefkasten schaut und (kein “Keine Werbung”-Schild vorausgesetzt) den aktuellen T-Mobile-Prospekt zur Hand nimmt, der könnte fast vermuten, der Konzern in Magenta wolle das iPhone zum Volkshandy küren (wollen sie natürlich nicht, wegen der “Volksaktie” steht man schliesslich gerade vor dem Kadi). Da sackt der Preis plötzlich ins Bodenlose… und plötzlich und unerwartet lässt man gar bei den Tarifen mit sich reden: Mit dem Complete S kann der Einsteiger für EUR 29,- 50 Minuten telefonieren, 100MB im Monat surfen und den Rest bezahlen.

Das ist zwar im Vergleich zum bisher “kleinsten” Tarif zwar unverschämt teuer leistungslos abgespeckt, aber hat einen Vorteil: Man kann die Kosten mal eben um 20 Euro pro Monat senken … auch wenn man Bestandskunde ist und wie ich das iPhone nur nebenbei nutzt. Danke!

Eher verwunderlich mutet allerdings ein vermeintlicher Aprilscherz an: Mir schwant, dass die Kollegen der Rechtsabteilungen von T-Mobile und Apple die ausgebliebenen iPhone-Gewinne in einer regelmässigen Pokerrunde beweinen und dabei bierselig austauschen, wen man noch so verklagen und abmahnen könnte. Unstrittig sind die Apfelmännchen da unglaublich kreativ… und die Kollegen in Magenta üben noch. So kann man über den Unterlassungsanspruch gegen Engadget Mobile eigentlich nur lachen: Der T-Konzern beansprucht die Farbe Magenta als Identifikationsmerkmal für seine Konzerntöchter, und die Wahl eines magentafarbenen “mobile” auf der US-amerikanischen Mobility-Seite verletzt damit Rechte von T-Mobile.

Wikipedia sagt dazu: “Das Telekommunikationsunternehmen Deutsche Telekom AG hat die Farbe Magenta (RAL-4010) als Farbmarke für Waren und Dienstleistungen aus dem Bereich der Telekommunikation unter der Registernummer 39552630.2 registrieren lassen. Konkurrierende Unternehmen können daher bei Einsatz dieser Farbe in der Werbung abgemahnt werden. Das Corporate Design ist seit der Privatisierung 1995 gänzlich auf diese Farbe ausgerichtet, auch die Hörer an Telefonzellen sind magenta. Die Deutsche Telekom versucht seit Jahren, ihre Marke gerichtlich schützen zu lassen, und erzielte damit Erfolge sogar vor dem Bundesgerichtshof.[1]

Rein rechtlich also sicherlich vertretbar, sachlich betrachtet aber gegenüber einer Internetseite, die wie kaum eine andere die Trends des mobilen Marktes födert und dem interessierten Leser zugänglich macht, stil- und sinnlos!

Lasst mich denken: Woran erinnert Magenta nochmal, wenn man die Presse der letzten Monate verfolgt? Prozess vermeintlich geprellter Anleger gegen die Volksaktie, Doping im Radsport … Vorsichtig formuliert also schon per se dumm von Engadget, überhaupt diese Farbe zu benutzen … :-D


Der Fluch der modernen Technik…

März 17, 2008

Ich bin ein Technikspielkind, keine Frage. Und in meinem Umfeld (und zu dem zähle ich ich Euch anonyme Leser dieses Blogs auch) wundert das niemanden mehr. Und mehr noch: Ich spiele nicht nur mit meinen Gadgets, ich suche ihnen auch praktische Anwendungen.

Zugegeben: Das unterscheidet den ambitionierten Webseiten-Betreiber vom Feld-, Wald- und Wiesen-Kunden. Der kauft sich ein Handy zum Telefonieren. Und nicht als Spielzeug, von dem er nach Stunden feststellt, dass es auch telefonieren kann. Okay, es sei denn, er nimmt ein iPhone… :-D

Gerade geschehen mit dem Haicom HI-601VT. Das ist nämlich ein geniales kleines Stück Technik, aber auch der Alptraum eines jeden Datenschützers, oder besser: Big Brother in Reinform. Man setze es ins Auto, starte es, und kann jederzeit die aktuelle Position abfragen. Für sich alleine genommen ist das nichts neues. Wohl aber die Tatsache, dass man dafür keinen kostenpflichtigen Dienst verwenden muss, sondern es wie zu Zeiten der Akustikkoppler einfach von einem beliebigen Telefon aus anruft und dann über ein Tonsignal die Position kontinuierlich geliefert bekommt, diese mit einem kleinen Empfänger über den Hörer “auffängt”. Der Empfänger wiederum spielt Bluetooth-GPS und sendet die Postion beispielsweise an einen PDA mit einem Mobile Navigator oder TomTom Navigator. Auf dessen Display sieht man dann die jeweils aktuelle Position des Fahrzeugs.

Nun ist meine Frau gestern von Krefeld nach Passau zu ihren Eltern gefahren, und irgendwie fand ich die Idee gut,immer sehen zu können, wo sie gerade ist. Also kurz abgestimmt, dass das Ding im Auto ist, und auch die beste Ehefrau von allen (bEva) fand die Idee gut. Zumindest solange, bis folgender Dialog sich per Handy zu Autotelefon entwickelte: Den Rest des Beitrags lesen »


Verschlüsselung sorgt für Verärgerung…

März 1, 2008

Es gibt Kollegen, die einem persönlich wie fachlich lieb und wert sind, und um so mehr freut man sich, wenn man von solchen Kollegen um Hilfe gebeten wird. Dann zu wollen, aber nicht zu können, ist bitter. Manchmal helfen eben keine kleinen, blauen Pillen… :-D

So auch heute: Der Kollege hatte seinen HTC Touch komplett zurückgesetzt und dabei auf eines nicht geachtet: Die Speicherkarte. Windows Mobile 6 hat einen ganz wunderbaren Mechanismus: Mit internen Funktionen kann eine Speicherkarte verschlüsselt werden, und das Gerätebezogen. Um auszuschliessen, dass der Benutzer seinen Verschlüsselungs-Key sorglos wählt oder vergisst und damit entweder nicht mehr an seine eigenen Daten kommt oder aber jemand anders den Schlüssel erraten kann, generiert sich das Betriebssystem seinen Schlüssel selbst und legt ihn im Gerät ab. Ist die Speicherkarte im selben Gerät, dann authentifiziert es sich automatisch und die Daten können gelesen werden. Wird die Speicherkarte in ein anderes Gerät gelegt, dann hat dieses gesprochen den Schlüssel nicht und kann zwar anzeigen, welche Daten auf der Speicherkarte sind, aber nicht drauf zugreifen (bildlich gesprochen: Es kann in den Keller schauen, aber die Weinflaschen nicht anfassen und öffnen).

Schon die alten Römer kannten die Schwäche einer solchen Lösung: Quis custodit custodes? Hat der Wächter den Schlüssel immer am Schlüsselbund und ist selbst ungeschützt, dann ist der Schlüssel schnell geklaut und der Keller schneller leer, als die erste Flasche Wein… Soll heissen: Ein mobiles Gerät mit verschlüsselter Speicherkarte, das aber selber ohne Zugangsschutz benutzt werden kann, ist ungefähr so sicher wie eines komplett ohne jeden Schutz…

Von den Unbillen dieses Windows Mobile-Grundprinzips mal ganz abgesehen lasse der geneigte Leser sich obigen “Wächter-Schlüssel-Schloss”-Sachverhalt nochmal im Zusammenhang mit einem Hardreset durch den Kopf gehen: Man entlässt quasi den Wächter mit dem Schlüssel… aber was ist dann mit dem Keller? Das Windows Mobile Team Blog kommentiert dies lakonisch: “If the device is reset and internal flash is cleared, the decryption keys are lost. If the keys were preserved, it would be easy to access the storage card of a stolen device by just cold booting the stolen device and clearing its storage, then re-inserting the stolen card.” Oder kurz zusammengefasst: Wenn ein Hardreset durchgeführt wird, dann gehen auch die Schlüssel verloren. Sonst könnte man ein gestohlenes Gerät zurücksetzen (hier wird vorausgesetzt, dass das Gerät selbst einen Zugangsschutz hat) und dann auf die Karte zugreifen. Bildlich gesprochen aber bleibt dem Anwender so nichts anders übrig, als das Schloss auszutauschen, um noch in den Keller zu kommen, denn der Wächter hat den Schlüssel quasi in den Finger implantiert.

Das stell ich mir jetzt besser nicht weiter bildlich vor… :-D In der Summe aber bleibt nur eines: Vor einem Hardreset die Speicherkarte entschlüsseln, dann den Hardreset durchführen und die Karte wieder neu verschlüsseln. Der “neue Wächter” (also das frisch aufgesetzte System) bringt dann gleich Schloss und Schlüssel selbst mit.

Somit zum fachlichen Teil. Nun hatte der Kollege den Hardreset bereits durchgeführt, ohne um die oben bechriebenen Umstände zu wissen… und nun kommt der eigentliche Problemfall: Ein Backup einer lauffähigen Konfiguration des Geräts hatte er auf die Speicherkarte gepackt. Ist ja sicher und verschlüsselt, damit kann keiner was anfangen. Klingelt´s? Richtig: Den Schlüssel des Wächters kopiert und dann unter der Kellertür durch in den Keller geschoben, da isser ja sicher. Aber wie kommt man ohne den Schlüssel für den Keller an den Schlüssel für den Keller im Keller?! :-D

Abgesehen davon: So klein der Windows Mobile-Mikrokosmos sein mag, er entspricht doch immer wieder dem wahren Leben. Haben nicht einige Firmen in den vergangenen Jahren gelernt, dass man sich, wenn man wahllos Mitarbeiter feuert, nicht unbedingt einen Gefallen tut, weil man Dinge, die nur sie konnten, nicht mehr machen kann? Siehste… :-D


Big Brother 8 gefaked? Ach, nee…

Februar 26, 2008

Liebe Endemol-Anwälte: für den gesamten Artikel gilt: Er enthält meine Meinung. L a a a n g s a m: Meine (subjektiv) Meinung (subjektiv). Alles klar? :-D

Vor vielen Jahren waren sich alle darüber einig, dass im deutschen Fernsehen Grenzen gelten. Der gute Geschmack, die Menschenwürde, die Moral, all das war für alle ein hohes Gut, dass es zu bewahren galt. Für alle? Nein, ein trutziges kleines Unternehmen (das Dorf kam erst in der sechsten Staffel) trat an, all dem zu trotzen und ein “Reality-TV-Format” namens Big Brother zu erfinden. Echte Menschen ziehen in eine Fernseh-WG und lassen sich dort 24 Stunden am Tag beobachten, filmen und vorführen.

Wer jetzt bei 24 Stunden an “24″ denkt: Der Spannungsbogen eines Tages im Big Brother-Haus ist von einem Tag im Leben des Jack Bauer so weit entfernt wie Andrea Ypsilanti von der Linken. Äääääh… das muss ich aktuell wohl relativieren: Wie der Musikantenstadel von einem Black-Metal-Konzert. :-)

Wers noch nicht gesehen hat: Stellt Euch ein Aquarium vor… nur wenn man Futter wegnimmt und neben einigen Welsen und Guppies auch mal einen Raubfisch reinwirft, dann gibt´s Action. Das hat auch Endemol gemerkt und sich bald für verschiedene Bereiche im Haus entschieden. Mal warens zwei (arm und reich), mal drei, dann mal ein Dorf mit Firmen, kurz: man versuchte, das Ganze interessant zu gestalten… doch über die Staffeln war der Erfolg in Form der Einschaltquoten im kontinuierlichen Abstieg. Nun haben wir 2008, und seit Anfang Januar läuft Staffel 8. Den Rest des Beitrags lesen »


Der Rufer im Wald erspart den Zimmermann

Februar 22, 2008

… und bevor jemand fragt: Irgendwas ist in diesem Sprichwort falsch … aber das macht nix … :-D

Kennt Ihr das auch? Nach Aussen werdet Ihr als die “Experten” verkauft, aber glauben tut Euch niemand? So geschehen mit der Entscheidung im Grabenkrieg zwischen Blu-Ray und HD DVD. Ich hatte schon am 7. Januar meiner Meinung Ausdruck verliehen, dass nach der Entscheidung von Warner für das Blu-Ray-Format die entscheidende Schlacht geschlagen war und der HD DVD den Todesstoss versetzt wurde.

In einer familieninternen Diskussion deutete sich gelinde gesagt leichter Zweifel an, die Beispiele der verschiedenen Videonormen und die eigentlich “falsche” Entscheidung für VHS statt Video 2000 kamen wieder auf den Tisch etc.

Gestern dann der Anruf: “Hast Du schon gehört? Der Jörg Schieb hat in seiner Sendung heute gesagt, dass HD DVD tot ist und Blu-Ray der neue Standard ist!”

Lieber Jörg! Du weisst, wie sehr ich Dich schätze. Da aber Dein Einfluss auf meine Eltern offensichtlich deutlich grösser ist als meiner: könntest Du bitte in einer Deiner kommenden Sendungen kurz sagen, dass auch Du der Meinung bist, dass ich eine Taschengelderhöhung verdiene? Danke! :-D


Das Highlight des Handball-Halbfinales…

Januar 28, 2008

… Deutschland gegen Dänemark war für mich folgende Aussage des Kommentators nach einer Aktion von Markus Baur:

 ”Das war vollkommen fair. Ein Foul zwar, aber kein schlimmes!”

Ah… ja. :-D


… und Kaffeemaschinen auch!

Januar 23, 2008

Gibt es eigentlich wissenschaftliche Untersuchungen, in wie weit Kaffee-Vollautomaten per WLAN mit Prozessorkernen kommunizieren können? Fast scheint es so.

Wir haben uns zu Weihnachten als Ersatz für unsere alte Saeco Royal Professional eine WMF 1000 geleistet. Und wenn die alte schon zickig war (bitte: “die alte” (Kaffeemaschine), nicht “die Alte”, zumindest nicht in diesem Zusammenhang :-)  ), dann hat die neue definitiv den Schuss nicht gehört. Man kauft sich einen Vollautomaten, um sich schnell mal eine Tasse richtig guten, leckeren Kaffee machen zu können. Mit Crema, kurz vorgebrüht, schnell gemacht und mit Genuss getrunken.

Jetzt hat den Ausschlag für die WMF 1000 vor allem die Tatsache gegeben, dass sie aus einem gekühlten Milchbehälter Milch zieht und damit automatisch einen Latte, Milchkaffee etc. zu bereiten kann und im Gegensatz zu einigen Saeco-Maschinen diesen Milchkanal auch noch selbst reinigt. Klingt gut, oder?

Das führt allerdings an Tagen wie heute dazu, dass man die teure Investition mit dem Hammer traktieren will. Gerade aus dem Bett gefallen, die Augen noch mit Schlaf verklebt führt der erste Weg in die Küche. Auch blind finde ich den Kopf zum “hochfahren” (sie braucht knapp so lang wie ein Vista Ultimate-System!), bin also sicher, nach der teilweckenden Dusche direkt einen Kaffee ziehen zu können. So dachte ich zumindest…

Die erste Meldung ist “Milchsystem spülen”. Hab ich ja nicht gestern abend erst gemacht… also: Schlauch ab vom Milchkühler, an den Heisswasserauslass anschliessen, Tasse drunterstellen, bestätigen, Schmodder wegschütten, Schlauch wieder an den Milchkühler anschliessen. Gut. Das ist der Kaffee wert.

Dem nicht genug: “Satzbehälter leeren”. Auch gut. Ich nehme also den Satzbehälter aus der Maschine, schleiche zur braunen Tonne, kippe den Kaffesatz hinein (hätte ich genauer hingeschaut, dann hätte ich wahrscheinlich schon darin lesen können “Kein Kaffee heute Morgen!”), gehe wieder hinein, spüle den Satzbehälter aus, setze ihn wieder ein. Jetzt aber!

Nein, warum auch. “Wassertank leer”. Das ist eine leichte Übung, denn der Wasserhahn ist keine zwei Meter von der Maschine. Also auch diese Aufgabe erfüllt, mittlerweile sind 5 Minuten ins Land gezogen. Die Meldung “Bohnenbehälter füllen” aber … nein, darauf kann jemand anders reagieren! Zumal das frische Paket Kaffeebohnen im Keller ist.

Ich habe den Hammer im Regal gelassen (denn das steht im Keller, dann hätte ich ja die Bohnen mitbringen können), bin leise zum Auto gegangen, und habe die Aral um die Ecke angefahren. Die hat ein Bistro, und der Latte schmeckt da auch ganz lecker. Zumindest weiss ich jetzt, warum mir alle “echten Kaffeegeniesser” von komplett manuellen Maschinen vorschwärmen… denen passiert ein solches Fiasko nicht!

Die Krönung der Geschichte: Eine Stunde später ruft mich die Alte (nicht: “die alte”) im Büro an und raunzt: “Hättest ja auch mal die Bohnen auffüllen können! Ich wollte auch einen Kaffee!”. Das interessiert mich … nicht die Bohne :-(


Ich HASSE PCs!

Januar 22, 2008

Notebooks, Laptops, Desktops, Rackmounted PCs, Tower, UMPCs, das ganze elektronische Gesocks! Es ist immer das selbe. Ich habe wenig Zeit. Ich habe ein enges Zeitkorsett, einen festen Abgabetermin für das Buch, ich weiss, was ich schreiben will und wie viel Seiten ich brauche. Der Statistiker in mir stellt einen belastbaren Plan auf, wie viele Seiten an welchem Tag (unter Berücksichtigung der sonstigen Termine, der neuen Staffel DSDSmeines Liebling-Politikmagazins und der Laune der besten Ehefrau von allen) geschrieben werden müssen.

Und doch: Mein Ehrgeiz flüstert leise “Och komm… drei Seiten noch, dann hast Du morgen weniger zu tun…”. Und ich blauäugiger, erfahrungsresistenter Depp höre auch immer wieder darauf. Daraufhin das leise Gespräch zwischen den beiden Prozessorkernen meines Core Duo-Notebooks:

(Core Left): Hey, sach mal… spinnt der? Der… ich glaubs nicht! Der startet Word! Der will doch nicht…

(Core Right): Nee, lass mal. Beim letzten Mal hat ers verstanden. Fünfmal neu starten, weil die eine externe Platte gezickt hat, das macht der nicht nochmal…

(Core Left): LOL! Oder weisst Du noch? Als er das Navibuch geschrieben hat und Screenshots von TomTom brauchte? Da hamm´wer erst das Mobile Device Center abgeschossen, dann hat er neu gestartet, dann den Pocket Controller abgedreht, dann hat er wieder neu gestartet und dann hat der PDA nicht mehr synchronisiert.

(Core Right): Manno, hat der geschäumt. Ich hab jetzt noch Bauchschmerzen vor Lachen! Das macht der nicht nochmal!

(Core Left): Na, Dein Wort in Elektrons Ohren. Nee. Der hats immer noch nicht verstanden. Der will weiterschreiben. So doof kann man doch nicht sein. Ich will Ruhe jetzt. Was meinst Du?

(Core Right): Tja. Dumm gelaufen. Wer nicht lernen will, muss warten. Weisste was? Lass uns beide mal ein Beinchen heben gehen… vielleicht geht er dann auch mit dem Köter. Und wir nehmen das +5Volt-Beinchen. Eins und zwei und Bzzzzzzzz.

Danke, Jungs. Nicht nur hatte ich gerade mal einen Moment nicht gespeichert, auch hatte ich gerade mühsam einen Screenshot so gepimped, dass er passte… und auch den noch nicht gespeichert. Und just in dem Moment geht das Miststück einfach aus. Aus! Hochfahren, Datei restaurieren, Änderungen nachziehen: 15 Minuten. Diesen Post schreiben: 5 Minuten. Und für alles andere gibt es Eurocard… und ich sollte mir überlegen, die dafür zu nutzen, zwei Prozessorkerne in Rente zu schicken.

Ich bin tatsächlich mit dem Köter, seines Zeichens Rauhaardackel gegangen. Der strömende Regen hat nicht unbedingt dazu beigetragen, meinen Ärger zu kühlen. Macht aber nix. Ich habe mich an eine RWE-Werbung erinnert, die sich vehement gegen die Diskriminierung von Rauhaardackeln als “Türdackel” wendet. Und mir überlegt, dass ein Core Duo-Notebook unter der Tür auch vor Zug schützt. Quid pro quo! :-)