Der Fluch der modernen Technik…

März 17, 2008

Ich bin ein Technikspielkind, keine Frage. Und in meinem Umfeld (und zu dem zähle ich ich Euch anonyme Leser dieses Blogs auch) wundert das niemanden mehr. Und mehr noch: Ich spiele nicht nur mit meinen Gadgets, ich suche ihnen auch praktische Anwendungen.

Zugegeben: Das unterscheidet den ambitionierten Webseiten-Betreiber vom Feld-, Wald- und Wiesen-Kunden. Der kauft sich ein Handy zum Telefonieren. Und nicht als Spielzeug, von dem er nach Stunden feststellt, dass es auch telefonieren kann. Okay, es sei denn, er nimmt ein iPhone… :-D

Gerade geschehen mit dem Haicom HI-601VT. Das ist nämlich ein geniales kleines Stück Technik, aber auch der Alptraum eines jeden Datenschützers, oder besser: Big Brother in Reinform. Man setze es ins Auto, starte es, und kann jederzeit die aktuelle Position abfragen. Für sich alleine genommen ist das nichts neues. Wohl aber die Tatsache, dass man dafür keinen kostenpflichtigen Dienst verwenden muss, sondern es wie zu Zeiten der Akustikkoppler einfach von einem beliebigen Telefon aus anruft und dann über ein Tonsignal die Position kontinuierlich geliefert bekommt, diese mit einem kleinen Empfänger über den Hörer “auffängt”. Der Empfänger wiederum spielt Bluetooth-GPS und sendet die Postion beispielsweise an einen PDA mit einem Mobile Navigator oder TomTom Navigator. Auf dessen Display sieht man dann die jeweils aktuelle Position des Fahrzeugs.

Nun ist meine Frau gestern von Krefeld nach Passau zu ihren Eltern gefahren, und irgendwie fand ich die Idee gut,immer sehen zu können, wo sie gerade ist. Also kurz abgestimmt, dass das Ding im Auto ist, und auch die beste Ehefrau von allen (bEva) fand die Idee gut. Zumindest solange, bis folgender Dialog sich per Handy zu Autotelefon entwickelte: Den Rest des Beitrags lesen »


Verschlüsselung sorgt für Verärgerung…

März 1, 2008

Es gibt Kollegen, die einem persönlich wie fachlich lieb und wert sind, und um so mehr freut man sich, wenn man von solchen Kollegen um Hilfe gebeten wird. Dann zu wollen, aber nicht zu können, ist bitter. Manchmal helfen eben keine kleinen, blauen Pillen… :-D

So auch heute: Der Kollege hatte seinen HTC Touch komplett zurückgesetzt und dabei auf eines nicht geachtet: Die Speicherkarte. Windows Mobile 6 hat einen ganz wunderbaren Mechanismus: Mit internen Funktionen kann eine Speicherkarte verschlüsselt werden, und das Gerätebezogen. Um auszuschliessen, dass der Benutzer seinen Verschlüsselungs-Key sorglos wählt oder vergisst und damit entweder nicht mehr an seine eigenen Daten kommt oder aber jemand anders den Schlüssel erraten kann, generiert sich das Betriebssystem seinen Schlüssel selbst und legt ihn im Gerät ab. Ist die Speicherkarte im selben Gerät, dann authentifiziert es sich automatisch und die Daten können gelesen werden. Wird die Speicherkarte in ein anderes Gerät gelegt, dann hat dieses gesprochen den Schlüssel nicht und kann zwar anzeigen, welche Daten auf der Speicherkarte sind, aber nicht drauf zugreifen (bildlich gesprochen: Es kann in den Keller schauen, aber die Weinflaschen nicht anfassen und öffnen).

Schon die alten Römer kannten die Schwäche einer solchen Lösung: Quis custodit custodes? Hat der Wächter den Schlüssel immer am Schlüsselbund und ist selbst ungeschützt, dann ist der Schlüssel schnell geklaut und der Keller schneller leer, als die erste Flasche Wein… Soll heissen: Ein mobiles Gerät mit verschlüsselter Speicherkarte, das aber selber ohne Zugangsschutz benutzt werden kann, ist ungefähr so sicher wie eines komplett ohne jeden Schutz…

Von den Unbillen dieses Windows Mobile-Grundprinzips mal ganz abgesehen lasse der geneigte Leser sich obigen “Wächter-Schlüssel-Schloss”-Sachverhalt nochmal im Zusammenhang mit einem Hardreset durch den Kopf gehen: Man entlässt quasi den Wächter mit dem Schlüssel… aber was ist dann mit dem Keller? Das Windows Mobile Team Blog kommentiert dies lakonisch: “If the device is reset and internal flash is cleared, the decryption keys are lost. If the keys were preserved, it would be easy to access the storage card of a stolen device by just cold booting the stolen device and clearing its storage, then re-inserting the stolen card.” Oder kurz zusammengefasst: Wenn ein Hardreset durchgeführt wird, dann gehen auch die Schlüssel verloren. Sonst könnte man ein gestohlenes Gerät zurücksetzen (hier wird vorausgesetzt, dass das Gerät selbst einen Zugangsschutz hat) und dann auf die Karte zugreifen. Bildlich gesprochen aber bleibt dem Anwender so nichts anders übrig, als das Schloss auszutauschen, um noch in den Keller zu kommen, denn der Wächter hat den Schlüssel quasi in den Finger implantiert.

Das stell ich mir jetzt besser nicht weiter bildlich vor… :-D In der Summe aber bleibt nur eines: Vor einem Hardreset die Speicherkarte entschlüsseln, dann den Hardreset durchführen und die Karte wieder neu verschlüsseln. Der “neue Wächter” (also das frisch aufgesetzte System) bringt dann gleich Schloss und Schlüssel selbst mit.

Somit zum fachlichen Teil. Nun hatte der Kollege den Hardreset bereits durchgeführt, ohne um die oben bechriebenen Umstände zu wissen… und nun kommt der eigentliche Problemfall: Ein Backup einer lauffähigen Konfiguration des Geräts hatte er auf die Speicherkarte gepackt. Ist ja sicher und verschlüsselt, damit kann keiner was anfangen. Klingelt´s? Richtig: Den Schlüssel des Wächters kopiert und dann unter der Kellertür durch in den Keller geschoben, da isser ja sicher. Aber wie kommt man ohne den Schlüssel für den Keller an den Schlüssel für den Keller im Keller?! :-D

Abgesehen davon: So klein der Windows Mobile-Mikrokosmos sein mag, er entspricht doch immer wieder dem wahren Leben. Haben nicht einige Firmen in den vergangenen Jahren gelernt, dass man sich, wenn man wahllos Mitarbeiter feuert, nicht unbedingt einen Gefallen tut, weil man Dinge, die nur sie konnten, nicht mehr machen kann? Siehste… :-D


Big Brother 8 gefaked? Ach, nee…

Februar 26, 2008

Liebe Endemol-Anwälte: für den gesamten Artikel gilt: Er enthält meine Meinung. L a a a n g s a m: Meine (subjektiv) Meinung (subjektiv). Alles klar? :-D

Vor vielen Jahren waren sich alle darüber einig, dass im deutschen Fernsehen Grenzen gelten. Der gute Geschmack, die Menschenwürde, die Moral, all das war für alle ein hohes Gut, dass es zu bewahren galt. Für alle? Nein, ein trutziges kleines Unternehmen (das Dorf kam erst in der sechsten Staffel) trat an, all dem zu trotzen und ein “Reality-TV-Format” namens Big Brother zu erfinden. Echte Menschen ziehen in eine Fernseh-WG und lassen sich dort 24 Stunden am Tag beobachten, filmen und vorführen.

Wer jetzt bei 24 Stunden an “24″ denkt: Der Spannungsbogen eines Tages im Big Brother-Haus ist von einem Tag im Leben des Jack Bauer so weit entfernt wie Andrea Ypsilanti von der Linken. Äääääh… das muss ich aktuell wohl relativieren: Wie der Musikantenstadel von einem Black-Metal-Konzert. :-)

Wers noch nicht gesehen hat: Stellt Euch ein Aquarium vor… nur wenn man Futter wegnimmt und neben einigen Welsen und Guppies auch mal einen Raubfisch reinwirft, dann gibt´s Action. Das hat auch Endemol gemerkt und sich bald für verschiedene Bereiche im Haus entschieden. Mal warens zwei (arm und reich), mal drei, dann mal ein Dorf mit Firmen, kurz: man versuchte, das Ganze interessant zu gestalten… doch über die Staffeln war der Erfolg in Form der Einschaltquoten im kontinuierlichen Abstieg. Nun haben wir 2008, und seit Anfang Januar läuft Staffel 8. Den Rest des Beitrags lesen »


Der Rufer im Wald erspart den Zimmermann

Februar 22, 2008

… und bevor jemand fragt: Irgendwas ist in diesem Sprichwort falsch … aber das macht nix … :-D

Kennt Ihr das auch? Nach Aussen werdet Ihr als die “Experten” verkauft, aber glauben tut Euch niemand? So geschehen mit der Entscheidung im Grabenkrieg zwischen Blu-Ray und HD DVD. Ich hatte schon am 7. Januar meiner Meinung Ausdruck verliehen, dass nach der Entscheidung von Warner für das Blu-Ray-Format die entscheidende Schlacht geschlagen war und der HD DVD den Todesstoss versetzt wurde.

In einer familieninternen Diskussion deutete sich gelinde gesagt leichter Zweifel an, die Beispiele der verschiedenen Videonormen und die eigentlich “falsche” Entscheidung für VHS statt Video 2000 kamen wieder auf den Tisch etc.

Gestern dann der Anruf: “Hast Du schon gehört? Der Jörg Schieb hat in seiner Sendung heute gesagt, dass HD DVD tot ist und Blu-Ray der neue Standard ist!”

Lieber Jörg! Du weisst, wie sehr ich Dich schätze. Da aber Dein Einfluss auf meine Eltern offensichtlich deutlich grösser ist als meiner: könntest Du bitte in einer Deiner kommenden Sendungen kurz sagen, dass auch Du der Meinung bist, dass ich eine Taschengelderhöhung verdiene? Danke! :-D


Das Highlight des Handball-Halbfinales…

Januar 28, 2008

… Deutschland gegen Dänemark war für mich folgende Aussage des Kommentators nach einer Aktion von Markus Baur:

 ”Das war vollkommen fair. Ein Foul zwar, aber kein schlimmes!”

Ah… ja. :-D


… und Kaffeemaschinen auch!

Januar 23, 2008

Gibt es eigentlich wissenschaftliche Untersuchungen, in wie weit Kaffee-Vollautomaten per WLAN mit Prozessorkernen kommunizieren können? Fast scheint es so.

Wir haben uns zu Weihnachten als Ersatz für unsere alte Saeco Royal Professional eine WMF 1000 geleistet. Und wenn die alte schon zickig war (bitte: “die alte” (Kaffeemaschine), nicht “die Alte”, zumindest nicht in diesem Zusammenhang :-)  ), dann hat die neue definitiv den Schuss nicht gehört. Man kauft sich einen Vollautomaten, um sich schnell mal eine Tasse richtig guten, leckeren Kaffee machen zu können. Mit Crema, kurz vorgebrüht, schnell gemacht und mit Genuss getrunken.

Jetzt hat den Ausschlag für die WMF 1000 vor allem die Tatsache gegeben, dass sie aus einem gekühlten Milchbehälter Milch zieht und damit automatisch einen Latte, Milchkaffee etc. zu bereiten kann und im Gegensatz zu einigen Saeco-Maschinen diesen Milchkanal auch noch selbst reinigt. Klingt gut, oder?

Das führt allerdings an Tagen wie heute dazu, dass man die teure Investition mit dem Hammer traktieren will. Gerade aus dem Bett gefallen, die Augen noch mit Schlaf verklebt führt der erste Weg in die Küche. Auch blind finde ich den Kopf zum “hochfahren” (sie braucht knapp so lang wie ein Vista Ultimate-System!), bin also sicher, nach der teilweckenden Dusche direkt einen Kaffee ziehen zu können. So dachte ich zumindest…

Die erste Meldung ist “Milchsystem spülen”. Hab ich ja nicht gestern abend erst gemacht… also: Schlauch ab vom Milchkühler, an den Heisswasserauslass anschliessen, Tasse drunterstellen, bestätigen, Schmodder wegschütten, Schlauch wieder an den Milchkühler anschliessen. Gut. Das ist der Kaffee wert.

Dem nicht genug: “Satzbehälter leeren”. Auch gut. Ich nehme also den Satzbehälter aus der Maschine, schleiche zur braunen Tonne, kippe den Kaffesatz hinein (hätte ich genauer hingeschaut, dann hätte ich wahrscheinlich schon darin lesen können “Kein Kaffee heute Morgen!”), gehe wieder hinein, spüle den Satzbehälter aus, setze ihn wieder ein. Jetzt aber!

Nein, warum auch. “Wassertank leer”. Das ist eine leichte Übung, denn der Wasserhahn ist keine zwei Meter von der Maschine. Also auch diese Aufgabe erfüllt, mittlerweile sind 5 Minuten ins Land gezogen. Die Meldung “Bohnenbehälter füllen” aber … nein, darauf kann jemand anders reagieren! Zumal das frische Paket Kaffeebohnen im Keller ist.

Ich habe den Hammer im Regal gelassen (denn das steht im Keller, dann hätte ich ja die Bohnen mitbringen können), bin leise zum Auto gegangen, und habe die Aral um die Ecke angefahren. Die hat ein Bistro, und der Latte schmeckt da auch ganz lecker. Zumindest weiss ich jetzt, warum mir alle “echten Kaffeegeniesser” von komplett manuellen Maschinen vorschwärmen… denen passiert ein solches Fiasko nicht!

Die Krönung der Geschichte: Eine Stunde später ruft mich die Alte (nicht: “die alte”) im Büro an und raunzt: “Hättest ja auch mal die Bohnen auffüllen können! Ich wollte auch einen Kaffee!”. Das interessiert mich … nicht die Bohne :-(


Ich HASSE PCs!

Januar 22, 2008

Notebooks, Laptops, Desktops, Rackmounted PCs, Tower, UMPCs, das ganze elektronische Gesocks! Es ist immer das selbe. Ich habe wenig Zeit. Ich habe ein enges Zeitkorsett, einen festen Abgabetermin für das Buch, ich weiss, was ich schreiben will und wie viel Seiten ich brauche. Der Statistiker in mir stellt einen belastbaren Plan auf, wie viele Seiten an welchem Tag (unter Berücksichtigung der sonstigen Termine, der neuen Staffel DSDSmeines Liebling-Politikmagazins und der Laune der besten Ehefrau von allen) geschrieben werden müssen.

Und doch: Mein Ehrgeiz flüstert leise “Och komm… drei Seiten noch, dann hast Du morgen weniger zu tun…”. Und ich blauäugiger, erfahrungsresistenter Depp höre auch immer wieder darauf. Daraufhin das leise Gespräch zwischen den beiden Prozessorkernen meines Core Duo-Notebooks:

(Core Left): Hey, sach mal… spinnt der? Der… ich glaubs nicht! Der startet Word! Der will doch nicht…

(Core Right): Nee, lass mal. Beim letzten Mal hat ers verstanden. Fünfmal neu starten, weil die eine externe Platte gezickt hat, das macht der nicht nochmal…

(Core Left): LOL! Oder weisst Du noch? Als er das Navibuch geschrieben hat und Screenshots von TomTom brauchte? Da hamm´wer erst das Mobile Device Center abgeschossen, dann hat er neu gestartet, dann den Pocket Controller abgedreht, dann hat er wieder neu gestartet und dann hat der PDA nicht mehr synchronisiert.

(Core Right): Manno, hat der geschäumt. Ich hab jetzt noch Bauchschmerzen vor Lachen! Das macht der nicht nochmal!

(Core Left): Na, Dein Wort in Elektrons Ohren. Nee. Der hats immer noch nicht verstanden. Der will weiterschreiben. So doof kann man doch nicht sein. Ich will Ruhe jetzt. Was meinst Du?

(Core Right): Tja. Dumm gelaufen. Wer nicht lernen will, muss warten. Weisste was? Lass uns beide mal ein Beinchen heben gehen… vielleicht geht er dann auch mit dem Köter. Und wir nehmen das +5Volt-Beinchen. Eins und zwei und Bzzzzzzzz.

Danke, Jungs. Nicht nur hatte ich gerade mal einen Moment nicht gespeichert, auch hatte ich gerade mühsam einen Screenshot so gepimped, dass er passte… und auch den noch nicht gespeichert. Und just in dem Moment geht das Miststück einfach aus. Aus! Hochfahren, Datei restaurieren, Änderungen nachziehen: 15 Minuten. Diesen Post schreiben: 5 Minuten. Und für alles andere gibt es Eurocard… und ich sollte mir überlegen, die dafür zu nutzen, zwei Prozessorkerne in Rente zu schicken.

Ich bin tatsächlich mit dem Köter, seines Zeichens Rauhaardackel gegangen. Der strömende Regen hat nicht unbedingt dazu beigetragen, meinen Ärger zu kühlen. Macht aber nix. Ich habe mich an eine RWE-Werbung erinnert, die sich vehement gegen die Diskriminierung von Rauhaardackeln als “Türdackel” wendet. Und mir überlegt, dass ein Core Duo-Notebook unter der Tür auch vor Zug schützt. Quid pro quo! :-)


Firmware 1.1.3: iPhone “navigiert”

Januar 17, 2008

Ah, ja. Apple hat vorgestern die Firmware 1.1.3 für das iPhone verfügbar gemacht. Alle freuen sich. Alle? Nicht alle, in einer kleinen, rechtsfreien Zone ertönt Gewimmer. Hat Apple es doch geschafft, die Unlock/Jailbreak der iPhones mit der neuen Firmware nicht nur zunichte zu machen, sondern gar auch bei einem Rollback auf die 1.1.2 zu unterbinden. Ich weiss schon, warum ich mir den Stress von Anfang an nicht angetan habe… :-D

Ansonsten mag der ungeneigte Rezensent durchaus zu der Meinung gelangen, Apple habe dieses Update nur aus diesem Grunde veröffentlicht. Die sonstigen Neuerungen sind nett, aber irgendwie ziehen sie nur Funktionalität nach, die eigentlich schon vorher erwartet worden wären:

  • Google Maps kann jetzt die aktuelle Position anzeigen (nein, nicht zu früh freuen: statt den seriellen Bluetooth-Dienst zu integrieren und damit ein GPS zugänglich zumachen, greift man auf Zelleninfos vom Netz und bekannte WLANs zu… die Positionsbestimmung ist ungefähr so genau wie “Dicker Finger auf 1:100000-Karte”). Und ungefähr 70% der Zeit nur verfügbar: Der Algorithmus braucht mehrere Bezugpunkte, um die Position zu mitteln. Macht also wenig Sinn, wenn man in einer einzigen Funkzelle steht…
  • Auch Verkehrsinformationen kann man sich anzeigen lassen. Ist mir zwar noch nie gelungen, aber zumindest kann man es aktivieren und sich an staufreier Fahrt freuen, wenn man im Stau steht… oder so.
  • SMS können jetzt auch an Gruppen von Empfängern gesendet werden.
  • Das Hauptmenü kann umgeordnet werden, sowohl die Anordnung der Elemente im Menü als auch die derer im Dock kann durch Verschieben beeinflusst werden. Nett animiert: Beginnt man damit, zittern alle Symbole, als wenn sie Angst hätten. Sollen sie auch :-)
  • Wirklich nett: Internet-Links können als Symbole ins Menü gelegt werden. So kann man wenigstens das Menü mal auf eine volle Seite füllen… und spart sich den Aufruf des Safari, um eine bestimmte Seite aufzurufen.
  • plus noch ein paar Kleinigkeiten, die kaum erwähnenswert sind.

Wenn jetzt noch irgendjemand über fehlende Neuerungen von Windows Mobile 5 auf 6 meckert, dann schrei ich… im Vergleich zu obiger Firmware war das ein Quantensprung! :-D


Post mortem…

Januar 5, 2008

Verzeiht mir das Wortspiel. Ich bin sauer. Sowas von sauer, obwohl ich´s ja eigentlich wissen sollte. DHL, die vom Stamme der KeinHirnHasenPaketzusteller, sind unsäglich. Nicht immer, aber immer dann, wenn es wirklich drauf ankommt.

Am 30.12. habe ich meine “alte” Videokamera auf ebay verkauft. An jemanden, der am Donnerstag, dem 3.1.08, eigentlich nach Kuba fliegen wollte. Auf Grund guter Bewertungen und der Kopie des online-Überweisungsbelegs hab ich mich durchgerungen, das Paket schon am Montag (Silvester) per Express rauszuschicken. Massgabe: Zustellung am nächsten Werktag (2.1.) vor 12:00. Wunderbar auf dem Beleg vermerkt: “Annahmeschluss: 18:00″. Abgegeben hab ichs um 11:07, Paketnummer DHL Express 94583706217DE.

Es kommt der 2.1., es geht dessen Mittag, das Paket ist nicht trackbar… geschweige denn wird zugestellt. Auf Nachfrage bei der Hotline kommt nur ein “Komisch, ich seh hier nur die Annahme, aber nichts weiter. Ich nehm eine Nachforschung auf, und sie werden sofort angerufen, wenn sich was neues ergibt.”

Es kommt der 3.1., keine Zustellung, keine Trackbarkeit.

Es kommt der 4.1. (wir reden mittlerweile von 2 Tagen Verzögerung bei der Zustellung eines Express-Pakets!) und siehe da: Das Paket ist auf dem Weg zum Empfänger…! Die Freude ist gross, der Empfänger vorsichtig optimistisch… bis sich der Status ändert: “Adresse falsch”. Wohl bemerkt: Die Adresse entspricht exakt der des Empfängers, an der per anderen Paketdiensten täglich mehrfach Pakete zugestellt werden, und wider meiner normalen Sauklaue ist die Adresse gar eindeutig lesbar… Den Rest des Beitrags lesen »


(Piep) Dich, Du (Piep)!

Dezember 30, 2007

Manche Leute stehen ja nicht offen zu ihren Schwächen… ich schon. Manchmal… So bin ich ein absoluter Fan der Trash-Real-Satire. Nicht die, wo rot toupierte vermeintliche Richterinnen über schlechte Schauspieler Urteile sprechen, sondern die, in denen Personen mit intellektuellem Verbesserungspotential in ausgewählter Weise ihresgleichen zu Problemlösung sozialer wie menschlicher Art auffordern. Wer´s noch nicht verstanden hat: Ich rede von Talkshows…

Besonders mag ich´s dann, wenn ich das ganze nicht in der Flimmerkiste, sondern in freier Wildbahn erlebe… So am Freitag in der Krefelder Innenstadt: Zwei quasi zum Stamm der Talkshow-Squaws gehörende err… junge Damen der Kategorie “Ey hömma, Schlampe, ey, mit dreizehn mein erstes Balg, hömma, ey, aber voll krass weissischnisch wer der Vatta is, ey, können fünf Macker sein, ey!”… die eben, die dem Trend der Magermodels so konsequent entgegentreten und Wurstfabrikanten überlegen lassen, ob sie nicht in die Modebranche einsteigen sollen.

An sich ist dieser Anblick nun in den meisten Ruhrgebiets- und Rheinland-Städten alles andere als unüblich (besonders in Bahnhofsnähe), wohl aber die fein auf die Situation und die Akteure abgestimmte Tonspur. “Ey, watt willzu, Du (Piep)?!”

…Passend dazu kollidieren in dem Moment die mitgeführten Kinderwagen fast miteinander

“Boah, Du (Piep), bissu bescheuert, ey? Voll (Piep), ey!”

ich muss dazu sagen, ich bin dick erkältet und der besten Ehefrau von allen zufolge im Moment eher taub als hellhörig, diesen Dialog aber habe ich in gehobener Zimmerlautstärke verstanden. Schon jetzt zu beobachten: die Umstehenden werfen sich verschmitzte Blicke zu, langsam bildet sich freier Raum um die Akteure, wie ein Fettauge auf einer Wasserfläche…

“Watt willzu, Du (Piep)? (Piep) Dich doch! Hab ich Dir doch gleich gesacht, ey!” Den Rest des Beitrags lesen »