Seattle, Tag 5:

April 16, 2008

2300:

Manchmal kann man sich wirklich taeuschen… aus dem Bauch heraus (und bitte… “… davon hatter ja viel” ist mittlerweile abgegriffen! :-) ) haette ich einer MVP-Party im Experience Music Project nicht sooooo viel Bedeutung beigemessen. Edel-Karaoke ist nicht mein Ding. Dachte ich zumindest bisher.

… nennt man das Ganze “Rockaroke”, garniert es mit einer Liveband und einem Haufen wirklich talentierter MVPs, dann wird es zu einer Riesengaudi. Respekt an alle, die sich auf die Buehne gewagt haben!

1400:

Mein Lieblingszitat: “You know, we’re living in a strange technical bubble here in Redmond. In fact, you can already see that from space…” :-)

1300:

Eines wird immer klarer: Die Entscheidung, mein Sony TZ21 zu verkaufen und komplett auf mein OQO e2 zu setzen, war goldrichtig. Viereinhalb Stunden Akkulaufzeit im WLAN, unterwegs klein wie ein PDA, aber leistungsfaehig als vollwertiger PC. Im Hotel in der Dockingstation mit Bluetooth-Tastatur merke ich keinen Unterschied… und so kann ich hier bloggen, mailen und surfen… und habe trotzdem noch Platz auf dem Tisch fuer Kaffee und Kekse.

Weiterhin klar geworden: Der iPAQ 614 ist noch schlechter als ich befuerchtet habe. Test ist geschrieben und geht kommende Woche online, aber von der Verarbeitung ueber den Akku und die Funktionalitaet hat sich HP mehr geschadet als genuetzt. Schade drum!

1100:

Eine der Sessions, die den eigentlichen Sinn dieses Summits ausmachen: Feedback an die Produktgruppe. Wie immer die Standardthemen, die die Enduser schmerzen, und schoen zu sehen, dass diese weltweit aehnlich gesehen werden.

0730:

Heute Morgen passiert es mir nicht, dass ich ungeruestet mit Kaffee in den Bus steige. Treffpunkt ist eine halbe Stunde eher am Starbucks gegenueber. Einen Caramel Macchiato Venti und einen Blueberry Scone, bitte… :-)

Schuldig geblieben bin ich noch die Bilder von gestern: Um den WM-Bezug zu behalten, wie ware es denn mit einer Wand aus PDAs, die als Videowand fungieren (click to erlarge)?

Oder den “Museumseintrag” fuer die Kategorie PocketPC:

… und zu guter letzt ein Bild, von Bill Gates und Steve Ballmer, das beide in … err … juengeren Jahren zeigt, um es vorsichtig auszudruecken:


Seattle, Tag 4:

April 15, 2008

2100:

Wieder im Hotel. Nach den offiziellen Veranstaltungen ein kurzer Besuch im Microsoft Company Store und im darunterliegenden “Firmenmuseum”, davon morgen mehr mit einigen Bildern.  Ich bin kaputt… und heute erst ist mir aufgefallen, dass das Westin von aussen ziemlich haesslich ist… zumindestm wenn man es aus dem typisch Seatteler Schmuddelwetter sieht.

… wer bei obigem Bild an “Twin Towers” denkt: Keine Angst, darum sind noch so viele andere Wolkenkratzer, dass ich mich sicher fuehle…

1305:

… und ein kurzer Gruss an den Kollegen Samaschke…

1130:

Die erste Session zu zukünftigen Entwicklungen wie erwartet unter NDA, in sofern leider keine kommunizierbaren Infos… aber viel Vorfreude… :-)

Dafuer nochmal die wichtigsten Features fuer das spaeter in diesem Jahr ausgelieferte Windows Mobile 6.1:

  • Autausch von Daten zwischen Anwendungen mittels Zwischenablage
  • Fetch Mail fuer POP und IMAP
  • Autovervollstaendigung in den Nachrichten
  • Threaded SMS, also komplette Unterhaltungen
  • Mehr Microsoft Applikationen in Windows Mobile, inkl. Remote Desktop
  • Pan and Zoom im Pocket Internet Explorer
  • Vereinfachungen im Bluetooth und WLAN Betrieb, u.a. Uebertragung der Informationen wie Netzbetreiber, Roaming Status, Signalstaerke
  • Massive Sicherheitsmassnahmen fuer Firmen, so koennen von Administratoren Policies auf mobile Geraete ausgerollt werden, die den Einsatz in Firmeninfrastrukturen sicherer machen. Dazu muss allerdings ein Exchange Server 2007 mit SP1 vorhanden sein.

0700:

Guten Morgen, Deutschland! :-}

In fuenf Minuten geht es mit den Shuttle-Bussen los in Richtung Redmond und Microsoft Campus. Ich muss los…


Seattle, Tag 3:

April 14, 2008

2100:

Ein langer Tag, Der Schuhtausch hat wunderbarer Weise funktioniert, ohne, dass ich grossen Aufwand treiben musste. Downtown ist auch ein Foot Locker, der anstandslos die zu kleinen zurueck nahm und die richtigen herausgab. Vorbildlich! Werde ich meiner Frau natuerlich nicht sagen… ich bin ja nicht wahnsinnig. Chucks mitbringen ist schon nett, aber deren Wert steigt ideell ins unermessliche, wenn man sie gleich nochmal mit Riesenaufwand umtauschen musste… :-)

Was ich in den USA immer wieder bitter finde: Das Technikschlaraffenwunderland ist nur der Sage nach eines. Ob nun ein Fry’s, ein CompUSA, ein BestBuy oder ein Office Depot, der Feld-Wald- und Wiesen Media ist besser sortiert… :-(

Nach dem zweiten Einkaufsbummel heute der Start ins Summitprogramm mit der Begruessung, den ersten Open Space Sessions und dem Welcome Dinner, morgen gehts dann in die Produktgruppen.

Sehenswert jetzt: Nach dem Regen des heutigen Tages (Petrus liest dieses Blog und hat sich entschieden, meinen Wettermeckereien ueber ungewohnte Sonne und Waerme am Samstag zu entsprechen und wieder das Standard-Seattle-Wetter zu bringen!) jetzt klarer Himmel und weite Sicht in Richtung Redmond:

0900:

Aaargh… auch beim vierten USA-Aufenthalt lernt man noch dazu. Hatte die beste Ehefrau von allen gestern noch im Bestellwahn ein Paar Chucks gewuenscht und diese Bestellung natuerlich auch erfuellt bekommen, so erschienen mir die Schuhe beim Umpacken in den Koffer gestern abend irgendwie zu klein. Und dabei hatte sie doch noch auf der Converse-Seite nachgesehen. Was wir beide nicht wussten: USA-Schuhgroessen sind zwischen Maennern und Frauen unterschiedlich. Was fuer einen Frau 7 ist (die hatte meine Frau als Pendant zu 40 in Europa rausgesucht) ist bei Maennern 5 und entspricht so 37.5. Mein Vorschlag, frei nach den Gebruedern Grimm die Fuesse auf die Schuhe zuzuschneiden, stiess auf wenig Gegenliebe, und so fahre ich statt Fruehstueck heute morgen nochmal nach Bellevue und tausche um. Gut, dass das Programm quasi erst heute nachmittag losgeht…

00:30

Es ist zugegeben quasi subintelligent, sein Mobiltelefon anzulassen, wenn man in einer so unterschiedlichen Zeitzone ist. Das fuehrt dazu, dass einen ein Kreditkartenunternehmen nach Mitternacht lokaler Zeit anruft und einem die Goldcard andrehen will. Wll ich aber nicht… vor allem nicht, wenn ich noch halb schlafe… :(


Seattle, Tag 2:

April 13, 2008

2200:

Mein persoenliches Highlight dieses Summits habe ich schon: Das heutige Spiel der Seattle Supersonics gegen die Dallas Mavericks.

Nachdem Nowitzki letzte Woche fast im Alleingang dafuer sorgte, dass die Mavs die Playoffs erreichten, war fuer heute klar: Das gibt ein Schlachtfest mit vollkommen chancenlosen Sonics. Am Anfang ohne Frage genau das: Die Sonics ideenlos und viel zu unprazise, und auf der anderen Seite ein Dirk Nowitzki (mit der Nummer 41), der einfach alles traf:

Unglaublich… der Mann angelt sich mit seiner Krakenreichweite den Ball, dreht sich um und wirft mit schlafwandlerischer Sicherheit einen Drei-Punkte-Wurf nach dem naechsten. Aaaaaber: Am Ende hiess es nach einer genialen Aufholjagd der Sonics 99:95… die Stimmung in der Keyarena in den letzten 10 Minuten habe ich so noch in keinem Sportstadion diese Welt erlebt… Kleines Bonbon: Nowitzki (wir erinnern und: Rueckennummer 41) mit 32 Punkten Topscorer des Spiels und alleine fuer mehr als ein Drittel der Punkte der Mavs verantwortlich… Wahnsinn!

1500:

Registriert. Das Washington State Trade and Convention Center ist zwar recht gross, aber so recht will es nicht zwei Versanstaltungen (Teile des Summit und Seattle Green) verpacken… es ist ein wenig voll.

1300:

Okay… verstanden. In den USA einzukaufen und vorher schon Einkaufswuensche mitzuteilen ist scheinbar fuer Frauen (zumindest meine) langweilig. Mehr Spass macht es, wenn man per SMS und Mobiltelefon gemuetlich im Bett liegend (weil in Deutschland schon nach 2100) durchs Internet surft und dann eher situativ spezielle Socken fuer den Kleinen bei GAP Kids, Chucks fuer die eigenen Fuesse und allgemeine ‘Schau doch mal’s bestellt. Irgendwie kam ich mir vor wie der persoenliche Teleshopping-Sender… :-)

0900:

Eine ruhige Nacht und wie immer bin ich n der richtigen Zeitzone angekommen. Gespraeche mit zuhause gestalten sich ein wenig schwierig (”Heute Abend” ist ein wenig anders zu definieren, wenn man 9 Stunden hinter der Heimatzeit ist) :-)

Jetzt erst mal fruehstuecken, dann nach Bellevue Square, wie eigentlich jedes Jahr… die Kreditkarte muss ja irgendwie unter Last kommen. Und da der Kollege Wenz alle Unbillen der als Staatsfeind klassifizierten Einreise ueberstanden hat, auch er dabei…


Seattle, Tag 1:

April 12, 2008

1900:

Ihr verzeiht mit sicherlich, dass ich jetzt einmalig den Zeitsprung mache… jetzt sind wir amerikanischer Zeit… und ich im Hotel.

Seattle macht mir Angst.. es ist so hell, und das um gefuehlte 0400 Uhr morgens…. ich glaube, in so strahlendem Sonnernschein habe ich Seattle noch nicht gesehen:

Sonne…. ungelogene 23Grad! Ich geh jetzt noch ein Bier trinken, draussen. Natuerlich low fat und light…. :)

1225:

Kann nicht schlimmer sein? Kann es… der Kollege Wenz hatte beim letzten USA-Aufenthalt das Pech, seinen gruenen Fetzen im Pass nicht entfernt zu bekommen. Und ohne diese nicht entfernte Visa-Waiver-Karte gilt er als nicht ausgereist.. Nun hat er ein SSSS auf der Bordkarte (was all die bekommen, die besonders zu beobachten sind) und zittert vor der Einreise. Oooops… :)

0910:

ln Kopenhagen. Der Flug war unruhig. zwei Reihen vor mir hätte ich mir wieder das Essen der anderen ansehen können. Wollte ich aber nicht, denn alle bekamen das selbe pappige Brötchen. Schön auch der Mensch neben mir, der während des Landeanfluges seine Kontaktlinsen einlegen wollte… um die 5 Minuten von der Landung bis zum Stehen auf den Knien verbrachte, um die rechte wieder zu finden. Vielleicht aber wollte er nur der Stewardess unter den Rock schauen… und hat ob seiner Sehschwäche nicht erkannt, dass sie eine Hose trug. Hab ich eigentlich schon gesagt, dass ein wichtiges Argument fuer SAS die Flugbegleiterinnen sind? :)

Und nun sitze ich hier… Zumindest das WLAN ist da, und Dank der trutzig antieuropäischen Haltung der Dänen kostets 80… Kronen für 4 Stunden. Ich rechne es jetzt nicht um… sondern bin froh, dass es keine Euro sind. :-)

0750:

Im Flieger nach Kopenhagen.  Irgendwie ist es nicht logisch, schon um 0910 in Kopenhagen sein zu müssen, wenn der Flieger nach Seattle erst um 1550 losgeht. Oder doch? Auf meine Frage beim Einchecken in Düsseldorf ob ich denn auch schon für Seattle eingecheckt sei war die Antwort: “lhr Gepäck schon!” Witzig! Tatsächlich steht auf den Boardingpass als Sitz “Gate:”… Ich darf also nachher mal wieder am Gate um meinen Platz betteln. Danke, SAS! Gottseidank geht es dem Kollegen Marschall nicht anders… :)


Diese Verlogenheit …

April 10, 2008

… widert mich an. Nein, dies ist kein politisches Blog, aber so ab und an sei mir die eine oder andere Äusserung gestattet.

Was in der vergangenen Wochen durch die Presse geht, ist unsäglich: Jeder, wirklich jeder, der sich mitteilungsbedüftig wähnt (also: jeder, wirklich, jeder) muss sich zum Thema “China, Tibet, Olympische Spiele” äussern. Da wird gemeckert und gehetzt, was das Zeug hält, die olympischen Spiele gehören boykottiert, die Staatschefs haben der Eröffnungsfeier fernzubleiben, und, und, und.

So sachlich richtig die Kritik an China aus meiner Sicht auch ist, ist es nicht jetzt ein wenig spät dafür?

  • Will man wirtschaftliche Zusammenarbeit (zum Beispiel einen Transrapid verkaufen, damit er dann kopiert wird), dann kann man China in den Arsch kriechen hofieren.
  • China tritt nicht erst seit Wochen Monaten die Menschenrechte mit Füssen, sondern seit Jahren. Ist dies ein Faktor für die Vergabe des Austragungsorts für Olympische Spiele, dann kann der Verantwortliche im IOC damals nur Amerikaner gewesen sein: Die sind in ihren historischen Kenntnissen meistens Jahrzehnte zurück.
  • Die Olympischen Spiele erst zu planen, und dann kurz vorher so in Misskredit zu bringen, ist der Gipfel der Unfairness gegenüber den Sportlern, die sich Jahre darauf vorbereiten und nichts für die Wahl des Austragungsortes, die politische Situation und das Gastgeberland können.

Den Gipfel der Dummheit habe ich gestern in einem Kommentar der Tagesschau gehört: “Kritiker werfen China Unehrlichkeit vor.” Hallo!? Wir reden von einem Land, das Demonstranten offen verprügelt und Dissidenten schon mal prophylaktisch medienwirksam in Haft nimmt, wie viel ehrlichen kann man denn noch sein?!


Preisverfall beim iPhone und Magenta-Wahn

April 9, 2008

… da hat wohl jemand seine geplanten Verkaufszahlen massiv unterschritten, was? Kein Wunder…

Wer dieser Tage in seinen Briefkasten schaut und (kein “Keine Werbung”-Schild vorausgesetzt) den aktuellen T-Mobile-Prospekt zur Hand nimmt, der könnte fast vermuten, der Konzern in Magenta wolle das iPhone zum Volkshandy küren (wollen sie natürlich nicht, wegen der “Volksaktie” steht man schliesslich gerade vor dem Kadi). Da sackt der Preis plötzlich ins Bodenlose… und plötzlich und unerwartet lässt man gar bei den Tarifen mit sich reden: Mit dem Complete S kann der Einsteiger für EUR 29,- 50 Minuten telefonieren, 100MB im Monat surfen und den Rest bezahlen.

Das ist zwar im Vergleich zum bisher “kleinsten” Tarif zwar unverschämt teuer leistungslos abgespeckt, aber hat einen Vorteil: Man kann die Kosten mal eben um 20 Euro pro Monat senken … auch wenn man Bestandskunde ist und wie ich das iPhone nur nebenbei nutzt. Danke!

Eher verwunderlich mutet allerdings ein vermeintlicher Aprilscherz an: Mir schwant, dass die Kollegen der Rechtsabteilungen von T-Mobile und Apple die ausgebliebenen iPhone-Gewinne in einer regelmässigen Pokerrunde beweinen und dabei bierselig austauschen, wen man noch so verklagen und abmahnen könnte. Unstrittig sind die Apfelmännchen da unglaublich kreativ… und die Kollegen in Magenta üben noch. So kann man über den Unterlassungsanspruch gegen Engadget Mobile eigentlich nur lachen: Der T-Konzern beansprucht die Farbe Magenta als Identifikationsmerkmal für seine Konzerntöchter, und die Wahl eines magentafarbenen “mobile” auf der US-amerikanischen Mobility-Seite verletzt damit Rechte von T-Mobile.

Wikipedia sagt dazu: “Das Telekommunikationsunternehmen Deutsche Telekom AG hat die Farbe Magenta (RAL-4010) als Farbmarke für Waren und Dienstleistungen aus dem Bereich der Telekommunikation unter der Registernummer 39552630.2 registrieren lassen. Konkurrierende Unternehmen können daher bei Einsatz dieser Farbe in der Werbung abgemahnt werden. Das Corporate Design ist seit der Privatisierung 1995 gänzlich auf diese Farbe ausgerichtet, auch die Hörer an Telefonzellen sind magenta. Die Deutsche Telekom versucht seit Jahren, ihre Marke gerichtlich schützen zu lassen, und erzielte damit Erfolge sogar vor dem Bundesgerichtshof.[1]

Rein rechtlich also sicherlich vertretbar, sachlich betrachtet aber gegenüber einer Internetseite, die wie kaum eine andere die Trends des mobilen Marktes födert und dem interessierten Leser zugänglich macht, stil- und sinnlos!

Lasst mich denken: Woran erinnert Magenta nochmal, wenn man die Presse der letzten Monate verfolgt? Prozess vermeintlich geprellter Anleger gegen die Volksaktie, Doping im Radsport … Vorsichtig formuliert also schon per se dumm von Engadget, überhaupt diese Farbe zu benutzen … :-D


“Meine Geduld ist am Ende!” - Microsoft und Yahoo!

April 6, 2008

Ich  mag Microsoft. Nicht, weil ich es muss (auf Grund des MVP-Status), sondern weil es keinen besseren Lehrmeister gibt, der lange geplante Aquisitionen und geschickt im Hintergrund gesponnene Ränke so professionell miteinander verwebt.

Anfang Januar sorgte die Nachricht, Microsoft wolle Yahoo übernehmen, für Überraschung und breite Diskussionen. Danach wurde es fast schon bedenklich ruhig über die 44.6 Mrd-Dollar-Transaktion, und der eine oder andere wähnte das Interesse erloschen. Mit nichten:

Steve Ballmer hat heute einen geharnischten Brief an deren Führungsriege verfasst, der grob sagt:

“Freunde. Ich hab´s im Guten versucht, Ihr habts ignoriert. Noch drei Wochen, dann trete ich Euch so in den Ar..h, das  Euch die E..r aus dem Mund purzeln. Und glaubt mir: Kriegen tu ich Euch eh!”

Natürlich hat er das ganze deutlich gewählter ausgedrückt. Das ändert aber nichts an der Bedeutung der wohlfeilen Worte… :-D


Mir ist langweilig…

April 3, 2008

… und den Rückmeldungen nach geht´s mir nicht alleine so.

Momentan erscheint es mir wie die sprichwörtliche Ruhe vor dem Sturm. Auch wenn Windows Mobile 6.1 “nur” ein minor release ist, scheinbar warten alle Hersteller gespannt darauf und so kommen dieser Tage keine neuen Geräte auf den Markt.

Zumindest aber HP scheint mit dem iPAQ 614  aus dem sprichwörtlichen Quark zu kommen, denn der ist nun für die 16. KW angekündigt (allerdings natürlich mit WM 6.0).


Kreuzfahrten sind zum Ko..en

April 3, 2008

… zumindest, wenn man sie diese Ostern und auf dem Mittelmeer macht.

Aber von Anfang an: Der Kollege Samaschke bemängelt in seiner gewohnt weinerlichen Art, dass ich es wage, mich im Mittelmeer (oder besser darauf) herumzutreiben, während er in Berlin dem Schnee trotzt.  :-D Schnee? Berlin? Meint er die angehäuften drei Flockenkrümel, die man maximal aus Mitleid so nennen kann? Unsereins macht sich auf dem Weg zum Mittelmeer erst einmal Richtung Passau auf. Da liegt Schnee! Und auf dem Weg nach Savona, der schnurstracks über den Brenner führt, erst!

1:0 für mich für die Schneemenge!

Wenden wir uns vom männlich-typischen “Wer hat den längeren?” ab und dem Eingangsthema zu: Wenn einer eine Reise tut und dann noch Erle heisst, dann dreht das Rad der Fortuna eigentlich immer eine Umdrehung mehr. Mein Weib, dem Vista-Wahn anheimgefallen, hatte zwei Wochen vorher die Minianwendungen entdeckt und sich jeden Hafen der Kreuzfahrt (Savona, Neapel, Palermo, Tunis, Mallorca, Barcelona und Marseille) als Wetter auf ihre Anwendungs-Leiste gelegt. Musste ich konsequent drüber lästern, konnte aber nicht verhindern, immer mal wieder draufzuschauen. Und bis drei Tage vor dem Start sah das alles so aus, dass die Koffer grösstenteils mit sommerlichen Sachen gefüllt waren. Kaum aber waren die Koffer (samt Frau) schonmal die halbe Strecke vorgefahren (zu meinen Schwiegereltern nach Passau), da purzelten plötzlich die Temperaturen um durchschnittliche 8 Grad.

Man könnte jetzt sagen, dass ich ob meines Strohwitwer-Daseins ja nun genug Sonne im Herzen hatte, die Wahrscheinlichkeit von Strafmassnahmen allerdings ist mir für eine Bestätigung zu hoch… :-)

Nachdem wir dann aber den Weg nach Savona mit Schnee auf den Bergen, aber nicht auf der Strasse zurückgelegt hatten, und die Wettervorhersagen sich wieder entspannten, konnte ja nix mehr schiefgehen. Ist auch nicht. Bis auf die Tatsache, dass das Mittelmeer eine Magenverstimmung hatte. Schon am zweiten Abend warnte man vor rauher See (im nachhinein kamen dann die Meldungen, das in Sizilien der komplette Fährverkehr eingestellt wurde, weil die Wellen zu hoch waren).

Naja… auf dem Rückweg vom Essen konnte man sich dann auf dem Teppich anschauen, was für Menüs es noch so gab.  Hätte ich das doch vorher gewusst, die Wahl wäre mir einfacher gefallen… :-)
Aber im Ernst: das einzige echte Problem für mich war die Tatsache, dass auf der Seite liegen im Bett blöd war: entweder kippte man auf den Bauch oder auf den Rücken… :-D

2:0 für mich für die Unbillen allgemein!

Alles in allem aber: EineKreuzfahrt, die ist lustig…!