Probleme mit A2DP bei Windows Mobile 6.1

Juli 4, 2008

… gibt es eigentlich nicht… zumindest, wenn man der Google-Suche glauben darf. Trotzdem hatte ich bei meinem HTC s100 Headset und sowohl meinem HTX KAiser/TyTN II als auch meinem HTC Touch Diamond (beide mit WM 6.1) das Problem, dass der eigentlich hochauflösende Stereoklang nur auf einer Seite kam. Kleinster gemeinsamer Nenner beider Geräte: WM6.1, und beim einem WM5 MDA Pro funktioniert die Stereowiedergabe einwandfrei.

Leider aber gab es keinerlei Lösungen für dieses Problem, eigentlich ein Indiz dafür, dass es gar nicht existiert. Nach einem Hardreset dann die viel zu offensichtliche Lösung: Auf beiden Geräten setze ich den CommMgr ein, ein kleines Tool, das gesteuert durch Kalender oder Funkzellen Profile setzt… und unter anderem auch den BT-Sender steuert… offensichtlich aber unter Verlust des A2DP-Profils. Beim einen ein Hardreset, beim anderen die Deinstallation, und die Musik ist wieder über Bluetooth und in Stereo… :-)


Test des HTC Touch Diamond online

Juli 2, 2008

Nach meiner Ankündigung und der offensichtlich verbreiteten Ansicht “der Erle hat den garantiert schon” ist meine Mailbox vor Anfragen geplatzt. Bitteschön, da ist er, der Test des HTC Touch Diamond. Und selten hat mir einer so viel Spass gemacht!

Der Kollege Samaschke schreibt es ja schon: Im Vergleich zum iPhone 1.x hat HTC einen meilenweiten Vorsprung herausgearbeitet. Und genau dieser Vergleich führt zu einer Menge an Diskussionen: Warum wird immer wieder das iPhone als Masstab herangezogen? Auch ich selbst, der eigentlich immer die Meinung vertritt, man solle Äpfel nicht mit Birnen vergleichen, hatte ja im November 2007 dem Druck nachgegeben und einen Vergleich Windows Mobile/iPhone geschrieben… mit dem Ergebnis, dass funktional WM überlegen ist, haptisch/vom Bedienkomfort her aber das iPhone durchaus seine Stärken hat.

Aus meiner Sicht zeigt sich hier eine eklatante Schwäche der Windows Mobile-Plattform. Keine funktionale, sondern eine der Außendarstellung: Apple als Hersteller des Endgerätes und gleichzeitiger Entwickler des Betriebssystemes wirbt in eigener Sache und aus eigenem Interesse für die Geräte. Wer Printmedien, Fernsehen und das Internet auch nur sporadisch als Informationsquelle verwendet, der hat keine Chance, das iPhone nicht zu kennen.

Microsoft auf der anderen Seite leidet an seiner eigenen Rolle als reiner “Softwarelieferant”. Was im Zusammenhang mit PCs eher unproblematisch ist, wird der mobilen Plattform zum Verhängnis: Die Netzbetreiber bzw. Hersteller passen die “Basis-Version” von Windows Mobile an die Geräte an, und dann läuft ein Gerät in einen Lebenszyklus wie ein jedes Mobiltelefon: Es wird auf der Webseite gelistet, in den Geschäften verkauft, beworben wird aber die Kernkompetenz: Das Netz. Und in der Summe (und ob der geringen Margen der Hardware, die quasi nur als Vehikel für die Erzeugung von Netz-Volumen eingesetzt wird) ist es dem Netzbetreiber - zumindest scheint es so - herzlich egal, mit welchem Endgerät der Endkunde telefoniert oder surft. Ja sogar im Gegenteil: je “standardisierter” ein Telefon ist, desto einfacher ist der Support: “Kennt man ein Nokia, dann kennt man alle.”

Was viele aber nicht beachten: Das iPhone ist trotz seines Hypes nicht der Megaseller geworden: Die Bindung an T-Mobile, das verschrobene Tarifmodell, die Unwilligkeit von Apple, das Gerät zu öffnen, all das hat die Laune der potentiellen Anwender gehörig verhagelt. Dazu noch die allgemeine Konsumschwäche genommen spricht jeder darüber, nur wenige aber nutzen es.

Mit dem HTC Touch Diamond ist endlich einmal ein Gerät auf dem Markt, dass innovativ ist, das schick und leistungsfähig zugleich ist. Auch wenn sich der Windows Mobile- oder gar Microsoft-Hasser schwer vom Gegenteil überzeugen lassen wird, der Otto-Normalverbraucher mit einer durchschnittlichen Technik-Affinität wäre begeistert … wenn er davon wüsste.

Liebe Microsoft-Marketing-Strategen: tut was! Schaltet Anzeigen, dreht Werbeclips, bombardiert die nach Perfektion lechzende Mitwelt mit der Nachricht, dass es Alternativen zum iPhone gibt und das auch die mobile Version von Windows Komfort und Bedienspass bietet!


HTC Touch Diamond - Der iPhone-Killer!

Juli 1, 2008

Man beachte: Ausrufezeichen statt Fragezeichen! Nach drei intensiven Tagen mit dem Touch Diamond, Erfahrungen mit iPOD Touch und iPhone, einer gehörigen Portion Eingangsskepsis und einem seit drei Tagen nicht weichen wollenden Grinsen im Gesicht steht mein Urteil fest: Der HTC Touch Diamond ist bei weitem und seit langer Zeit endlich mal wieder ein innovativer und riesigen Spass machender PDA, der auf Grund seiner vielen “Usability-Features” (all die kleinen netten Dinge, die einfach die Bedienung angenehm machen) alles in den Schatten stellt, das bisher zu bekommen war.

Natürlich hat er auch Macken (bei hoher Speicherauslastung durch viele laufende Programme ist er nicht der Schnellste, manche Tastenbelegungen sind eher gewöhnungsbedürftig), aber das tritt in den Hintergrund, wenn man das Gesamtbild sieht.

Der Test folgt noch diese Woche auf der World of PPC!


Test des GSmart t-600 (t600) Windows Mobile DVB-T-Phones

Juni 10, 2008

Es ist EM… das Wetter ist fein, und irgendwie die Motivation gering, bei “unwichtigeren” Spielen drinnen vor der Glotze zu hängen. Dumm auch, wenn man gerade zum Anpfiff noch unterwegs ist. Kein Problem: GSmart hat mit dem t600 ein Windows Mobile-Gerät auf den Markt gebracht, das einen integrierten DVB-T-Tuner hat. Nicht DVB-H, das netzbetreiber-gewinnmaximierende Handy-TV, sondern DVB-T, das kostenlose “Überall-TV”. Ganz nebenbei noch ein superscharfes VGA-Display, ein Telefon, Bleutooth, WLAN und viele kleine Anpassungen von Windows Mobile 6, die die Bedienung erleichtern.

Neugierig geworden? Zu Recht… hier ist mein ausführlicher Test.


Der Touch Diamond nicht mehr lieferbar (und andere Amazon-Anomalien)

Juni 7, 2008

Ich sags mal so: Nach meinem Nigeria-Abenteuer (siehe unten) wundert mich ja nix mehr… aber die Mails die Amazon momentan verschickt, sind schon ein wenig … ich sag mal … sonderbar:

Vorgestern die Horrormeldung: Amazon kann den HTC Touch Diamond im Moment nicht besorgen:

Guten Tag,

wir versuchen noch immer, den / die folgenden Artikel, die Sie am 07. Mai 2008 10.48 MEST bestellt haben (Bestellnummer #028-7257694-xxxxxx), zu besorgen:

“HTC P3700 Diamond (Touch-Screen, GPS, UMTS) Smartphone ohne
Branding”
http://www.amazon.de/gp/product/B0018YYS9G

Leider ist dieser Artikel schwer zu bekommen.

Besteht Ihr Interesse an diesem Artikel weiter? Wir versuchen gerade, den Artikel noch fuer Sie zu beziehen. Bitte haben Sie noch ein wenig Geduld. Wir koennen allerdings nicht garantieren, dass der Artikel noch erhaeltlich ist. Falls Ihnen die Wartezeit zu lange wird, koennen Sie die Bestellung natuerlich jederzeit stornieren, solange sie sich nicht im Versandprozess befindet.

Ach so… der ist schwer zu bekommen? Könnte das daran liegen, dass er noch gar nicht auf dem Markt ist?! :-D

Schön aber auch die Lastverteilung auf die Auslieferungs-Dienste gestern Abend:

Ihre Bestellnummer 028-8463629-9993121 (eingegangen 05-Juni-2008 )
———————————————————————
Bestellt Titel Preis Versandt Zwischen-
summe
———————————————————————
Amazon.de Artikel (Verkäufer: Amazon EU S.a.r.L.):

1 Lethal Weapon 1 - Zwei sta… EUR 10,97 1 EUR 10,97

Der Artikel wurde an unseren Spediteur für Großgeräte übergeben.
Dieser wird Sie innerhalb der nächsten zwei Werktage kontaktieren um
einen Liefertermin zu vereinbaren.

Nur zur Vervollständigung: Es ging um eine HD-DVD. Sollte ich verpasst haben, dass die in einem Kühlschrank verpackt kommt? Ich bin gespannt… :-D


Datendösel oder “Don´t push it, baby!”

Mai 19, 2008

Immer das selbe… und offensichtlich nicht nur, wenn ich in Seattle bin. Gestern wechsle ich den PDA, mache mich mit Hund und kleinem Sohn auf in den Park und wundere mich beim nach Hause kommen, warum ich Mails im Outlook, aber nicht auf dem PDA habe.

Manuell gesynced, Mails sind da. Neue Mail an mich selbst geschrieben, im Outlook da, am PDA nicht. Manuell gesynced, Mail ist da. Das ganze Spiel inklusive runterfahren und neustarten des PDAs, Wechsel des PDAs eine halbe Stunde gespielt. Gottseidank habe ich vor dem Neustart des Servers (der es ja schliesslich auch hätte sein können, wenn nicht gepushed wird, kann auch nicht empfangen werden) festgestellt, das parallel die UMTS-Verbindung immer mal wieder zusammenbrach. Die wiederum ist aber die Basis des Pushens neuer Elemente. Da kommen dann so neue, noch nie gesehene Fehlermeldungen wie “Überprüfen Sie ID und Kennwort, oder wählen Sie den Authentifizierungstyp ggf. neu aus”. Ein Anruf bei der vodafone-Hotline dann brachte die (unbefriedigende) Lösung: Die Datendienste sind gestört… man arbeitet dran.

Warum muss sowas eigentlich immer passieren, wenn ich gerade etwas tue, das potentiell “schuld” sein könnte? :-(

Störungen in den Datendiensten können immer mal wieder passieren. Allerdings: Dass diese nicht von gestern gegen 1700 bis heute um 09:00 zu lösen sind, und ein weiterer Anruf bei der Hotline ergibt, dass sie “gegen frühen Abend” mit der Lösung rechnen, ist bitter. Manuell synchronisieren zu müssen ist so … so… vorsintflutlich… :-D


Begegnungen…

Mai 15, 2008

… die einem den Glauben an normale Kommunikation und Miteinander zurück geben, sind selten, aber es gibt sie.

Gestern landete der HTC Touch, zu dem ich meine Frau endlich überreden konnte (nachdem ihr QTek 8500 sich langsam in alle Einzelteile auflöste) statt in ihren Händen in der Packstation um die Ecke.

Wer das Prinzip Packstation noch nicht kennt: Entweder meldet man sich aktiv an, und kann dann seine Packstation als Empfängeradresse für Päckchen und Pakete angeben. Alternativ liefert DHL Sendungen, bei denen man nicht zuhause war, in eine Packstation ein, statt sie zum Postamt zu bringen.

In jedem Fall ist der Vorteil, dass eine Packstation 24 Stunden geöffnet ist, man also beliebig seine Sendungen abholen kann, ohne auf Öffnungszeiten oder Wochenenden Rücksicht zu nehmen. Dazu erhält man eine Benachrichtigungskarte mit Barcode, die dann an der Packstation gescannt wird und das entsprechende Fach öffnet, in dem sich das Paket befindet. Vorher allerdings muss man sich über ein Touchscreen durchhangeln und seinen Namen eingeben und für das Paket unterschreiben. Hochtechnisch also, aber nicht unbedingt vollständig intuitiv.

Nun komme ich gestern an meine Packstation und sehe dort ein älteres Pärchen stehen. Mein erster Gedanke: “Oh je, das dauert!”. Im gleichen Moment habe ich mich in den sprichwörtlichen Allerwertesten getreten, denn die Gleichsetzung “ältere Leute” mit “technikunerfahren” hinkt immer mehr. Näher kommend aber stellte sich meine Befürchtung als nicht ganz so fern der Realität heraus: Die beiden tippten wild auf dem Display herum, waren sich vollkommen uneins, was sie nun machen mussten und in der Summe schlicht überfordert. Auf meine Frage “Darf ich Ihnen helfen?”  schallte mir ein aus ganzem Herzen geseufztes “Ja bitte… Sie schickt der Himmel! Unsere Tochter ist im Urlaub, und wir müssen jetzt das Paket abholen…”. Kurz erklärt, wie´s funktioniert, das Paket “befreit”, und die beiden zogen unter wiederholten Dankes- und Erleichterungsbekundungen von dannen.

Einfach schön dabei: Zum einen die Tatsache, dass die beiden sich augenscheinlich darüber freuen, dass es noch Mitmenschen gibt, die sich dann hilfreich einschalten. Zum anderen, dass ich mich darüber freue… :-)


Mangelnde Innovationen oder „Wir hinken immer hinterher“

Mai 8, 2008

Die Pressekonferenz von HTC zum HTC Touch Diamond hat wieder eine Diskussion losgebrochen, die eigentlich gar nicht neu ist. Als ich im April in Redmond mit vielen weiteren Experten zusammen saß, war auch das Thema. „Windows Mobile hinkt immer hinter der Konkurrenz hinterher.“

Der Touch Diamond ist da ein schönes Anschauungsobjekt: Als am 09.11.2007 das iPhone auf den Markt kam, waren alle voller Lob über seine Haptik, die Medienwiedergabe, die Gestenbedienung am Display. Ohne den Begriff „iPhone-Killer“ in den Mund nehmen zu wollen, aber genau das kommt dem geneigten Betrachter beim Diamond in den Sinn. 4GB Festspeicher, Touch 3D mit Gesten, Medienwiedergabe massiv „aufgehübscht“, all das kommt auf die Windows Mobile-Plattform… nur eben ein Dreivierteljahr später. Konsequenz im Eindruck: Eben jenes „hinter den Trends herlaufen“.

Aber ist das so? Meiner Meinung nach ist es ein Vergleich (verzeiht mir den unfreiwilligen Wortwitz) von Äpfeln und Birnen. Sicherlich ist in der Vergangenheit der Fokus für Windows Mobile als mobiles Betriebssystem und die entsprechenden Geräte weniger die Haptik und ausgeklügelte Bedienung gewesen, sondern platt und einfach die Funktionalität. Man kann sich trefflich streiten ob nun das iPhone, ein Nokia oder ein Windows Mobile-Gerät „besser“ oder „innovativer“ sind – denn das liegt im subjektiven Empfinden des Benutzers und seiner Anwendungen -, aber eines ist sicherlich unstrittig: Es gibt keine Plattform, die früher funktionale Innovationen umsetzt als Windows Mobile. Nehmen wir die Synchronisation mit einem Exchange-Server. Das iPhone bekommt sie auf massives Drängen des Markes ein Dreivierteljahr nach Marktstart, auch die diversen Nokias haben erst nach langer Zeit die entsprechende Microsoft-Technologie lizensiert.

„Das interessiert aber den Privatanwender nicht!“? Richtig ist, dass kaum ein Privatanwender einen Exchange Server zuhause stehen hat. Richtig ist aber auch, dass der Markt der „Hosted Exchanges“ bei allen Internet- und Email-Anbietern in den letzten Jahren massiv geboomed ist. Warum nur?

Nehmen wir stattdessen Consumer-Anwendungen: GPS-Navigation, Anfang 2001 auf dem Pocket PC mit der ersten Destinator-Version etabliert, findet langsam den Weg auf andere Systeme: Nokia hat es entdeckt, Apple ziert sich noch. Wer in der Dämmerung auf der Autobahn aufmerksam in die Cockpits vorbeifahrender Autos schaut, der erkennt eines ganz schnell: Navigation ist ein Riesenthema. Und, nehmen wir die Nischenanbieter aus der Kalkulation, das Gros der Geräte hat Windows CE .NET an Bord, entweder als Unterbau für Windows Mobile oder als Betriebssystem der diversen PNAs. Auch hier: Windows Mobile hat den Trend gesetzt, statt ihm hinterherzulaufen.

Nächstes Beispiel: Die ersten Windows Mobile-Versionen war sicherlich visuell spartanisch, dafür gab es aber von Anfang an eine Vielzahl von Zusatzprogrammen. Und hier reden wir nicht von dem kleinen Spielchen für zwischendurch, sondern von einem Spektrum, das sich vom Entertainment-Bereich über Produktivitätstools (wie Projektplanung, Mindmapping, flexible Datenbanken, Lagerhaltung) bis hin zu Freizeitanwendungen wie Reiseführern, Geocaching- Anwendungen, Fitnessplanern erstreckt. Keine mobile Plattform hat so viele unterschiedliche Programme zur Verfügung, die auf ein und dem selben Gerät situativ eingesetzt werden können. Nokia/Symbian/UIQ? Nicht zu vernachlässigen, aber alleine auf Grund der Softwarearchitektur nicht vergleichbar. Das iPhone? Apple hat sich vermeintlich erfolgreich durchgesetzt, den Kuchen ganz alleine aufzuessen und ein System geschaffen, das abgeschottet vor Drittherstellern einen festen Satz an Anwendungen integriert hat, aber nur über offizielle ROM-Updates erweitert werden kann (Jailbreak – für den nicht iPhone-Befallenen die mühsame Befreiung des iPhones von den Apple-Restriktionen – mal außen vor). So recht gelungen ist dieses Robinson-Prinzip aber nicht: Recht schnell schob Steve Jobs die Ankündigung eines SDKs, einer Softwareentwicklungsumgebung für das iPhone, hinterher. Genützt hat es nichts, denn die Verkaufszahlen sind nach dem Erstverkaufsboom alles andere als zufriedenstellend.

Diese Ausführungen theoretischer Natur umgesetzt in ein Praxisbeispiel: Ich bin sicherlich sehr Technik-affin und unabhängig von meiner Überzeugung, dass Windows Mobile in der Summe die überlegene Plattform ist, gerne zu Ausflügen auf andere Plattformen bereit. Das iPhone war somit eine logische und quasi unvermeidliche Anschaffung. Und ich muss zugeben, es hat Spaß gemacht, sich mit einem haptisch und ergonomisch „besonderen“ Gerät zu beschäftigen – einfach, weil es im Vergleich zu den Windows Mobile Geräten etwas neues, ungewohntes war. Nach kurzer Zeit aber hat sich die Begeisterung des Neuen soweit abgenutzt, dass das „Spielen“ mit dem Gerät einem „Nutzen“ weicht. Und genau da war für mich die Zäsur, die das iPhone mehr und mehr auf den Schreibtisch verbannt hat: Ohne Erweiterbarkeit, ohne Navigation, ohne vernünftige Anbindung, all die Faktoren also, die ein Windows Mobile-Gerät seit jeher mitbringt, nützen Design und Ergonomie in der Praxis nicht wirklich viel.

Und um auf den Ausgang wieder zurückzukommen: Wenn ein System, das funktional deutlich vor der Konkurrenz sitzt, sich die Muße leistet und auch vom Design und der Bedienbarkeit zu den Mitbewerbern aufschließt, dann ist dies für mich ein weiterer Ausbau der dieses Vorsprungs und nicht ein „Hinterherhinken“.


Retrogeräte und deren Auswirkungen

Mai 8, 2008

Mir ist langweilig… sagte ich das schon? Die Option auf das GSmart t-600 Mitte des Monats und den HTC Diamond irgendwann im Juni helfen mir HEUTE nicht… und so habe ich nach dem Treo 750 ganz tief in die Kiste der Erinnerungen gegriffen und mir ein Motorola MPx 200 für einen Appel und ein Ei neu gekauft. Gibt´s noch… auch wenn neu eher „instandgesetzt“ heißt. Macht aber nichts, sieht aus wie neu… und ist für mich vom Aussehen her immer noch eines der schönsten Windows Mobile-Telefone, die es gibt.

Und da wollte Andreas „eben mal schnell“ den Zugang vom Exchange einrichten… Standard halt. Danach dann auf den Balkon (weil der Zugang zum Garten, auch Wohnzimmer genannt, von einer geifernden Horde gefrierdosensüchtiger Xanthippen okkupiert war: Tupperparty halt. :-D

Wie auch immer: Die Gedanken um Balkon oder Garten waren eh hinfällig, denn offensichtlich trübt die Erinnerung. Ja, es hab noch Zeiten, in denen das Betriebssystem nicht Windows Mobile, sondern „Smartphone 2002“ hiess, Zeiten, in denen der Outlook Mobile Access noch über eine Zusatzkomponente „Mobile Information Server“ lief und das SSL-Zertifikat zwingend war.

Letzteres allerdings war die Ursache dafür, dass die frische Luft des Abends nur durch das offene Dachfenster genossen werden konnte: Im Gegensatz zu „modernen“ PDAs sucht sich ein Smartphone oder Pocket PC 2002-Gerät nämlich das Zertifikat auf dem Server selbst, und ist dabei ziemlich zickig: Nur vertrauenswürdige Zertifizierungsstellen werden akzeptiert, das selbst generierte SSL-Zertifikat, mit dem jedes Windows Mobile 5 oder 6-Gerät wunderbar klarkommt, führt zu einem „Das Serverzertifikat ist ungültig“, das man von alleine nicht mit Bordmitteln abschalten kann.

Irgendwo im Hinterkopf summte ein „Zertifikatscheck ausschalten“, und die Kombination von Erinnerung und Google brachte dann das Ergebnis: Es gibt ein kleines Tool, dass bei bestehender ActiveSync-Verbindung dem mobilen Gerät sagt, es solle sich nicht anstellen und auch ohne gültiges Zertifikat synchronisieren.

Problem erkennen? 5 Minuten. Problem lösen? Eine Stunde. Artikel auf Ratschlag24 schreiben? 25 Minuten. Für alles andere (und vor allem die Tupperkäufe meiner Frau) gibt es die … Kreditkarte Eurer Wahl. :-)


Nix los?

Mai 5, 2008

Nee, irgendwie nicht. Die Hersteller halten die Bälle flach, bis die ersten Windows Mobile 6.1-Geräte fertig sind, gross neues kommt momentan nicht auf den Markt. Den Grad meiner Langeweile kann man schon daran erkennen, dass ich mir erst einen Palm Treo 750 und dann ein Samsung SGH-i780 zugelegt habe… beides zum zweiten Mal.

Gerade bei letzterem aber muss ich zugeben, dass die “Pause” Sinn gemacht hat. Mittlerweile habe ich mit realVGA ein Tool drauf, das die 320*320 Auflösung des Samsung “echt” nutzt. Soll heissen: in 96DPI ist der komplette Bildschirm viel kleiner und hochauflösender genutzt als im Windows Mobile-Standard. Und das ist ein Hingucker…

Ein wenig Mut macht mir das Telefonat, dass ich letzten Mittwoch mit Joey Chen von Gigabyte geführt habe. Das GSmart t600 wird in den kommenden Wochen den deutschen Markt “beglücken”, und das macht aus mehreren Gründen Spass: Zum einen wegen seines integrierten DVB-T-Tuners, denn damit ist die EM im Biergarten gerettet. Zum anderen wegen seiner geringen Grösse und den 2.6-Zoll VGA-Displays, was nicht nur zum Fernsehen spass machen wird.

Warum mir das Mut macht? Das Sample kommt kommende Woche, und damit ist endlich wieder ein forderndes Spielzeug in Sicht… :-)